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Edden
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Beitragvon Edden » Mittwoch 28. März 2012, 11:57

NoDynamo hat geschrieben:zu dir christian, ich bin ja deiner meinung finde aber die diskusion über Rasenball Sport immer ziemlich heuchlerisch, denn wo ist der unterschied zu anderen vereinen. ich nehme mal das beispiel SGD.

- zuerst war der DSC, verein mit einer ausergewöhnlichen tradition
- der verein wurde zerschlagen, spieler mussten über die grenze abhauen zum teil nach heidelberg und es kam der
Vopo-verein jetz SGD oder für unsere Dynamo fans im forum vopoverein und drei vier jahre später umbenannt in dynam blablabla
- der verein existiert immer noch und wurde bisher auf dubiose weiser und einem hang zur wettbewerbsverzerrung von externen, der stadt und Hauptsponsor+fans finanziert
- Rasenball Sport die gleiche geschichte nur der heutigen zeit angepasst

-Bitte sachlich Antworten- vieleicht kommt ja mal ne ordentliche diskusion zu stande


Ich kenne mich mit der Geschichte von DD wirklich zu wenig aus, finde aber deine Sichtweise sehr interessant.
Wenn man sich mal überlegt was für staatliche Eingriffe bei einigen Vereinen (vor allem Rostock[das für mich grasseste Beispiel], Jena DD...) gab, dann verwundert es schon, dass diese Truppen heute allgemein als "Traditionsvereine" angesehen werden.
Ob diese Eingriffe nun besser oder schlimmer waren als der von Rasenball Sport, ist schwer zu beurteilen. Was aber auffällt ist, wie schnell die Leute vergessen. Deshalb befürchte ich dass auch Rasenball Sport Leipzig sich innerhalb der nächsten 15 Jahre zu einem "Traditionsverein" mausern wird. Trotzdem finde ich deren Vorgehensweise ekelhaft.



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Michael
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Beitragvon Michael » Mittwoch 28. März 2012, 12:43

Wenn man sich mal überlegt was für staatliche Eingriffe bei einigen Vereinen (vor allem Rostock[das für mich grasseste Beispiel], Jena DD...) gab, dann verwundert es schon, dass diese Truppen heute allgemein als "Traditionsvereine" angesehen werden.

Meintest Du vielleicht krass? ;) Es war nicht nur Rostock. Dresden wurde auch nach Berlin 'delegiert', der FC Vorwärts Berlin nach Frankfurt abgeschoben, vorher wurde Vorwärts Leipzig nach Berlin übersiedelt usw.
Ob diese Eingriffe nun besser oder schlimmer waren als der von Rasenball Sport, ist schwer zu beurteilen.

Ich glaube die beiden Dinge kann man nicht vergleichen. Aber wenn z.B. ein Verein, der seit Anfang der 50er Jahre in Rostock spielt nicht für sich beanspruchen kann eine Tradition zu haben, wann bitte dann?
Was aber auffällt ist, wie schnell die Leute vergessen. Deshalb befürchte ich dass auch Rasenball Sport Leipzig sich innerhalb der nächsten 15 Jahre zu einem "Traditionsverein" mausern wird.

Es geht für viele auch garnicht um Tradition sondern einfach um die Frage: habe ich Bundesliga Fußball vor Ort oder nicht? Ich würde mal meinen, dass ab Liga 2 Rasenball Sport einen Zuschauerschnitt von 20000 haben würde und die Bude in Liga 1 fast immer ausverkauft wäre. Tradition spielt dabei rein garkeine Rolle.
Trotzdem finde ich deren Vorgehensweise ekelhaft.

Was daran ist ekelhaft? Nur mal angenommen ich würde zig Millionen Euro in den Club Rot-Weiß Erfurt buttern, wäre das bzw. ich oder der Verein dann auch ekelhaft?


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Flaschendeckel
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Beitragvon Flaschendeckel » Mittwoch 28. März 2012, 13:47

Michael hat geschrieben:Was daran ist ekelhaft? Nur mal angenommen ich würde zig Millionen Euro in den Club Rot-Weiß Erfurt buttern, wäre das bzw. ich oder der Verein dann auch ekelhaft?

Nein, weil du damit keine Werbung für dich selbst machen würdest und den Verein sponsorst, weil du an ihm hängst. Hoffenheim & Rasenball Sport sind reine Werbeprodukte und Spielbälle ihrer Investoren. Hopp hat keine Lust mehr Hoffenheim zu sponsern und schon fällt der Verein in die Niederungen der ersten Liga, ist unter Umständen sogar abstiegsbedroht und keiner kümmert sich mehr um das Kultdorf und geht noch hin. Bei Rasenball Sport ist die Situation leider anders, wollen sie doch, nachdem es in Salzburg nicht geklappt hat, größtmögliche Öffentlichkeit anziehen und so weit oben wie möglich mitspielen. Dass dadurch die 50+1 Regel immens ausgehoben wird, interessiert die Opis beim DFB leider nicht. Lieber verhängt man sinnlose Sanktionen für andere Klubs.


Edden
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Beitragvon Edden » Mittwoch 28. März 2012, 13:53

Michael hat geschrieben:
Wenn man sich mal überlegt was für staatliche Eingriffe bei einigen Vereinen (vor allem Rostock[das für mich grasseste Beispiel], Jena DD...) gab, dann verwundert es schon, dass diese Truppen heute allgemein als "Traditionsvereine" angesehen werden.

Meintest Du vielleicht krass? ;) Es war nicht nur Rostock. Dresden wurde auch nach Berlin 'delegiert', der FC Vorwärts Berlin nach Frankfurt abgeschoben, vorher wurde Vorwärts Leipzig nach Berlin übersiedelt usw. .


In der thüringischen Landessprache wird traditionell ein K am Wortanfang mit G ersetzt :cool:
Interessant. Weißt du wo ich mehr über solche Geschichten nachlesen kann?

Michael hat geschrieben:
Ob diese Eingriffe nun besser oder schlimmer waren als der von Rasenball Sport, ist schwer zu beurteilen.

Ich glaube die beiden Dinge kann man nicht vergleichen. Aber wenn z.B. ein Verein, der seit Anfang der 50er Jahre in Rostock spielt nicht für sich beanspruchen kann eine Tradition zu haben, wann bitte dann?


Indem man schon seit fast hundert Jahren für die Landeshautstadt Thüringens spielt :cool:

Michael hat geschrieben:
Was aber auffällt ist, wie schnell die Leute vergessen. Deshalb befürchte ich dass auch Rasenball Sport Leipzig sich innerhalb der nächsten 15 Jahre zu einem "Traditionsverein" mausern wird.

Es geht für viele auch garnicht um Tradition sondern einfach um die Frage: habe ich Bundesliga Fußball vor Ort oder nicht? Ich würde mal meinen, dass ab Liga 2 Rasenball Sport einen Zuschauerschnitt von 20000 haben würde und die Bude in Liga 1 fast immer ausverkauft wäre. Tradition spielt dabei rein garkeine Rolle.


Was die Zuschauerzahlen für Rasenball Sport angeht, gebe ich dir recht. Auch die Motivation "Bundesliga" ist einleuchtend. Komisch ist trotzdem dann manchen Vereine ganz schnell von den Medien zu Traditionsvereinen "gemacht" werden. DD ist da nur ein Beispiel. Rasenball Sport wird ähnlich ablaufen (meine Prognose).


Michael hat geschrieben:
Trotzdem finde ich deren Vorgehensweise ekelhaft.

Was daran ist ekelhaft? Nur mal angenommen ich würde zig Millionen Euro in den Club Rot-Weiß Erfurt buttern, wäre das bzw. ich oder der Verein dann auch ekelhaft?
[/quote]


Wenn du einen Verein sponsorts, ohne auf seine Traditionen(Farben, Name, Standort...) großartig Einfluss zu nehmen, dann ist das OK.
Wenn du einen Verein neu gründest und über die Kreisligen bis in die Bundesliga bringt, dann ist das OK.

Wenn du aber einen 6. Ligaverein aufkaufst, ihn umbennennst, den Spielort wechselst, die Farben wechselst -also ihn komplett neu gründest- und dann mit zig Millionen sponsorst, dann ist das ekelhaft.
Wenn du die Regel des DFB, dass ein Vereinsname keine Firmenwerbung sein darf, umgehst, indem du dich "Rasenball" anstatt "Rasenball Sport" nennnst, dann ist das ekelhaft.
Wenn du den Medien eine regionale Bindung/Förderung "verkaufst", indem du junge Spieler anderer Verein aufkaufst (ja ganze Jugendmannschaften) um sie dann auf der Bank versauern zu lassen und ihre Entwicklung komplett versaust, dann ist das ekelhaft.



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Michael
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Beitragvon Michael » Mittwoch 28. März 2012, 14:23

Nein, weil du damit keine Werbung für dich selbst machen würdest und den Verein sponsors...

Ab einer gewissen Dimension möchte ich auf der Brust der Trikots sein, auf den Trainingsanzügen und den Freizeit T-Shirts. Gebe ich mehr muß mein name mindestens auf 30% der Werbebanden im Stadion stehen. Gebe ich noch mehr muß er 10 mal pro Spiel über die Anzeigetafel flimmern und meine Werbespots müssen akustisch ausgestrahlt werden. Gebe ich noch mehr möchte ich auch einen gewissen Einfluß in die Vereinspolitik nehmen. Und wenn ich den Verein komplett kaufe, dann kann ich auch seinen Namen bestimmen. So läuft das nun mal und ich kann nichts verwerfliches daran entdecken.


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Beitragvon Michael » Mittwoch 28. März 2012, 14:34

Interessant. Weißt du wo ich mehr über solche Geschichten nachlesen kann?

Viele Quellen lesen und mit Opas wie mir quatschen ;)
Indem man schon seit fast hundert Jahren für die Landeshautstadt Thüringens spielt

Welchen Verein meinst Du damit? Weder die Spvgg Erfurt noch der SC Erfurt haben nach dem 2.Weltkrieg 'Nachfolger' gehabt.
Komisch ist trotzdem dann manchen Vereine ganz schnell von den Medien zu Traditionsvereinen "gemacht" werden. DD ist da nur ein Beispiel.

Siehe Rostock. Dynamo wurde 1953 gegründet. 59 Jahre beinhalten für mich persönlich schon eine gewisse Tradition.
Wenn du aber einen 6. Ligaverein aufkaufst, ihn umbennennst, den Spielort wechselst, die Farben wechselst -also ihn komplett neu gründest- und dann mit zig Millionen sponsorst, dann ist das ekelhaft.

Wenn der Sechstligist und seine Mitglieder dem Zustimmen und ich diesen Verein danach das weitere Fortbestehen ermögliche ist es für mich nicht ekelhaft. Ich kann mit meinem Geld ja machen was ich will.
Wenn du die Regel des DFB, dass ein Vereinsname keine Firmenwerbung sein darf, umgehst, indem du dich "Rasenball" anstatt "Rasenball Sport" nennnst, dann ist das ekelhaft.

Und Bayer Leverkusen ist auch ekelhaft? Die können sich doch nennen wie sie wollen. Sie heißen offiziell 'Rasen Ballsport', andere interpretieren Rasenball Sport eben als Getränk. Auf der Brust steht bei jedem Verein was, fast egal, was es ist. Und Stadionnamen werden mittlerweile auch verkauft. Ist nun mal so.
Wenn du den Medien eine regionale Bindung/Förderung "verkaufst", indem du junge Spieler anderer Verein aufkaufst (ja ganze Jugendmannschaften) um sie dann auf der Bank versauern zu lassen und ihre Entwicklung komplett versaust, dann ist das ekelhaft.

Die kaufen mit Sicherheit keine Spieler um sie versauern zu lassen. Auch unser Club holt sich Nachwuchs aus anderen Vereinen und nicht jeder Spieler wird interessant für die erste Mannschaft.


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Beitragvon Edden » Mittwoch 28. März 2012, 18:20

Michael hat geschrieben:Wenn der Sechstligist und seine Mitglieder dem Zustimmen und ich diesen Verein danach das weitere Fortbestehen ermögliche ist es für mich nicht ekelhaft.

findest du nicht? naja geschmackssache... ich finde es höchst unfair gegenüber zigtausenden kleinen vereinen ,die über jahre dafür kämpfen von der 12 in die 6 liga aufzusteigen... wenn die dann sehen dass man sich die 6 liga einfach kaufen kann.
Was das Fortbestehen von Markleeberg betrifft: das ist ja noch die I-Pünktchen. Im Endeffekt hat Rasenball Sport keinen Verein umgeändert sondern sich de facto einen Startplatz in Liga 6 erkauft. Fair finde ich das nicht....

Michael hat geschrieben: Ich kann mit meinem Geld ja machen was ich will.

Nein kannst du nicht.

Michael hat geschrieben:Und Bayer Leverkusen ist auch ekelhaft?


Absolut.

Michael hat geschrieben:Die können sich doch nennen wie sie wollen. Sie heißen offiziell 'Rasen Ballsport', andere interpretieren Rasenball Sport eben als Getränk.


Hier werden Regeln soweit verbogen, bis es passt. Legal mag das sein. Ekelhaft bleibt es :cool:

Michael hat geschrieben:Die kaufen mit Sicherheit keine Spieler um sie versauern zu lassen.


Die kaufen ganze Jugendmannschaften, um a) die Lizenz zu bekommen und b) sich als jugendförderer zu vermarkten. Mit ernsthafter, jahrerlanger Kleinarbeit um junge Spieler zu guten Fußballern zu machen (oder sie einfach von der Straße zu holen), hat das nichts zu tun.

Michael hat geschrieben:Auch unser Club holt sich Nachwuchs aus anderen Vereinen und nicht jeder Spieler wird interessant für die erste Mannschaft.


Unser Club betreibt -trotz finanzieller Sorgen - seit Jahrzehnten Nachwuchsarbeit auf höchstem Niveau. Rasenball Sport hat für den Erhalt der Lizenz Nachwuchsmannschaften aufzeigen müssen. Da man keine hatte (woher auch, den Verein gab es ja nicht), hat man sich einfach welche gekauft. Ekelhaft halt. :cool:


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Michael
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Beitragvon Michael » Donnerstag 29. März 2012, 08:30

ich finde es höchst unfair gegenüber zigtausenden kleinen vereinen ,die über jahre dafür kämpfen von der 12 in die 6 liga aufzusteigen... wenn die dann sehen dass man sich die 6 liga einfach kaufen kann.

Unfair? Auf dieser Welt regiert das geld und nicht Fairness. Warum sollte sich ein Unternehmen oder ein Privatmann einen Zwölftligisten kaufen wenn er auch höherklassige haben kann? Unfair finde ich z.B. eher, dass Sportartikelhersteller ihre Schuhe und Trikots potenten Vereinen kostenlos oder kostengünstig bereitstellen während die kleinen Vereine um Geld für Trikots betteln müssen und die Kinder die Schuhe für 50 Euro kaufen müssen. Und deren Eltern sind keine Fußballprofi-Millionäre.
Was das Fortbestehen von Markleeberg betrifft: das ist ja noch die I-Pünktchen. Im Endeffekt hat Rasenball Sport keinen Verein umgeändert sondern sich de facto einen Startplatz in Liga 6 erkauft. Fair finde ich das nicht....

Wenn die den Verein komplett platt gemacht hätten, würdest Du es auch nicht besser finden - und ich auch nicht. So hat der Verein aber zumindest eine gewisse Zukunft, die er vielleicht so nicht gehabt hätte.
Die kaufen ganze Jugendmannschaften, um a) die Lizenz zu bekommen und b) sich als jugendförderer zu vermarkten. Mit ernsthafter, jahrerlanger Kleinarbeit um junge Spieler zu guten Fußballern zu machen (oder sie einfach von der Straße zu holen), hat das nichts zu tun.

Der Verein brauchte eine Basis, die hat er sich so geschaffen. Und? Ist ja nicht so, dass man die Jungs nicht spielen lässt. Sie machen nichts anderes als vorher, nur für einen anderen Verein. Es gab etwas ähnliches auch in den 90er Jahren in Erfurt: ein Verein verschenkte förmlich eine Kindermannschaft an einen anderen Verein. Dieser nahm diese als Basis für seine Zukunft. Zwischendurch fusionierte der Verein mit einem anderen, der eine Klasse höher spielte. Dabei ging es vordergründig nicht um die recht guten Spieler sondern eher um den Startplatz. So ist das nun mal.
Unser Club betreibt -trotz finanzieller Sorgen - seit Jahrzehnten Nachwuchsarbeit auf höchstem Niveau. Rasenball Sport hat für den Erhalt der Lizenz Nachwuchsmannschaften aufzeigen müssen. Da man keine hatte (woher auch, den Verein gab es ja nicht), hat man sich einfach welche gekauft

Stimmt, es wäre besser für die Jungs gewesen, wenn man den Dorfverein platt gemacht hätte und die kompletten Nachwuchsteams gleich mit.


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Beitragvon Edden » Donnerstag 29. März 2012, 09:47

Michael hat geschrieben:
ich finde es höchst unfair gegenüber zigtausenden kleinen vereinen ,die über jahre dafür kämpfen von der 12 in die 6 liga aufzusteigen... wenn die dann sehen dass man sich die 6 liga einfach kaufen kann.

Unfair? Auf dieser Welt regiert das geld und nicht Fairness.


Nun das mag so sein. Du kannst dich damit zufrieden geben und freuen. Oder du kannst versuchen die Welt ein wenig fairer zu machen...

Michael hat geschrieben:Warum sollte sich ein Unternehmen oder ein Privatmann einen Zwölftligisten kaufen wenn er auch höherklassige haben kann?


Weil es eben fairer wäre. Dass es überhaupt möglich ist einen 6. Ligisten zu kaufen, halte ich für einen absoluten Wahnsinn in den DFB Regularien.

Michael hat geschrieben:Unfair finde ich z.B. eher, dass Sportartikelhersteller ihre Schuhe und Trikots potenten Vereinen kostenlos oder kostengünstig bereitstellen während die kleinen Vereine um Geld für Trikots betteln müssen und die Kinder die Schuhe für 50 Euro kaufen müssen. Und deren Eltern sind keine Fußballprofi-Millionäre.


Mag sein. Du kannst noch tausend andere unfaire Sachen aufzählen. Das macht das Vorgehen von Rasenball Sport aber auch nicht wett.

Michael hat geschrieben:Wenn die den Verein komplett platt gemacht hätten, würdest Du es auch nicht besser finden - und ich auch nicht. So hat der Verein aber zumindest eine gewisse Zukunft, die er vielleicht so nicht gehabt hätte.


Das hast du recht. Wäre aber Markleeberg von der Fußballkarte verschwunden, hätte das zumindest eine gewisse Logik gehabt. So hat sich Rasenball Sport einfach mal einen Startplatz in Liga 6 erkauft.

Michael hat geschrieben:Der Verein brauchte eine Basis, die hat er sich so geschaffen. Und?

Wieso schafft sich der Verein eine Basis auf Kosten anderer Vereine. Wieso betreibt Rasenball Sport nicht erst einmal jahrelange Jugendarbeit bevor sie eine Mannschaft stellen? Richtig! Weil es nur um Profit geht! Man will so schnell wie möglich in die Bundesliga. Nachdem der Trick mit Markleerberg gelang, stand man nun vor dem Problem dass man eine Jugendmannschaft braucht, um die Lizenz zu bekommen.
Also schwupps wird eine gekauft. Halt einfach nur Mittel zum Zweck (Lizenz). Mit ehrlicher regionaler Verbundheit hat das nichts zu tun.

Michael hat geschrieben: Ist ja nicht so, dass man die Jungs nicht spielen lässt.


Nein, aber wenn keien Leistung kommt, behandelt man sie wie Dreck. Das ist keine Jugendförderung.

Michael hat geschrieben: Sie machen nichts anderes als vorher, nur für einen anderen Verein.


Stimmt. und was ist mit dem eigentlichen Verein. Interessiert keinen. Rasenball Sport hat ja Geld.

Michael hat geschrieben:Es gab etwas ähnliches auch in den 90er Jahren in Erfurt: ein Verein verschenkte förmlich eine Kindermannschaft an einen anderen Verein.


Nun in der KReisliga gibt es ständig Fusionen, Zusammenlegungen und ähnliches. Meist ist es das Ziel den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten und die Mannschaften intakt zu halten. So können die Jungs "dran bleiben" und landen nicht auf der Straße.
Das hat aber nun gar nichts mit dem Vorgehen von Rasenball Sport zu tun. Die Jugendmannschaften, welche Rasenball Sport aufgekauft hat, hätten locker im nächsten Jahr für ihren alten Verein ganz normal weiter spielen können.


anonymer Gast

Beitragvon anonymer Gast » Donnerstag 29. März 2012, 10:40

Was das Fortbestehen von Markleeberg betrifft


Bitte nicht Markkleeberg mit Makranstädt verwechseln. Makranstädt wird übrigens so gut wie sicher in die Oberliga zurückkehren.

Wenn du aber einen 6. Ligaverein aufkaufst, ihn umbennennst, den Spielort wechselst, die Farben wechselst -also ihn komplett neu gründest


Das Einheimsen von Startplätzen hat in Leipzig Tradition.
Der Traditionsverein FC Sachsen, der ein kurze Zeit Grün-Weiß hieß, nahm den Startplatz von Chemie Böhlen ein.
Der Traditionsverein LOK übersprang auch ein paar Spieljahre und Spielklassen indem er mit Torgau "fusionierte".
Die vom ehemaligen FC Sachsen abgespaltenen "Diablos" und selbsternannten Gralshüter der Leutscher Fußballtradition mogelten sich durch die Übernahme des Startrechts von Blau-Weiß Leipzig in die Verbandsliga.(Wo sie sich mit der FC Sachsen Nachfolger SG Leipzig Leutsch eine Art Konfessionskrieg liefern)

Der Fußballwahnsinn in dieser Stadt geht noch viel weil weiter, das ist aber eine andere Geschichte.

Man kann Rasenball Sport vieles zu Recht vorwerfen, aber diesbezüglich passte man sich nur der Leipziger Fußballrealität an.

Mal ehrlich, was die Traditionvereine vollbracht haben sind mehrfache Insolvenzen, ausufernde Rivalität (man kann schon Bandenkriege dazu sagen, extreme Politisierung der Fanszenen). Vielleicht wird Rasenball Sport deshalb angenommen. Ich denke und hoffe, in anderen Städten hätte man es schwerer gehabt.
Ich hoffe, daß man in Österreich bald die Lust an Rasenball Sport Leipzig verliert und vielleicht in Probstheida und/oder Leutsch wieder vernünftiger Fussball gespielt wird.


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Michael
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Beitragvon Michael » Donnerstag 29. März 2012, 10:55

So, jetzt haben wir beide unseren Standpunkt mehr oder weniger in einem Thema erörtert, welches mit 'unserem' Thema nicht viel zu tun hat. Ich würde mal sagen wir belassen es dabei, jeder hat seine Sicht dargelegt - und gut. Kontroverses Thema mit vielen Sichtweisen, es war für mich sehr interessant mit Dir. Und zu Deinem Kommentar über die Geschichte von Vereinen in der DDR (Interessant. Weißt du wo ich mehr über solche Geschichten nachlesen kann?): Das können wir ja privat besprechen. Ich teile gern Wissen und auch Quellen.


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Christian
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Beitragvon Christian » Donnerstag 29. März 2012, 18:23

Flaschendeckel und auch Edden haben meine Sichtweise schon dargelegt, frage mich echt, wie man sowas abartiges noch schön reden will?

@SGD66, die choreo ist ziemlich scheiße, sorry meine Meinung. Ne große Bauplane übern K-Block sehr creativ wirklich troest aber nicht anders zu erwarte von selbstverliebten sachsen

zu dir christian, ich bin ja deiner meinung finde aber die diskusion über Rasenball Sport immer ziemlich heuchlerisch, denn wo ist der unterschied zu anderen vereinen. ich nehme mal das beispiel SGD.

- zuerst war der DSC, verein mit einer ausergewöhnlichen tradition
- der verein wurde zerschlagen, spieler mussten über die grenze abhauen zum teil nach heidelberg und es kam der
Vopo-verein jetz SGD oder für unsere Dynamo fans im forum vopoverein und drei vier jahre später umbenannt in dynam blablabla
- der verein existiert immer noch und wurde bisher auf dubiose weiser und einem hang zur wettbewerbsverzerrung von externen, der stadt und Hauptsponsor+fans finanziert
- Rasenball Sport die gleiche geschichte nur der heutigen zeit angepasst

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Sehr interessant und neu für mich, auch die Geschichte um die anderen Leipziger Vereine :klasse:

Ändert nichts an Bull Shit. Künstliches Produkt nur zum Werbezwecke. Bisher ist es wohl so, dass man bei diesem Dreck nicht mal Mitglied werden kann. Wenn die in die 2.Liga wollen, müssen sie einiges ändern, denn so gibt es normal nur mit einem Geldkoffer ne Lizenz!

Gut, Bayer kann ich sowieso nicht leiden, aber ich muss auch zugeben, dass ich mir mal eingebildet hatte, dass die sich als Werksverein gegründet hatten :augenrollen:

Aber Michael ist da nicht die Ausnahme. Heute finden doch alle alles toll, Hauptsache es wird toller Fußball gespielt, selbst wenn der Verein 1.FC Hure hieße!

Ich hoffe, dass diese Brause irgendwann den Bach runter läuft und dann die Stadiontore wieder geschlossen werden.....die Hoffnung stirbt wieder mal zuletzt, aber sie stirbt :teufel:


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Beitragvon Michael » Donnerstag 29. März 2012, 20:16

Flaschendeckel und auch Edden haben meine Sichtweise schon dargelegt, frage mich echt, wie man sowas abartiges noch schön reden will?

Unser Balkon ruft :lachen:
Aber Michael ist da nicht die Ausnahme. Heute finden doch alle alles toll, ...

Das ich irgendwas toll finde hab ich nicht geschrieben. Es ist mir einfach egal, was da passiert. Ich habe nur dargelegt, dass ich daran nichts 'ekeliges' entdecken kann und es auch nicht verwerflich finde. Man hat die Möglichkeiten und nutzte diese aus - Punkt. Das Geschrei darum ist derzeit groß, wie damals mit Braunschweig, die die Trikot-Werbung erfanden. In 20 oder 30 Jahren wird sowas normal sein und kein Hahn kräht danach. Das ist wohl leider die Realität. Der Siemens FC Rot-Weiß spielt gegen den Jenoptik FC Carl Zeiss und das ganze im Opel-Oval in der Telekom League.


Wer heute aufgibt, weiß nicht ob er es morgen doch geschafft hätte.
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Beitragvon anonymer Gast » Freitag 30. März 2012, 10:59

Sehr interessant und neu für mich, auch die Geschichte um die anderen Leipziger Vereine :klasse:

Gab es im Westen übrigens auch schon:
Die traditionsreich Sielvereinigung Fürth ging mit Vestenberggreuth ins Bett oder eben SC Paderborn mit Neuhaus, glaube ich.

Das Geschrei darum ist derzeit groß, wie damals mit Braunschweig, die die Trikot-Werbung erfanden.


Erinnert mich an die Namensrechte der heutigen Arenen. Was war das für ein Geschrei als der Volkspark zur AOL-Arena wurde. Gegen Trikotwerbung hat wohl gar keiner etwas und mit den Namensrechten-na ja.

Ändert nichts an Bull Shit. Künstliches Produkt nur zum Werbezwecke. Bisher ist es wohl so, dass man bei diesem Dreck nicht mal Mitglied werden kann.

Es gab mal eine Zeit da wurde TEBE regelrecht gemobbt, obwohl eine gewisse Tradition vorhanden war und ist. Bei Herrn Hopp behaupte ich mal wenn er den Waldhof wieder hoch gebracht hätte, wäre er gefeiert worden.
Die Grenzen der Fans verschieben sich mit der Zeit, meine ist bei Rasenball Sport Leipzig überschritten. Rasenball Sport hatte ja schon bei einigen Vereinen, u.a. in Leutsch, versucht einzusteigen.
Die Herren Withe, Hopp und Mateschitz können von mir aus gern beim RWE Sponsoren werden solange die Vereinstruktur, der Name, die Vereinfarben und der Spielort die alten bleiben und der Verein eben nicht Teil eines Konzerns wird. Dann wüde ich meine Mitgliedskarte zerschneiden.


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Beitragvon Christian » Freitag 30. März 2012, 14:53

In 20 oder 30 Jahren wird sowas normal sein und kein Hahn kräht danach.


Das befürchte ich auch.

Auf der anderen Seite besteht die Hoffnung, dass dieses Produkt sich wieder erledigt. Helfen würde in Leipzig nur der Aufstieg einer Mannschaft wie Lok, jemand der nachzieht. Allerdings sind die Möglichkeiten dazu nicht da oder man hat sie Jahre lang nicht genutzt.

Widerstand hat dieses Produkt allerdings von Anfang an und das nicht nur in der Stadt Leipzig. Wird diesem Dreck stets mit blankem Hass entgegen gewirkt, vergeht vielleicht einigen die Lust und sie schlagen Ihre Zelte als Bull Shit Rom oder so neu auf.


anonymer Gast

Beitragvon anonymer Gast » Samstag 31. März 2012, 08:03

Wird diesem Dreck stets mit blankem Hass entgegen gewirkt, vergeht vielleicht einigen die Lust und sie schlagen Ihre Zelte als Bull Shit Rom oder so neu auf.


Wird nicht funktionieren. Erstmal gewöhnt sich der Mensch mit der Zeit an alles. Und dann Wird Rasenball Sport Leipzig nicht allein bleiben. Leider.


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Beitragvon Professor Frink » Dienstag 24. April 2012, 23:09

Wollte auch mal ein Video posten, was mir vom Inhalt und der Machart gefällt.
Ist ein Video vom Viertefinalspiel des ukrainischen Pokals zwischen Karpaty Lviv und Chernomorets Odessa vom 11.04.2012.
Vielleicht macht es euch ja auch etwas Freude. Aber ich vermute nicht jedem.

Zuletzt geändert von Professor Frink am Dienstag 24. April 2012, 23:09, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitragvon Christian » Mittwoch 25. April 2012, 19:33

:klasse:




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