Das Steigerwaldstadion verändert sich....

Papa
Beiträge: 2457
Registriert: Montag 17. Oktober 2011, 20:28
Titel: Papa
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitragvon Papa » Samstag 4. Februar 2012, 12:09

Gast hat geschrieben:
die Rechnung würde ja unterstellen, dass das neue Stadion keinen Unterhalt kostet...


Was hat das mit dem Unterhalt zu tun ? Das jetzige Stadion kostet wohl keinen Unterhalt ?
Es ist bereits mit mehreren Studien nachgewiesen worden, dass eine umgebaute Arena in den Unterhaltskosten sogar sinkt gegenüber der jetzigen Situation.

Michael hat geschrieben:Du kannst so etwas nicht Planen ohne die Infrastruktur zu verändern. Punkt. Eine Messe ohne die Parkplätze? Nicht vorstellbar. Das hat rein garnichts damit zu tun, wie das Zuschaueraufkommen dann in Wirklichkeit aussieht. Du kannst ja auch nicht den Brandschutz außen vor lassen mit dem Hiinweis, dass es ja nie Brennen wird.
Für mich ist das pure Heuchelei, wenn jetzt hier auf den Infrastruktur-Maßnahmen rumgeritten wird. Die gleichen Leute, die da jetzt mahnend mit dem Zeigefinger rumrennen, haben fast 20 Jahre lang Zeit gehabt, die Infrastruktur rund um das Steigerwaldstadion in Ordnung zu bringen. Und das zu Zeiten , als noch Fördergelder sprudelten, wie eine frisch angezapfte Ölquelle. Aber damals hat sich keine S** dafür interessiert obwohl Veranstaltungen im SWS stattfanden, wo, mehr als das 4-fache des Schnittes von RWE-Spielen generiert worden sind (z.Bsp Bon Jovi 1996 mit 45000 Leuten). Jetzt, wo der politische Mitbewerber die Initiative ergriffen hat, bekommt das auf einmal übergroßes Gewicht. Lächerlich so etwas. 8000 Leute im neuen Stadion verursachen kein größeres Chaos als 8000 Leute im alten Stadion.
Zuletzt geändert von Papa am Samstag 4. Februar 2012, 12:09, insgesamt 1-mal geändert.


Einige Menschen halten mich für arrogant. Ich frage mich, woher die das wissen wollen. Ich rede ja nicht einmal mit denen.

Norgederzufaulistzumanmelden

Beitragvon Norgederzufaulistzumanmelden » Samstag 4. Februar 2012, 12:55

danke Paps


Benutzeravatar
Christian
Beiträge: 29742
Registriert: Freitag 31. Januar 2003, 20:32
Titel: Hard with Style
Wohnort: Arnstadt
Kontaktdaten:

Beitragvon Christian » Samstag 4. Februar 2012, 13:37

Mit aller Macht dieses Stadion und am Ende wird wieder nur rumgeheult weil stümperhaft geplant wurde.


Wieso mit aller Macht? Es gibt ein Konzept, was für die, die es gemacht haben, schlüssig ist und dann gibt es die andere Seite, die keinen Plan hat, aber das Maul aufmacht?

Wie gesagt: Wenn das Konzept nicht aufgeht, dann kann ja jemand die politische Verantwortung übernehmen. So wie bei Theater, Oper oder sonstiger Kultur auch, wo nur Defizite vorliegen.

Hier besteht scheinbar die Chance, etwas für Sport, Kultur und Sonstiges zu tun und es wird von denen gelabert, die nicht mal im Bilde sind und deren Kritik auf was beruht, auf Vermutungen?

In halb Deutschland werden Stadien gebaut und selbst bei den genannten, wenigen, Ausnahmen, wo das Konzept nicht aufging (wohl gemerkt, reden wir da eigentlich nur von reinen Fußballstadien) hört man nicht so viel Rumgeheulte, wie hier vor dem Bau.

Man könnte auch sagen, dass ist Erfurt-typisch. Als wir in der 2.Liga waren, waren alle schon immer Rot-Weiß Erfurt-Fan und haben schon immer an den Verein geglaubt, ein Jahr später war der Verein der letzte Dreck. So dürfte es auch hier sein: Steht das Stadion in der Kritik, mischt man mit, wenn es ein Erfolg wird, werden sich die Kritiker (hier sicher auch die Politiker) für den Erfolg feiern lassen....


Benutzeravatar
Herr Lynch
Beiträge: 1772
Registriert: Dienstag 2. Mai 2006, 14:51
Wohnort: Erfurt-Mitte

Beitragvon Herr Lynch » Samstag 4. Februar 2012, 17:47

Perfekt auf den Punkt gebracht.


"Das Moralische zielt darauf ab, bewundert zu werden, und ist deshalb eine Form des Egoismus."
Peter-Andrè Alt

Gast

Beitragvon Gast » Sonntag 5. Februar 2012, 08:49

:klasse:
Webtroll Christian hat geschrieben:
Mit aller Macht dieses Stadion und am Ende wird wieder nur rumgeheult weil stümperhaft geplant wurde.


Wieso mit aller Macht? Es gibt ein Konzept, was für die, die es gemacht haben, schlüssig ist und dann gibt es die andere Seite, die keinen Plan hat, aber das Maul aufmacht?

Wie gesagt: Wenn das Konzept nicht aufgeht, dann kann ja jemand die politische Verantwortung übernehmen. So wie bei Theater, Oper oder sonstiger Kultur auch, wo nur Defizite vorliegen.

Hier besteht scheinbar die Chance, etwas für Sport, Kultur und Sonstiges zu tun und es wird von denen gelabert, die nicht mal im Bilde sind und deren Kritik auf was beruht, auf Vermutungen?

In halb Deutschland werden Stadien gebaut und selbst bei den genannten, wenigen, Ausnahmen, wo das Konzept nicht aufging (wohl gemerkt, reden wir da eigentlich nur von reinen Fußballstadien) hört man nicht so viel Rumgeheulte, wie hier vor dem Bau.

Man könnte auch sagen, dass ist Erfurt-typisch. Als wir in der 2.Liga waren, waren alle schon immer Rot-Weiß Erfurt-Fan und haben schon immer an den Verein geglaubt, ein Jahr später war der Verein der letzte Dreck. So dürfte es auch hier sein: Steht das Stadion in der Kritik, mischt man mit, wenn es ein Erfolg wird, werden sich die Kritiker (hier sicher auch die Politiker) für den Erfolg feiern lassen....


Benutzeravatar
jette
Beiträge: 962
Registriert: Donnerstag 10. November 2011, 13:29
Titel: Kein Titel
Wohnort: Elbflorenz

Beitragvon jette » Sonntag 5. Februar 2012, 09:03

Webtroll Christian hat geschrieben:Wieso mit aller Macht? Es gibt ein Konzept, was für die, die es gemacht haben, schlüssig ist und dann gibt es die andere Seite, die keinen Plan hat, aber das Maul aufmacht?

Falsch. Schon bevor jeder Einzelne von uns etwas davon hörte gabs selbst in den Reihen der SPD einen riesen Aufruhr. Ich behaupte jetzt mal DU weißt das. Und dieses "Konzept" stinkt zum Himmel weil es nie im Leben aufgeht. Nenn mir ein Stadion, dessen Veranstaltungskalender mit dem Unsrigen mithalten kann. Und bitte keine Sinnlosvergleiche. Schon Mainz mit Erfurt zu vergleichen war ein Witz. Und das ist nur ein Punkt.

Versteh mich nicht falsch. Ich bin auch für ein "Update" des SWS. Nur sollte alles schlüssig sein und nicht auf wackligen Beinen stehen. Das sich das jetzt als perfektes Wahlthema ausbauen lässt ist vollkommen normal. Politiker! Die SPD will das ... ist klar,dass die CDU was dagegen hat.

Webtroll Christian hat geschrieben:Wie gesagt: Wenn das Konzept nicht aufgeht, dann kann ja jemand die politische Verantwortung übernehmen. So wie bei Theater, Oper oder sonstiger Kultur auch, wo nur Defizite vorliegen.

Bissel einfach oder? Aber aus Sicht eines Fußballfans vollkommen normal. Erstmal das Stadion haben danach kann einem ja alles egal sein. Zumal der FC RWE eh dann nur Mieter ist und keine Verantwortung übernehmen muss. Von daher haste recht... Was stellt sich die CDU nur so an? :cool:

Und mal nebenbei:
Weißt du was ich als richtiges schlagkräftiges Argument sehen würde, wenn sich sportlich mal was tun würde! Wenn die Mannschaft endlich mal in Pötte kommt. Wenn nicht nur ständig vom Aufstieg geredet werden würde sondern endlich mal Taten folgen, so dass der Druck steigt. Das sie zeigen warum sie dieses Stadion brauchen. DAS wäre ein Zeichen! Bis dato sieht ein Großteil der Erfurter doch nur eine 3. Ligamannschaft mit einer mäßigen Bilanz, geringen Zuschauerzahlen und welche Frage wird da oft gestellt? "Wozu wollen die ein neues Stadion?" Wie oft habe ich diese Frage schon gehört? :sehrtraurig: Zu oft. Und das Ammenmärchen "mit dem neuen Stadion wird alles besser" muss mir jetzt keiner mehr erzählen. an den Weihnachtsmann glaub ich auch nicht mehr. Ich klink mich jetzt aus dieser Diskussion aus. Schönen Sonntag noch...


unis de cœur
Benutzeravatar
Christian
Beiträge: 29742
Registriert: Freitag 31. Januar 2003, 20:32
Titel: Hard with Style
Wohnort: Arnstadt
Kontaktdaten:

Beitragvon Christian » Sonntag 5. Februar 2012, 11:29

Schon Mainz mit Erfurt zu vergleichen war ein Witz. Und das ist nur ein Punkt.


Finde ich auch. Von Mainz aus erreicht man mühelos weitere Großstädte, während man da von unserer Landeshauptstadt größere "Probleme" hat.

Von daher: Zwischen Mainz und Erfurt liegen Welten.......zu Gunsten von Erfurt!

Nenn mir ein Stadion, dessen Veranstaltungskalender mit dem Unsrigen mithalten kann


Du kennst den Veranstaltungskalender und dessen Machbarkeit? Nicht schlecht......dann behaupte ich: Ich kenne ihn auch und das klappt locker!

Bissel einfach oder? Aber aus Sicht eines Fußballfans vollkommen normal. Erstmal das Stadion haben danach kann einem ja alles egal sein. Zumal der FC RWE eh dann nur Mieter ist und keine Verantwortung übernehmen muss. Von daher haste recht... Was stellt sich die CDU nur so an?


Finde ich auch und das nicht nur als Fußball-Fan. Auch als Fan von Theater, Oper und weiterer Kultur ist es ein bissl einfach.

Und mal nebenbei:
Weißt du was ich als richtiges schlagkräftiges Argument sehen würde, wenn sich sportlich mal was tun würde! Wenn die Mannschaft endlich mal in Pötte kommt. Wenn nicht nur ständig vom Aufstieg geredet werden würde sondern endlich mal Taten folgen, so dass der Druck steigt. Das sie zeigen warum sie dieses Stadion brauchen. DAS wäre ein Zeichen! Bis dato sieht ein Großteil der Erfurter doch nur eine 3. Ligamannschaft mit einer mäßigen Bilanz, geringen Zuschauerzahlen und welche Frage wird da oft gestellt? "Wozu wollen die ein neues Stadion?"


Sportlich gebe ich Dir Recht. Für die 3.Liga reicht das Stadion locker. Aber weißt Du, welche Frage ich schon 100x gehört hab?

Für diese Toiletten, für die Bedingungen bei Wind und Wetter soll ich so viel Eintritt bezahlen.......und dann 100 Meter weit weg nichts erkennen? Und dann der Nachsatz: "Von mir aus kann das 5 Euro mehr kosten, aber so zieht es mich da nicht allzu oft hin!"

Ich glaube, nein ich weiß, dass die Zuschauerzahlen danach stark steigen, die Stimmung sich stark verbessert, das weitere Werbung für den Verein sein kann, dass die Sponsorenzahlungen sich erhöhen und das mit dem Stadion die Grundlage geschaffen wird, dass Erfurt den nächsten Schritt.....in die 2.Liga.....macht.

Sind die Rahmenbedingungen geschaffen und es klappt nicht, dann lag es nicht an den Rahmenbedingungen. Aber ohne Rahmenbedigungen fehlt schon mal die Grundlage und der Aufstieg wäre nur auf Grundlage von einer Sache zu schaffen: Glück!

- glückliches Händchen beim Trainer
- glückliches Händchen bei den "Schnäpcheneinkäufen"
- Glück, dass die Konkurrenz, die wesentlich bessere Rahmenbedingungen hat (Stichwort hier nicht nur das bessere Stadion, sondern auch Geldgeber, was wir nur durch MEHR Fans und bessere Vermarktungsmöglichkeiten mit dem neuen Stadion halbwegs ausgleichen könnten), schwächelt

Von daher: Neues Stadion her.....aber zack, zack.......und überhaupt: Wenn wir jetzt nicht mal dran sind, wann dann? Und das bei den Fördermitteln, die es dann nicht mehr gibt und die bei anderen Projekten, wo man Geld bis zum Anschlag reinstopft, keine Rolle spielen.....?

Ich frage mich ernsthaft, was es überhaupt noch zu besprechen gibt? Lasst die Bagger sprechen!
Zuletzt geändert von Christian am Sonntag 5. Februar 2012, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.


Papa
Beiträge: 2457
Registriert: Montag 17. Oktober 2011, 20:28
Titel: Papa
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitragvon Papa » Sonntag 5. Februar 2012, 12:30

@Christian :klasse:

Eine Ergänzung vielleicht. Es wird ja so diskutiert, dass man meinen könnte, dass der Neubau des Stadions ausschließlich für RWE eine WIN-Situation schaffen könnte. Das ist aber nicht der Fall. Was gerne immer irgendwie verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass eine Teilrenovierung dieses Stadions (wie immer die auch aussehen könnte) mindestens 10 Millionen kostet, die die Stadt aktuell nicht hat, demnächst nicht hat und voraussichtöich in den nächsten 10 jahren nicht haben wird. Das Stadion wird ein Millionengrab (die Unterhaltungskosten pro Jahr belaufen sich auf über mehr als 1,5 Millionen), egal ob da jemand drin spielt oder nicht. Und jeder der mit offenen Augen durchs Land geht, weiß, dass dann auch bald der einzige Mieter dieser Immobilie nicht mehr in der Lage sein wird, Miete zu zahlen. Dann hat die Stadt ein Problem. Aber genau das wissen auch die Jungs, die jetzt das gesamte Konzept in die Tonne treten wollen und deswegen wird auch gebaut werden. Es braucht halt auch ein paar gute Marketingleute, die das Konzept mit Leben füllen. Aber die gibt es ;-)


Einige Menschen halten mich für arrogant. Ich frage mich, woher die das wissen wollen. Ich rede ja nicht einmal mit denen.
Benutzeravatar
RWE-Fan-Martin
Beiträge: 2323
Registriert: Dienstag 11. Mai 2004, 20:04
Titel: Kein Titel
Wohnort: FFM

Beitragvon RWE-Fan-Martin » Sonntag 5. Februar 2012, 13:13

Ein weiteres Problem ist doch, dass ausschließlich durch den RWE Werbung für die Sache betrieben wird. Wieso vertritt die Stadt nicht ein eigenes Konzept und wirbt dafür, Multifunktion, Konzerte etc? Oder gibt es so etwas bereits? Klar das der gemeine Nicht-Fan nix für ein derartiges Projekt übrig hat wenn es NUR durch den ortsansässigen Fußballverein beworben wird...


---MainFighterCrew---
FedorFreytag
Beiträge: 158
Registriert: Montag 28. November 2011, 17:24

Beitragvon FedorFreytag » Sonntag 5. Februar 2012, 15:45

Bei der Debatte um vorgebliche Infrastrukturdefizite handelt es sich um ein Phantomproblem. Bezüglich der Zuschauerzahlen der RWE-Heimspiele gehen realistische Planungen von durchschnittlich ca. 9.000 (3.Liga) bzw. ca.15.000 Zuschauern (2.Liga) aus. Im Falle der 3.Liga sind das 3.000 weniger als der Schnitt in der Zweitligasaison 2004/2005. In jeder Liga wird die Obergrenze für Topspiele bei 21.000 Besuchern liegen, denn dies wird das maximale Fassunsgvermögen der neuen Arena sein. Das ist um 1.500 Zuschauer geringer als das bestbesuchte Heimspiel des RWE in der letzten Dekade (Pokal 2008/2009 gegen Bayern München, 22.500 Zuschauer). Von keinem der top-besuchten Spiele sind Verkehrsprobleme bekannt, die nennenswert über das hinausgehen, was jeder Besucher einer Großveranstaltung in diesem Teil der Welt in Kauf zu nehmen bereit ist. Es ist nämlich normal (wenn ich mich entschließe, eine Veranstaltung gemeinsam mit 20.000 anderen Menschen zu besuchen) auch mal 45 Minuten im Stau zu stehen, bis ich die nächste Autobahn erreicht habe.

Klar, ein neues Parkhaus (z.B. vor der Thüringenhalle) wäre ein Gewinn für den Individualverkehr, auch als P+R-Einstiegspunkt für andere Verkehrsspitzen der Stadt (wie z.B. dem Verkehr während der Weihnachtszeit). Doch daran die Zustimmung für den Umbau des Stadions zu knüpfen ist dreiste Heuchelei. Hätte dieses Kriterium bereits für die Messe Erfurt gegolten, sie hätte erst 2005 eröffnet werden dürfen, denn bis dahin war die Parkplatzsituation bei Großveranstaltungen katastrophal - für Besucher genauso wie für die Anlieger.

Auf der anderen Seite wird über einen großen Pluspunkt den die Lage des Erfurter Stadions aufweist so gut wie gar nicht diskutiert: das Stadion liegt zwischen zwei Straßenbahnlinien. Ein großer Anteil der Besucher der Allianz-Arena nimmt einen Fußmarsch von ca. 25 Minuten zwischen U-Bahn und Arena auf sich, während in Erfurt die Distanz von einer stadionnahen Haltestelle zum Eingang maximal 5 Minuten beträgt. Das ist hochkomfortabel. Dieser infrastrukturelle Vorteil wird derzeit viel zu wenig verwertet. Ohne auch nur einen Meter Straße bauen zu müssen, liegt hier ein großes Potential für die Reduzierung des Autoverkehrs. Es müsste nur offensiv beworben werden, finanziell lukrativ sein (Fahrtkosten im Ticketpreis enthalten) und durch eine kürzere Taktung der Bahnen (vor allem nach Ende der Spiele) zeitlich attraktiv sein.

Überdies: Die 25 Minuten Münchner Stadionweg entsprechen in etwa dem Weg vom Erfurter Bahnhof zum Stadion - soll heißen: auch für die außerstädtische Anreise gibt es ausreichend Potentiale zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Zuletzt geändert von FedorFreytag am Sonntag 5. Februar 2012, 15:45, insgesamt 3-mal geändert.


Papa
Beiträge: 2457
Registriert: Montag 17. Oktober 2011, 20:28
Titel: Papa
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitragvon Papa » Sonntag 5. Februar 2012, 16:26

FedorFreytag hat geschrieben:Bei der Debatte um vorgebliche Infrastrukturdefizite handelt es sich um ein Phantomproblem. Bezüglich der Zuschauerzahlen der RWE-Heimspiele gehen realistische Planungen von durchschnittlich ca. 9.000 (3.Liga) bzw. ca.15.000 Zuschauern (2.Liga) aus. Im Falle der 3.Liga sind das 3.000 weniger als der Schnitt in der Zweitligasaison 2004/2005. In jeder Liga wird die Obergrenze für Topspiele bei 21.000 Besuchern liegen, denn dies wird das maximale Fassunsgvermögen der neuen Arena sein. Das ist um 1.500 Zuschauer geringer als das bestbesuchte Heimspiel des RWE in der letzten Dekade (Pokal 2008/2009 gegen Bayern München, 22.500 Zuschauer). Von keinem der top-besuchten Spiele sind Verkehrsprobleme bekannt, die nennenswert über das hinausgehen, was jeder Besucher einer Großveranstaltung in diesem Teil der Welt in Kauf zu nehmen bereit ist. Es ist nämlich normal (wenn ich mich entschließe, eine Veranstaltung gemeinsam mit 20.000 anderen Menschen zu besuchen) auch mal 45 Minuten im Stau zu stehen, bis ich die nächste Autobahn erreicht habe.

Klar, ein neues Parkhaus (z.B. vor der Thüringenhalle) wäre ein Gewinn für den Individualverkehr, auch als P+R-Einstiegspunkt für andere Verkehrsspitzen der Stadt (wie z.B. dem Verkehr während der Weihnachtszeit). Doch daran die Zustimmung für den Umbau des Stadions zu knüpfen ist dreiste Heuchelei. Hätte dieses Kriterium bereits für die Messe Erfurt gegolten, sie hätte erst 2005 eröffnet werden dürfen, denn bis dahin war die Parkplatzsituation bei Großveranstaltungen katastrophal - für Besucher genauso wie für die Anlieger.

Auf der anderen Seite wird über einen großen Pluspunkt den die Lage des Erfurter Stadions aufweist so gut wie gar nicht diskutiert: das Stadion liegt zwischen zwei Straßenbahnlinien. Ein großer Anteil der Besucher der Allianz-Arena nimmt einen Fußmarsch von ca. 25 Minuten zwischen U-Bahn und Arena auf sich, während in Erfurt die Distanz von einer stadionnahen Haltestelle zum Eingang maximal 5 Minuten beträgt. Das ist hochkomfortabel. Dieser infrastrukturelle Vorteil wird derzeit viel zu wenig verwertet. Ohne auch nur einen Meter Straße bauen zu müssen, liegt hier ein großes Potential für die Reduzierung des Autoverkehrs. Es müsste nur offensiv beworben werden, finanziell lukrativ sein (Fahrtkosten im Ticketpreis enthalten) und durch eine kürzere Taktung der Bahnen (vor allem nach Ende der Spiele) zeitlich attraktiv sein.

Überdies: Die 25 Minuten Münchner Stadionweg entsprechen in etwa dem Weg vom Erfurter Bahnhof zum Stadion - soll heißen: auch für die außerstädtische Anreise gibt es ausreichend Potentiale zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.


:klasse: Wie schon gesagt, auch als Grönemeier oder Bon Jovi spielten, (vor mehr als 40000) im SWS gab es keine Probleme. Hier wird etwas künstlich hochgezüchtet. Viel wichtiger ist es endlich ein besseres konzept mit der EVAG - Tochter der STADT ERFURT - auszuarbeiten. Das dürfte doch kein Problem sein.
Allerdings wette ich, dass gegen den Bebauungsplan geklagt werden wird und zwar aus dem Bereich MAN-Straße. Alles andere würde mich wundern....


Einige Menschen halten mich für arrogant. Ich frage mich, woher die das wissen wollen. Ich rede ja nicht einmal mit denen.
FedorFreytag
Beiträge: 158
Registriert: Montag 28. November 2011, 17:24

Beitragvon FedorFreytag » Sonntag 5. Februar 2012, 16:46

Wie schon gesagt, auch als Grönemeier oder Bon Jovi spielten, (vor mehr als 40000) im SWS gab es keine Probleme. Hier wird etwas künstlich hochgezüchtet. Viel wichtiger ist es endlich ein besseres konzept mit der EVAG - Tochter der STADT ERFURT - auszuarbeiten. Das dürfte doch kein Problem sein.
Allerdings wette ich, dass gegen den Bebauungsplan geklagt werden wird und zwar aus dem Bereich MAN-Straße. Alles andere würde mich wundern....


Über Grönemeyer und Bon Jovi habe ich nichts geschrieben, weil ich das nicht aus erster Hand (sprich: selbst) erlebt habe. Dies ist natürlich nochmal 'ne völlig andere Dimension als die bestenfalls 20.000 eines RWE-Spiels. Und Du hast recht, dass gegen den Bebauungsplan (so es denn einen geben wird) geklagt wird, ist mehr als wahrscheinlich. Die Wutbürger werden sehr wütend sein.
Zuletzt geändert von FedorFreytag am Sonntag 5. Februar 2012, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.


Benutzeravatar
jette
Beiträge: 962
Registriert: Donnerstag 10. November 2011, 13:29
Titel: Kein Titel
Wohnort: Elbflorenz

Beitragvon jette » Samstag 11. Februar 2012, 21:02

Nachdem Besuch der "neuen" alten Försterei am heutigen Tag muss ich doch wiedereinmal feststellen,dass so ein kleines Schmuckkästchen genau das Richtige für Erfurt wäre. Es wäre ein Traum. Also meiner. :liebe2: Reicht vollkommen und hat immer noch einen gewissen Charme.
Zuletzt geändert von jette am Samstag 11. Februar 2012, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.


unis de cœur
Gast #1

Beitragvon Gast #1 » Samstag 11. Februar 2012, 22:25

Und wenn man dann die :auslach2: Nunus so richtig schön mit 4:0 heimschickt, glänzt es sogar ein wenig in der Nachmittagssonne. :klatsch:


Benutzeravatar
Polarstern
Beiträge: 693
Registriert: Mittwoch 22. Dezember 2010, 05:56

Beitragvon Polarstern » Sonntag 12. Februar 2012, 14:04

Gast #1 hat geschrieben:Und wenn man dann die :auslach2: Nunus so richtig schön mit 4:0 heimschickt ....

Ein feines Schmankerl ; dazu noch Flake aus Herne :klatsch:
Zuletzt geändert von Polarstern am Sonntag 12. Februar 2012, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.


Benutzeravatar
Christian
Beiträge: 29742
Registriert: Freitag 31. Januar 2003, 20:32
Titel: Hard with Style
Wohnort: Arnstadt
Kontaktdaten:

Beitragvon Christian » Sonntag 12. Februar 2012, 17:44

Sagt mal in der TA letzte Woche stand irgendwas von "Erfurt nimmt bisher nur 375 Euro durch Bandenwerbung ein!".......soll das ein Witz sein oder raffe ich gerade was nicht?

Diese Summe würden wir doch schon zusammen bekommen, wenn wir hier über das Forum was sammeln........also nichts wie her mit der Bandenwerbung für !com.

Klärt mich mal einer auf? :augenrollen:


Benutzeravatar
stroh
Beiträge: 1693
Registriert: Samstag 30. September 2006, 09:07
Titel: Kein Titel
Wohnort: Mühlhausen
Kontaktdaten:

Beitragvon stroh » Sonntag 12. Februar 2012, 18:34

Da stand was von 375000 Euronen.


FedorFreytag
Beiträge: 158
Registriert: Montag 28. November 2011, 17:24

Beitragvon FedorFreytag » Sonntag 12. Februar 2012, 18:45

In der Printausgabe standen 375 Euro. Wohl am auch Anfang in der Online-Ausgabe. Das wurde dann auf 375.000 EUR korrigiert, vermutlich ein ebenso falscher Wert, denn für die neue Arena werden Zieleinnahmen (für die Bandenwerbung) von 180.000 genannt, die dann - spekulativ - als wahrscheinlich nicht erreichbar hinterfragt werden. Mit anderen Worten: Der Autor des Artikels weiß es nicht, oder sie sind zu blöd das Komma an der richtigen Stelle zu setzen.


Benutzeravatar
jette
Beiträge: 962
Registriert: Donnerstag 10. November 2011, 13:29
Titel: Kein Titel
Wohnort: Elbflorenz

Beitragvon jette » Dienstag 14. Februar 2012, 13:38



unis de cœur
VölligEgal

Beitragvon VölligEgal » Dienstag 14. Februar 2012, 15:10

VollkommenEgal hat geschrieben:... ein Schmankerl!

http://www.meinanzeiger.de/erfurt/polit ... 13175.html!


eher ein Schwank. Aber passt schon, vor allem in das Bild, was die Freien Wähler hier so bieten.
Da sollen Arbeitnehemer die HARTZ4-Zuschüsse bekommen in Zukunft auf die vergünstigten Tickets für Bus und Bahn verzichten und sich für 5 € ein Fahrrad kaufen, damit man damit zur Arbeit fährt.(O-Ton Freier Wähler-Stadtrat). Wie fast immer zeichnen sich die Freien Wähler auch hier also durch Unwissenheit aus, die mit einer gehörigen Portion chuzpe als Wissen verkauft wird :respekt:

Aber sie werden den positiven Endscheid Ende Februar nicht abändern können :cool:




Zurück zu „Der Verein“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste