News / Ankündigungen der Erfurter Fanszene

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Der_verrückte_Michel
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Beitragvon Der_verrückte_Michel » Donnerstag 27. September 2018, 13:19

+ + Nordhausen Kartenverkauf + +

Mit Wohlwollen haben wir heute früh die gravierende Preissenkung der Verantwortlichen des FSV Wacker 90 Nordhausen als Reaktion auf unsere Boykottankündigung aufgenommen. Zwar sind fehlende Ermäßigungen für z.B. Schüler oder Studenten weiterhin Kritikpunkte, ein Entgegenkommen ist allerdings zu erkennen. Aus diesem Grund werden wir als aktive Fanszene das Thüringenpokalspiel im gewohnten Rahmen besuchen.

Alle weiteren Informationen erhaltet ihr wie gewohnt über die Kanäle der Steigerwaldkurve.

Lang lebe die Rot-Weiße Republik!
Thüringer Farben sind Rot-Weiß!

http://www.erfordia-ultras.de/blog/2018 ... enverkauf/ :rwe: :respekt: :klasse:



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Der_verrückte_Michel
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Beitragvon Der_verrückte_Michel » Dienstag 20. November 2018, 15:48

Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 03.12.

Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun.

Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die fundamental entgegen den Belangen von uns Stadiongängern stehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.

Die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibung der TV-Rechte sind in vollem Gange. Unsere Forderung an die Vertreter der Vereine in der DFL ist klar: Schafft die Montagsspiele und die Anstoßzeiten unter der Woche ab!

Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden.

Am 13.Spieltag hat die DFL erneut ein Erstligaspiel auf den Montagabend gelegt, zudem findet in der 3. Liga unter der Regie des DFB, wie fast jeden Montag, eine Partie statt. Am Wochenende rund um diesen Spieltag wird es daher zu bundesweiten Protesten in den Fankurven kommen:

Wir werden die komplette erste Halbzeit auf organisierten Support verzichten.

Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!

http://www.erfordia-ultras.de/blog/2018 ... bis-03-12/


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kirchi
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Beitragvon kirchi » Mittwoch 21. November 2018, 11:42

die Montagsspiele in der BL werder ab 2021 abgeschafft. Hat der Protest nun gewirkt oder gibt man den Fans Zucker, um andere Dinge durchzuboxen? Ist das vielleicht sogar ein taktisches Ablenkungsmanöver?


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Der_verrückte_Michel
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Beitragvon Der_verrückte_Michel » Dienstag 5. Februar 2019, 12:59

Achtungserfolge

Als Achtungserfolg bezeichnet man gemeinhin einen kleineren Sieg, der im Gesamtzusammenhang keine größere Bedeutung hat. Damit lässt sich auch die aktuelle Situation der Fanszenen Deutschlands ganz treffend beschreiben. In der DFL-Versammlung wurde der Erhalt von 50+1 beschlossen und durch deutlich sichtbare Proteste in den Stadien scheint sich das Problem der Montagsspiele in der 1. und. 2. Bundesliga mit der nächsten TV-Rechtevergabe zu erledigen.

Trotz klarer Entscheidung zur Beibehaltung der 50+1-Regel, ist sie nach wie vor Angriffen ausgesetzt und auch der Weg von der Abschaffung der Montagsspiele hin zu generell fanfreundlichen Anstoßzeiten ist noch weit. Genau der richtige Zeitpunkt, nochmals an unsere Positionen zu erinnern:

Anstoßzeiten
• Montagsspiele müssen in allen Ligen abgeschafft werden. Keine englischen Wochen mehr. Freitags und im DFB-Pokal nicht vor 19.30 Uhr, am Wochenende nicht vor 14 Uhr, sonntags nicht nach 15.30 Uhr und Einhaltung der 300-km Klausel für Randspieltage.

50+1
• 50+1 faktisch und dem Sinn nach erhalten, keine Aufweichung, keine weiteren Ausnahmen. Die klare Position zu 50+1 ist von den Vereinen auch gegenüber dem Kartellamt zu vertreten.

Stadionverbote
• Verzicht auf das „Breitbandantibiotikum“ Stadionverbote. Vereine und Verbände maßen sich hier Zuständigkeiten weit über ihren Hausrechtsbereich hinaus an. Ein Stadionverbot ist eine Strafe ohne offenen Rechtsweg.

Sportgerichtsbarkeit
• Abkehr von der sogenannten Sportgerichtsbarkeit. Transparenz und Vergleichbarkeit der Strafen sind in der momentanen Praxis nicht ansatzweise gegeben.

Fanmaterialien
• Freigabe aller Fanmaterialien in allen deutschen Ligen. Verbote schaffen sinnloses Konfliktpotential.

Videobeweis
• Abschaffung des Videobeweises. Emotionen unter Vorbehalt entwerten das Stadionerlebnis.

Transparenz
• Des Weiteren müssen DFB, DFL und Vereine endlich offen, zeitnah und verbindlich zu fanrelevanten Themen kommunizieren. Beispielsweise muss das Abstimmungsverhalten bei Verbandssitzungen den Vereinsmitgliedern transparent gemacht werden. Ebenso wie anstehende Themen und Entscheidungen, nur so ist echte Meinungsbildung innerhalb der Vereine möglich.

Es hat gerade erst begonnen!

http://www.erfordia-ultras.de/blog/2019 ... gserfolge/
Die Fanszenen Deutschlands im Januar 2019



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Der_verrückte_Michel
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Beitragvon Der_verrückte_Michel » Freitag 15. März 2019, 15:15

Vier Ligen, vier Meister – Regionalliga Reform jetzt!

„Meister müssen aufsteigen!“ lautet die Forderung, die in den letzten Jahren regelmäßig in deutschen Stadien propagiert wurde, was deutlich zeigt, wie allgegenwärtig die Problematik rund um die Aufstiegsregelung der Regionalligen ist. Einhergehend mit der bisweilen letzten Reform 2012, wurde die zuvor dreigleisige Regionalliga fünfgleisig. Dies hatte zur Folge, dass die drei bestehenden Aufstiegsplätze in einer Relegationsrunde ausgespielt werden, bestehend aus den Meistern jeder Liga und dem Zweiten der mitgliederstärksten Regionalliga Südwest. In der Konsequenz wurde damit der Ertrag einer gesamten Saison von Hin- und Rückspiel in der Relegation abhängig gemacht. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen des Sportes in keiner Weise vereinbar, ganz zu schweigen von den wirtschaftlich, teils existenziellen, Konsequenzen, die ein solcher Verbleib in der Regionalliga für die, oftmals ohnehin schon klammen, Vereine nach sich zieht. Im Laufe der vergangenen Jahre kam auch bei immer mehr Funktionären langsam, aber sicher die Einsicht, dass der Status quo nicht weiter hinnehmbar ist, sodass die Weichen für eine erneute Reform gestellt werden sollten. Die Möglichkeit dies mit Inhalt zu füllen, wurde aufgrund von Eitelkeiten innerhalb der Verbände und diverser anderer Unzulänglichkeiten verpasst. Vielmehr gab es eine Übergangslösung, die dem Fairnesscharakter nicht im Ansatz gerecht wird und die Vereine teils sogar zu einem Wettrüsten animiert, bei dem die Vereine gezwungen sind, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen. Eine vom DFB ins Leben gerufene „ad-hoc AG“ machte nur durch mangelnde Transparenz, fehlende Kommunikation, Statements, die im Anschluss wieder revidiert wurden und durch ihre Auflösung, mangels neuer Lösungsansätzen, von sich reden.

Bereits zuvor hatte sich im Zuge des Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschlands“ eine, eigens für diese Thematik geschaffene, Arbeitsgruppe eingefunden. Das erklärte Ziel war es die Notwendigkeit einer Reform präsent zu halten und die damit verbundenen Probleme auszuwerten. Mit einem Fragebogen für Vereine und Fanszenen, sowie mit persönlichen Gesprächen, wurde versucht eine mögliche Reform, unter Betrachtung aller problematischer Gesichtspunkte, zu evaluieren. Hieraus resultierend wurden Kernpunkte erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine Regionalliga Reform unerlässlich sind, wenn man vermeiden will, sich in absehbarer Zeit mit einer erneuten Reform befassen zu müssen.

Die Kernpunkte und die Auswertungen der Fragebögen, wurden der ad-hoc-AG des DFB in einem persönlichen Austausch offengelegt. Dieser Austausch ist als unzufriedenstellend zu bewerten, da immer wieder die Verantwortung von sich gewiesen wurde und auch die von uns gewonnenen Erkenntnisse nicht ausreichend weiterverwertet wurden. Bis zum heutigen Tage liegt noch nicht ein einziger fundierter Reformvorschlag vor, vielmehr scheint es als hätten sich die Fronten zwischen den Beteiligten weiter verhärtet und das sich gegenseitig ausgesprochene Vertrauen scheint erloschen. Insbesondere die Rücknahme des Eingeständnisses, eines weiteren Absteigers in Liga 3, zugunsten einer Reform mit vier Ligen und vier Aufsteigern, ist eine mehr als deutliche Reaktion auf die stagnierenden Fortschritte.

Durch diese Entwicklung bestärkt ist es uns ein Anliegen, nunmehr einen eigenen Reformvorschlag zur Debatte zu stellen. Dieser befasst sich neben der Kernproblematik „Aufstiegsregelung“, auch mit grundsätzlichen Problemen, wie fehlende ligaübergreifende Strukturen, der geografischen Aufteilung der Ligen und der Rolle von Zweitvertretungen innerhalb der Liga. Wir hoffen, dass durch diesen Reformvorschlag nunmehr eine Grundlage gegeben ist, um sich endlich tiefgehend und ergebnisorientiert mit der Situation zu befassen. Die Regionalliga, in ihrer Form als Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball, hat in den vergangenen Jahren an immer größerer Bedeutung gewonnen und sollte daher nicht weiter als Bühne für Unvermögen und Eitelkeiten der Funktionäre herhalten müssen. Viel eher sollte sie von Werten der sportlichen Fairness und Chancengleichheit geprägt sein. Daher fordern wir alle Beteiligten auf, persönliche Empfindlichkeiten hinter diesen Werten hintenanzustellen und basierend auf diesem Reformvorschlag eine Lösung zu erarbeiten in denen sich alle Beteiligten wiederfinden können.


http://www.erfordia-ultras.de/blog/2019 ... orm-jetzt/


Flaschendeckel
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Beitragvon Flaschendeckel » Donnerstag 16. Mai 2019, 08:27

Bild

Nur am Freitag am EFU Stand - kein Versand oder Reservieren...

"Des Wahnsinns fette Beute # 1

Premiere! Wenn wir ehrlich sind hätten wir es zwischenzeitlich selber nicht mehr für realistisch gehalten, dass dieses Heft wirklich noch in den Druck geht. Das Jammern über Verschiebungen und fehlende Motivation kennen wir ja zur Genüge aus anderen Heften, dass aber gleich bei unserer Erstausgabe so ein Gegammel an den Tag gelegt wird, hätten wir auch nicht gedacht. Jeder macht, was er will, keiner macht, was er soll und alle machen mit…Wir leben unsere Mottos halt vollumfänglich. Umso mehr überwiegt entsprechend die Freude, euch das gute Stück präsentieren zu dürfen. Freude über den ersten Saisonrückblick aus EFU-Hand von einer Saison, die bis auf wenige Highlights, eigentlich kaum Grund zur Freude bot. Könnte man als Außenstehender jedenfalls annehmen. Ständiges Theater um Vereinsbelange, Insolvenz, Machtkämpfe, am Ende der bittere Abstieg in die vierte Liga und wir mittendrin mit unserem Haufen. Aber die Kurve setzte sich in dieser harten Saison selber ihre Highlights und präsentierte am letzten Spieltag nochmal voller Stolz, was diesen Verein so besonders macht. Das Ganze passierte nicht immer ganz losgelöst von dem, was da so rings um unseren Chaosverein passierte, aber abschalten war an vielen Stellen einfach wichtig, um nicht gänzlich im Strudel verloren zugehen.

Im Heft erwarten euch auf insgesamt 168 Seiten, ganz klassisch in schwarz/weiß, alle Spielberichte des FC RWE aus der Saison 17/18, Gedanken der Kurve, Freundschaftsbesuche, Interviews, knallharte Fakten, Blicke in andere Länder, Diskussionen, Blödeleien, Pöbeleien und sämtlicher anderer Kram, der EFU in diesem Jahr beschäftigte. Das Ganze für unschlagbare 4,50 € und mit der entsprechenden Gewinnmarge, die wir natürlich vollumfänglich der heimischen Kneipenszene… ähhh Kurve zukommen lassen oder wahlweise an der Brennerautobahn in den Automaten stopfen.

Während ihr also spätestens nach dem Spiel gegen den Schiebemeister BFC das Ding in den Händen haltet, laufen im Hintergrund bereits die Arbeiten am nächsten Machwerk, um dann vielleicht nicht mit knapp einem Jahr Verspätung auf dieses erste Jahr Liga vier zurückzublicken."


canadijan
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Beitragvon canadijan » Freitag 17. Mai 2019, 12:09

toll geschrieben und angepriesen


auslandskader
Flaschendeckel
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Beitragvon Flaschendeckel » Montag 29. Juli 2019, 09:21

http://www.erfordia-ultras.de/blog/2019/07/stellungnahme-zur-aktuellen-lage/

Mit folgenden Worten möchten wir Stellung beziehen zu den Vorkommnissen beim letzten Heimspiel gegen den BFC Dynamo Berlin. Wir tun dies mit der Absicht die anderen Stadionbesucher aufzuklären und tragen damit Sorge, dass ein harmonisches Wechselspiel zwischen allen Bereichen des Steigerwaldstadions, allen Altersschichten und sämtlichen verschiedenen Ausprägungen des Fan-Daseins, weiterhin möglich ist. Gleichzeitig sehen wir es als unsere Pflicht an, als größte und aktivste Gruppe der Steigerwaldkurve, Missstände klar zu benennen und stellvertretend für die Rechte der aktiven Fans einzustehen.

Vorgeschichte:

Bereits seit Mitte der Saison 2018/2019 schwillt hinter den Kulissen der Konflikt zwischen dem FC RWE und uns als Gruppe. Hintergrund dessen sind mehrere Aussagen der Verantwortlichen vom Verein und der Arena GmbH, welche in einer aktiven ausgelebten Fankultur mitsamt ihrer Stärken und vermeintlichen Schwächen, zunehmend eine Bedrohung sahen. War es bis vor einigen Jahren noch usus, dass Verein und Fanszene sich bei Problemen, trotz oftmals kontroverserer Standpunkte, austauschten, so kühlte sich dieses Verhältnis mit der Zeit ab und mündete in gegenseitigen Anschuldigungen. Dabei ist nicht außer Betracht zu lassen, dass durch die faktische Alleinherrschaft des Insolvenzverwalters Herrn Reinhardt zunehmend eine Entfremdung vom Verein und seinen Strukturen stattfand. Oftmals lässt uns einzig das Bild vom Verein, welches idealistisch in unseren Köpfen verankert ist, festhalten an Aktionen oder der täglichen Arbeit im Gesamtgefüge FC Rot-Weiß Erfurt, welches neben der organisatorischen Komponente, vor allem aus vielen Mitgliedern und tausenden Fans besteht. Bereits nach dem Heimspiel gegen Lok Leipzig im März diesen Jahres verkündeten Verein und Arena GmbH ein Verbot aller Choreographien, die Nutzung des Capopodest und der Lautsprecheranlage in der Steigerwaldkurve für die folgenden 5 Heimspiele. Gleichzeitig verwies man darauf, dass Choreos zukünftig im Voraus anzumelden seien und große Blockfahnen nicht mehr genutzt werden dürfen. Hinzu kamen Drohungen von Materialverboten und die Untersagung der weiteren Bemalung von Wänden im Stadionumlauf, sollte es zu weiteren Verstößen gegen die auferlegten Regeln kommen. Als Argument ließ man verlauten, dass in der Vergangenheit bereits beim Heimspiel gegen Chemnitz im Jahr 2016 und beim Heimderby im Jahr 2018 Blockfahnen als Choreobestandteil zu sehen waren und gleichzeitig Pyro genutzt wurde, welche entgegen andersartiger Behauptungen jedoch nie zu Verletzungen führte, sondern stets verantwortungsbewusst eingesetzt wurde. Fortan wollten Verein und Arena GmbH gemeinschaftlich entscheiden, ob eine Choreo durchgeführt werden kann und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Wir möchten hierbei klar betonen, dass im 23-jährigen Bestehen der Erfordia Ultras eine Vielzahl an verschiedenen Choreoelementen genutzt wurde und wir eine Beschneidung der Nutzung bei Heimspielen als nicht tragbaren Zustand empfinden. Heuchlerisch gerade von Vereinsseite, welche Bilder von Choreos zu Werbezwecken nutzte und sich auch über die hauseigene Zeitschrift „RWE Express“ mehrmals eindeutig für die lautstarke und farbenfrohe Unterstützung bedankte. Bilder, die wir gerne liefern, da sie in der Außendarstellung des Clubs wohlwollend aufgenommen werden und helfen am ramponierten Image des FC RWE etwas zu ändern. Ramponiert vor allem aufgrund von Machtkämpfen, Geltungsbedürfnissen einiger Einzelpersonen und Versagen auf höchster Ebene – nicht aufgrund etwaigen Fehlverhaltens der Fans, die hierbei jedoch immer wieder als Sündenböcke herhalten müssen.

Heimspiel BFC Dynamo:

Bereits früh wurde allen Rot-Weiß Fans klar, dass das letzte Heimspiel ein besonderes werden würde. Niemand geringeres als Urgestein Sakko Schröder sollte ein letztes Mal seinem Job am Rand des Spielfelds nachgehen und nach 58 Jahren den Schlusspunkt unter ein arbeitsreiches Leben zu Diensten des FC RWE setzen. Auch wir erstellten zu Ehren Sakkos in wochenlanger Handarbeit eine Choreografie, fertigten Fahnen an, bemalten Stoff und gaben Unmengen an Geld aus. Dabei verzichteten wir bewusst auf eine Anmeldung selbiger Aktion, da wir es nicht als zielführend ansehen, Freiheiten im Kurvenrahmen kampflos aufzugeben. Des Weiteren lag unser Fokus ganz klar auf einer ordentlichen Verabschiedung Sakko Schröders. Bereits bei Ankunft am Stadion wurde ersichtlich, dass der Verein kein Interesse an einer lebendigen Fanszene hat, da mehrmals recht klar ein Choreoverbot über Dritte kommuniziert wurde. Erst nach langen Interventionen stellte sich der Verein in Form von Herrn Reinhardt und Frau Busse sowie dem Geschäftsführer der Arena GmbH Herrn Fothe einem halbstündigen Gespräch, welches 15 Minuten vor Anpfiff abrupt sein Ende fand. Im Ergebnis hielt man daran fest, dass optische Aktionen zukünftig angemeldet werden müssen, verwies auf die Stadionordnung des Steigerwaldstadions, die große Fahnen verbiete und vermittelte deutlich den Eindruck, dass die Kurve als Bedrohung wahrgenommen wird. Insoweit war es verwunderlich, dass die handelnden Entscheidungsträger mehrmals einen Zutritt, mitsamt Blockfahne, zusicherten, wenn es Haftungsversprechen unsererseits gäbe für eventuelles Fehlverhalten der ganzen Kurve. Zugeständnisse, die wir weder machen können, noch wollen. Verwunderlich auch deshalb, da die Stadionordnung auch bei diesem Spiel streng genommen bestand hatte und man ein Verbot von Blockfahnen immer wieder auf selbige schob. Es erhärtet sich der Eindruck, dass Ausnahmen der Regel prinzipiell möglich sind, allerdings nur, wenn Selbige den eigenen Befindlichkeiten zu Nutzen kommen. Andernfalls wird sich gerne darauf berufen. Prinzipiell vertreten wir die Ansicht, dass jeder für seine Taten selber haftet und nicht stellvertretend eine ganze Gruppe. Hierbei zeigte sich mal wieder, dass wir Fans als zahlender Kunde und Stimmungsdienstleister jederzeit erwünscht sind. Sobald jedoch Kritik geäußert wird, versucht man durch Diffamierungen und Verbote der Sache Herr zu werden. Ansätze, die Herr Reinhardt nicht nur diesbezüglich öfters vermittelte und von denen wir uns klar distanzieren.

Forderungen:

Wir erwarten vom FC RWE, dass er seine Fanbasis endlich als das wahrnimmt, was sie ist: der wichtigste Rückhalt und das Grundgerüst unseres Vereins. Dazu gehört aus unserer Sicht auch, die verschiedenen Ausprägungen des Fandaseins zu verstehen und gleichzeitig zu akzeptieren. Wir sind Ultras! Wir sind weder gut, noch schlecht. Einseitige Betrachtungsweisen helfen nicht zu verstehen. Wir haben immer wieder betont, dass es uns als Gruppe nur im Gesamtpaket gibt und die Kurve unbequem bleibt in ihrer Auslebung. Dabei verstehen wir uns als Opposition und Gegenpol zum Bundesligaeventpublikum, welches zahlt, konsumiert und abschaltet.

Wir erwarten vom FC RWE den Status Quo wiederherzustellen und offensiv für Materialfreiheit und Meinungsfreiheit im Stadion einzustehen und diese Werte zu vertreten. Fan-Materialien sind seit Jahrzehnten Teil der Stadionkultur in Deutschland und sollten nie Verhandlungssache oder Druckmittel sein. Eine Anmeldung von Choreos und Fahnen lehnen wir ab. Gleichzeitig erwarten wir auch, dass der Verein sich gegenüber Gästefans offen positioniert und Fans nicht als Bedrohung wahrnimmt.

Wir erwarten vom FC RWE deeskalierendes Verhalten und, wenn angebracht, deutliche Kritik am Polizeieinsatz der Erfurter Einheiten. Wir können und wollen es nicht länger akzeptieren, dass Fans im Vorhinein kriminalisiert werden, jedes Spiel in Liga 4 mit Gästen zum Hochsicherheitsspiel stilisiert wird und Polizeieinheiten wie wild gewordene Tiere um sich schlagen können. Fußballfans sind keine Menschen zweiter Klasse! Gleichzeitig erwarten wir, dass der Verein sein Hausrecht konsequent wahrnimmt und die für die Sicherheit engagierte Firma die Spiele des Vereins im Stadion absichert. Es ist nicht tragbar, dass sich einzelne Fans dauerhaft am Stadionparkplatz kontrollieren lassen müssen und die aktive Szene eine Sonderbehandlung am Eingang durch eingesetzte Beamte bekommt, während Verantwortliche des Vereins dies achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Die Absicherung des Spieltages ist Aufgabe des Vereins und seiner Dienstleister.

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen wird es am Mittwoch gegen Lok in den ersten 10 Minuten einen Protest der Kurve geben. Bitte achtet auf die Ansagen der Capos.
Mit unseren letzten Worten möchten wir uns bei allen Menschen bedanken, die wie wir die gleichen Werte teilen und sich am letzten Spieltag solidarisch gezeigt haben. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie wichtig ein geschlossenes Auftreten als Gemeinschaft Steigerwaldkurve ist und welchen Stellenwert dies in unser aller Leben einnimmt. Gemeinsam konnten wir Sakko vor den Toren verabschieden, ihm Präsente überreichen und somit einem der letzten RWE Urgesteine die Ehre erweisen. Laut und unbequem!

„…niemals wird es anders sein, unser Leben für den Verein!“
Erfordia Ultras 1996 im Juli 2019




unterwegs
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Beitragvon unterwegs » Dienstag 24. September 2019, 21:06

Heimspiel gegen Chemie
Hallo Steigerwaldkurve,
nachdem wir uns bereits zum ersten Heimspiel der Saison bezüglich der Choreoproblematik zu Wort gemeldet haben, möchten wir Euch darüber informieren, dass mit den Verantwortlichen vom FC RWE und der Arena GmbH leider keine Einigung erzielt werden konnte. Obwohl jahrelang Materialfreiheit in Erfurt herrschte und wir somit in der Lage waren großangelegte Choreografien wie zum Abschied des Steigerwaldstadions, gegen Chemnitz oder unzähligen Spielen der letzten Saison zu präsentieren, sehen wir uns an einem Punkt angekommen, an dem wir an kompromisslosen Entscheidern im Verein und der Arena GmbH scheitern. Verstärkend kommt hinzu, dass sowohl Polizei, als auch Ordnungsamt den Traum eines jeden Sicherheitsfanatikers leben wollen und eine aktive Fankultur in unserem Stadion dabei nur störend ist.

Da die neuen Anforderungen an Choreografien sowohl den finanziellen, als auch zeitlichen Rahmen sprengen würden, sehen wir uns nicht im Stande bei Heimspielen des FC RWE weiterhin auf diese optische Untermalung zu setzen. Wir können und wollen es nicht akzeptieren, dass jahrelange Selbstverständlichkeiten Stück für Stück abgeschafft werden und sich der Verein in immer stärkere Abhängigkeit der Behörden begibt.

Aus diesem Grund geben wir hiermit bekannt, dass es bis auf Weiteres keine optischen Aktionen, wie Choreografien und Intros, unsererseits in der Steigerwaldkurve zu sehen gibt.

Unseren Unmut diesbezüglich werden wir, in Form von kleineren und größeren Aktionen, dauerhaft ins Stadion tragen.

Materialfreiheit in Erfurt und überall!

Erfordia Ultras 1996, September 2019





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