Am morgigen Mittwochabend (18 Uhr) findet in der alten Parteischule die Außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Nach vielen Jahren haben wir Mitglieder endlich wieder eine Wahl. Eine Wahl, welcher Liste wir den Auftrag geben, unseren Verein in Führungspositionen zu lenken. Leider haben es beide Listen aus unterschiedlichsten Gründen verpasst, sich transparent und frühzeitig vorzustellen. Dies wurde ja wenigstens am Wochenende zum Teil nachgeholt. Danke an den Fanrat für das Engagement, denn ohne ihn wäre es wohl nicht dazu gekommen.

Der Insolvenzverwalter Volker Reinhardt drängte bereits im Vorfeld darauf, dass sich die drei gemeldeten Listen zu einer vereinigen. Warum eine Einigung zwischen den Listen erfolgen sollte, erschließt sich mir auch in diesem Fall nicht. Hat die letzte „Zwangsvereinigung“ doch klar gezeigt, welche Konsequenzen daraus folgen können. Wenn ich mir jetzt auch noch ansehe, welche Politik Liste 2 gemeinsam mit den „Journalisten“ der sonst hetzenden Springerpresse heute zum wiederholten Male betreiben, dann sage ich aus meiner Wahrnehmung ganz klar: Das wird dieser Liste eher schaden. Hatte Kästner bei der Inthronisierung Nowags nicht ein paar Sponsoren versprochen, die haufenweise Geld in den Verein stecken? Hat er nicht gesagt, alles würde besser? Ja, hat er. Was ist daraus geworden? Nichts! Jetzt macht er wieder großspurige Versprechungen, dass er einen „mittleren, sechstelligen Betrag pro Saison“ in den Verein investieren will, wenn seine Liste gewählt wird. Ja, und ich pudere mich morgens mit dem Klammersack und schwimme dann auf der Wurstsuppe zur Arbeit! Ihr merkt schon: Kästner ist für mich unwählbar. Nicht nur, weil er sich überhaupt nicht artikulieren kann und scheinbar glaubt, das Stimmvieh (wir Mitglieder!) mit solchen Versprechungen zu ködern. Nein, hauptsächlich ist er unwählbar, weil es unter seiner Verantwortung zur jetztigen Situation kam. Hätte er sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates ordentlich wahrgenommen, wären wir vermutlich nicht in dieser Situation. Hinzu kommt für mich auch der Fakt, sich über die sonst hetzende Springerpresse beim Wahlvolk anzubiedern. Diese produziert daraus wieder große Schlagzeilen („Neuer Machtkampf bei RWE!“), die den Verein als ganzes in ein schlechtes Licht zu rücken sollen. Wie kann man glaubhaft von einem #Neuanfang sprechen, wenn dann alte, verantwortliche Kader wieder in die Verantwortung gewählt werden? Aus meiner Sicht passt das nicht zusammen.

Es geht hier nicht (wie von der Springerpresse behauptet) um einen Machtkampf, der dem Verein schadet. Es geht darum, dass sich zwei Listen zur Wahl stellen. Zur Wahl um ein Amt, bei dem man sich auch ganz schnell die Finger verbrennen kann - soviel hat die Vergangenheit gezeigt. Während Liste 1 ein Konzept vorgestellt hat, beließ es Liste 2 für mich bei einer Personenvorstellung. Was beide Listen aber nicht nennen, ist die Personalie des Präsidenten bzw. der Präsidentin. Auch wenn diese/r - wie der Aufsichtsrat auch - derzeit nur repräsentative Aufgaben hat, solange das Insolvenzverfahren läuft, möchte ich schon klar wissen, wer der Kandidat bzw. die Kandidatin der jeweiligen Liste ist. Denn wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist, wird der Präsident den Verein für die restliche Amtszeit von drei Jahren führen. Deshalb sollten sich beide Listen in dieser Frage klar positionieren, denn ich denke nicht, dass wir Mitglieder die Katze im Sack kaufen wollen - so wie wir es bisher meist getan haben. Auch hier sollte ein #Neuanfang und damit ein Umdenken bei uns Mitgliedern stattfinden. An der Basis. Bei jedem einzelnen. Fragt nach. Seid kritisch. Glaubt nicht alles, was man euch verspricht.

Es dürfte also insgesamt ein spannender Abend werden. Macht bitte von eurem Stimmrecht gebrauch und geht wählen! Für unseren Verein.