Schnellstart:


34.Spieltag: FC Rot-Weiß Erfurt - SC Verl 3:0 (1:0)
Tore:
1:0 Wolf (22.)
2:0 Jabiri (76.)
3:0 Rockenbach (85.)

Zuschauer: 6915 (darunter 15 Männl im Gästeblock)
Ecken: 2:3
Karten: 3:2 (Wolf, Holst, Cinaz)

Erfurt spielte mit:
Orlishausen - Schnetzler (58. Nowak), Holst, Pohl, Heller - Wolf (65. Hauswald), Peßolat, Cinaz, Brückner - Rockenbach, Jabiri (83. Hampf)

Verl
Kalintas - Beck, Saur, Cinar, Rogowski - Hagedorn, Remmert, Pagano (78. Hop), Bamba, Mainka - N'diaye


Pflichtaufgabe erfüllt

(!com). Durch den klaren 3:0-Sieg waren nach dem Apfiff nicht nur die Rot-Weiß Fans erleichtert, auch den Spielern dürfte eine gehörige Last von den Schultern gefallen sein. Der Sieg war schlichtweg Pflicht, was anderes zählte gegen die bereits abgeschlagenen Verler im Heimspiel nicht und diese Erwartungshaltung stellte letztendlich die größte Hürde dar.

Verl stand von Beginn an gut und tief, machten geschickt die Räume eng und so fiel es den Rot-Weißen schwer, ihre Offensivabteilung gut in Szene zu setzen. So dauerte es auch bis zur 22. Minute, ehe Erfurt endlich mal durch eine Standardsituation Gefahr erzeugen konnte. Diese nutzten sie zur Freude der fast 7000 Zuschauer auch gleich. DaSilva brachte endlich mal nach einem Freistoß einen Ball hoch und gut in den Strafraum. Wolf sprang am höchsten und traf per Kopf zum 1:0.

Danach lief das Rot-Weiße Angriffsspiel etwas besser, da Verl sich ein bisschen mehr öffnen musste. Eine sich daraus entwickelnde Chance vergab Cinaz nur ganz knapp. Nach sehr schöner Vorarbeit von Brückner, er hatte sich auf seiner linken Seite gegen drei Gegenspieler durchgesetzt, traf Cinaz mit einem 16-Meter-Schuss aus zentraler Position nur den Pfosten (28.). Ebenso knapp setzte er einen direkten Freistoß aus 22 Metern in der 45. Minute über das Tor.

Auch in die zweite Hälfte startete Rot-Weiß mit einer guten Chance. DaSilva, von Brückner gut in Szene gesetzt, scheiterte mit einem Heber (50.). Die nächste Großchance vergab Cinaz, nachdem er eine flache Hereingabe von daSilva nicht richtig traf (64.). Von Verl war nicht viel zu sehen, zwei ganze Schüsse waren als Chancen im gesamten Spiel zu vermerken. Einmal in der 18. und einmal in der 57. Minute. Dennoch kam Mitte der zweiten Halbzeit Unsicherheit unter den Erfurtern auf. Sie ließen sich mehr und mehr hinten rein drängen. Man spürte mit einem mal die Angst vor einem möglichen Ausgleich. Erinnerungen an Babelsberg wurden wach. Aber, sie überstanden diese Phase, blieben gefährlich und lauerten auf Konter. Einen solchen fuhren die Erfurter in der 76. Minute über Peßolat und Brückner, welcher zum mitgelaufenen Jabiri legte. Dieser brauchte dann nurnoch ins leere Tor zum 2:0 einschieben. Auch Tor Nummer 3 entstand nach einem Konter. Dieser wurde auch über Brückner initiiert, über Hampf nach vorne getragen und konnte letztendlich von daSilva mit einem Schuss unter die Latte vollendet werden (85.). Zum Schluss hätte der eingewechselte Hampf noch erhöhen können, scheiterte aber an Verls Kalintas (87.).

Fazit
Die Höhe des Sieges täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Klar ist ein Drei zu Null eine eindeutige Sache, aber vor allem in Halbzeit zwei hatte man Phasenweise das Gefühl, dass dies hätte auch anders enden können. Die Offensivaktionen der Rot-Weißen waren lediglich bei den astrein vorgetragenen Kontern mit klarem Zug zum Tor, zuvor gab es gegen tief und dicht stehende Verler viele Unzulänglichkeiten und Fehlabspiele. Gegen ein solch destruktives Team zu spielen ist nunmal nicht sehr spaßig, weshalb das wichtigste an der Sache ist, dass die Pflichtaufgabe erfüllt ist und die drei Punkte eingetütet sind. So kann man beruhigter nach Magdeburg fahren, die Blau-Weißen kommen lassen und via Konter einen Nadelstich nach dem anderen setzen. Wenn dies gelingt, kann man eventuell noch nach mehr als der Pflichtaufgabe 3. Liga schauen.



Von Webtroll Alex
33. Spieltag: SG Dynamo Dresden - FC Rot-Weiß Erfurt 2:2 (1:1)
Tore:
1:0 Wagefeld (18.)
1:1 Rrustemi (44.)
1:2 Brückner (75.)
2:2 Bendovskyi (90.+3)

Zuschauer: 8519 (darunter 750 Erfurter)
Ecken: 7:2
gelbe Karten: 1:1 (Fondja)
Gelb-Rot: Stenzen, Rrustemi (beide Erfurt, 88. und 90.)

Dresden spielte mit:
Hesse - Truckenbrod, Hübener, Stocklasa, Pelzer - Wagefeld, Nikol (80. Pfeffer), Ulich (74. Penksa), David (56. Bendovskyi) - Dobry, Bröker

Erfurt spielte mit:
Maczkowiak (22. Orlishausen) - Stenzel, Fondja, Pohl, Kohlmann - Wolf (68. Schnetzler), Rrustemi, Peßolat, Brückner - Rockenbach (87. Beck), Jabiri


Von der Vergangenheit eingeholt

(!com). Nach dem Abpfiff des Spieles werden sich so manche ältere Semester unter den RWE-Fans von der Vergangengeit eingeholt gefühlt haben. Wie zu den besten DDR-Zeiten schien es so, als würde der "Unparteiische" alles dafür machen, dass das gehätschelte Politkind namens Dynamo doch noch zu seinem Erfolg kommt. Und so durften auch die etwas jüngeren RWE-Fans mal erleben, wie man sich des öfteren zu DDR-Zeiten nach den Spielen gefühlt haben dürfte.

Zugegeben, die Zeiten sind längst vorbei, der Schiedsrichter kam aus Stuttgart und dürfte nun garnichts mit den alten DDR-Zeiten am Hut gehabt haben und die Politprominenz, die früher Dynamo die Treue hielt, liegt heutzutage teilweise schon unter der Erde. Dennoch gab es einen faden Beigeschmack, als Schiedsrichter Schmidt die letzten 10 Minuten komplett einseitig (ver-)pfiff. Ergebnis waren zwei Gelb-Rote Karten für Stenzel und Rrustemi, die es beide nicht gegeben hätte, hätte der Schiedsrichter die klaren Aktionen gegen Erfurter Spieler zuvor gepfiffen, unter anderem ein Foul an Beck, oder wenn der Schiri auf die Fallsucht von Penksa nicht reingefallen wäre, der durch eine leichte Armberührung die Kraft in den Beinen verlor und fiel, sodass Rrustemi die zweite Gelbe sah (88.). So verlief die Ereigniskette aber zu Ungunsten von Erfurt, die mit dem 2:2 in der 93. Minute endete, als der sträflichst alleingelassene Bendovskyi mit dem Hinterkopf einen Freistoß ins Tor verlängerte. Zuvor hatte Dynamo in der 89. Minute schon einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen bekommen, als wieder Penksa wegen einer leichten Armberührung durch Pohl die gleiche Fallsucht ereilte wie gegen Rrustemi. Doch diesen Elfer hielt Orlishausen klasse gegen Dobry. Kritik am Schiri bleibt aber, der auf solche klaren Schauspieleinlagen hereinfiel.

Dieser hektischen Schlussphase ging auch ein Spiel voraus, welches man zumindest auf Erfurter Seite als optimale Chancenausbeute betrachten kann. Erfurt kam garnicht ins Spiel, brauchte 44 Minuten bis zur ersten klaren Chance. Doch da stand es bereits 1:0 für Dynamo. Wagefeld konnte nach einem langen und hohen Freistoß einköpfen (18.). Maczkowiak war der Dumme, denn wie heißt es so schön? Wenn der Torwart rauskommt, muss er ihn haben. Noch dümmer war, dass er sich bei dieser Aktion auch noch verletzte und gegen Orlishausen ausgewechselt werden musste. Wie aus heiterem Himmel fiel aber dann der Ausgleich für Rot-Weiß. Es war die gerade eben besagte erste Chance im Spiel, als Pohls Kopfball nach einer Ecke auf der Linie von Hesse gehalten wurde, aber Rrustemi den Abpraller mit einem abgefälschten Schuss im Dynamo-Gehäuse unterbringen konnte (44.).

Die zweite Halbzeit war etwas abwechslungsreicher, mit ein paar mehr Chancen. Für Dynamo traf unter anderem Pelzer mit einem guten Schuss das Außennetz (54.), gegen Bendovskyi musste Orle im Nachfassen klären (63.) und eine Art Flanke von Bendovskyi senkte sich auf Erfurts Latte (68.). Genial war auch Orles Rettungstat, als er mit einer spektakulären Flugeinlage den Schuss von Ulich aus dem Winkel kratzte (59.). Erfurt beschränkte ich auf weniger, war aber schneller erfolgreich. Erst scheiterte Wolf mit einem Kopfball (60.), doch dann kam der geniale Spielzug über daSilva und Brückner: DaSilva steckte mit einem sehenswerten Außrenrist-Pass durch die Dresdner Abwehr hindurch auf Brückner, der mit einem gekonnten Heber den herauslaufenden Hesse zum 1:2 für Erfurt überwand (75.). Anschließend kam das Anrennen Dynamos, mit dem bekannten traurigen und wütend machenden Ausgang...Endstand 2:2.


Fazit
Erfurt kämpfte, zeigte Moral, steckte nicht auf und wurde trotzdem nicht vollends belohnt. Leider. Wobei man auch diesen Punkt als Erfolg ansehen kann, nur nicht die Art und Weise, wie er zustande kam. Wenn man bis zur letzten Sekunde führt, will man freilich die 3 Punkte mit Heim nehmen. Erfurts Offensive war bei diesem Spiel nicht gut, aber effektiv und erfolgreich. 2 Tore aus 3,5 Chancen, das hätte Dynamo Dresden fast an den Rand einer Niederlage gebracht. Und hätte Erfurt das gehalten, hätten sie einen historischen Sieg landen können, denn es wäre erst der dritte Sieg in Dresden überhaupt in mehr als 50 Jahren Aufeinandertreffen gewesen. Doch so blieb es dabei, dass die Fans und der FC Rot-Weiß wohl nur alle 30 Jahre einmal einen Sieg in der Elbflorenz feiern können, womit sie durch den Ausgleich in letzter Sekunde wieder von der Vergangenheit eingeholt wurden...



Von Webtroll Alex
32. Spieltag: FC Rot-Weiß Erfurt - Hamburger SV II 3:1 (1:0)
Tore:
1:0 Wolf (11.)
2:0 Brückner (47.)
2:1 Zott (59.)
3:1 Brückner (85.)

Zuschauer: 6826 (darunter ca. 5 Gästefans)
Ecken: 12:5 (1. HZ: 8:2)
gelbe Karten: 3:2 (Cinaz, Peßolat, Schnetzler)
Gelb-Rot: Heller (75.)

Erfurt spielte mit:
Orlishausen - Heller, Pohl, Fondja, Stenzel - Wolf (71. Schnetzler), Cinaz, Peßolat, Brückner - Rockenbach (86. Beck), Jabiri (89. Nowak)

Hamburg:
Hamann - Wimmer (57. Huber), Altundag, Gouhari, Unversucht, Keita, Odjidja Ofoe (46. Zott), Choupo-Moting - Torun, Cannizzaro, Zimmerman (82. Franz)


Mit Moral zum Sieg

(!com). Es war das Thema im Vorfeld des Spiels, der Ausfall von Toptorjäger Alber Bunjaku. Und es war allen klar, dass dieser Verlust nicht ohne Weiteres kompensiert werden kann. Doch die Mannschaft zeigte Moral, verdrängte die Lücke im Sturm durch mannschaftliche Geschlossenheit. Sie kämpften, spielten und siegten nicht nur für sich, sondern auch für den verletzt auf der Tribüne sitzenden Albert Bunjaku.

Bereits in der 11. Spielminute zappelte der Ball das erste mal im Hamburger Tor. Brückner setzte zu einem seiner unwiderstehlichen Flankenläufe an, lies seinen Gegner stehen und legte quer auf den freistehenden Jabiri. Doch dieser senzte über die Kugel, was aber nicht so tragisch war, da hinter ihm noch Wolf lauerte, welcher mit einem harten und platzierten Schuss zum 1:0 traf. Erfurt nahm nach dem Führungstreffer den Gang aber nicht raus, kam über Wolf, welcher zwei Kopfballchancen in der 15. und 18. hatte, zu weiteren Chancen. Der HSV zeigte sich nur mal kurz in der 25. Minute mit einer halben Chance durch Cannizzaro vor dem Erfurter Tor. Aber Erfurt war weiterhin spielbestimmend, es fehlte nur das zweite Tor. Dieses erzielte auch nicht Peßolat, dessen Schuss von einem Abwehrspieler noch übers Gehäuse gelenkt werden konnte (31.). Auch daSilva scheiterte mit seiner Direktabnahme nur haarscharf (38.).

Die vermeintliche Erlösung kam nach dem Seitenwechsel. Jabiri nahm einen hohen Ball mit der Brust runter und lies die Murmel für Brückner "abtropfen". Dieser nutzte den gut aufgelegten Ball und hämmerte ihn aus circa 25 Metern unhaltbar unter die Latte (47.). Ein Wahnsinnsschuss und ein Wahnsinnstor. Es war absolut geil anzusehen. Und weiter ging es Richtung HSV-Tor. Als nächstes durfte Heller ran, dessen Knaller von Hamburgs Keeper Hamann mit einer Glanzparade zur Ecke gelenkt werden konnte (50.). Selbiger konnte sich fünf Minuten später nochmal auszeichnen, als er mit gutem Reflex einen Jabiri-Kopfball aus Nahdistanz hielt.

Nichts deutete darauf hin, dass es in diesem Spiel noch zu einem Bruch kommen sollte, bis zur 59. Minute. Einen lang und hoch in den Erfurter Strafraum getretenen Ball unterlief Orlishausen, wodurch er Hamburgs Zott den Weg zum Tor frei machte. Dieser nutzte die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Der Offensivdrang der Erfurter war nun weg. Die Angst machte sich breit, dieses sicher geglaubte Spiel doch noch aus der Hand geben zu müssen. Dieses Gefühl wurde nicht besser, als Heller völlig unberechtigt mit Gelb-Rot vom Platz musste (75.). Als kurze Zeit später auch noch der kurz zuvor eingewechselte Schnetzler völlig übermotiviert einen Gegenspieler von hinten niederstreckte, stockte einem der Atem. Was würde der Schiri hier machen, glatt Rot? Zweifache Unterzahl gegen stärker werdende Gäste? Der Sieg war in Gefahr, aber Glück im Unglück, nur Gelb für den Alex. Und so stemmte sich das Team gegen den drohenden Ausgleich und sie wurden belohnt. Hamburg vertendelte im Spielaufbau den Ball, denn Brückner war in einen Pass gesprungen. Wie von der Tarantel gestochen flitzte er los und kannte nurnoch einen Weg, den Richtung gegnerisches Tor. Keiner konnte ihm folgen, doch sein erster Schussversuch blieb an HSV-Keeper Hamann hängen, der das Leder aber nicht festhalten konnte. So versenkte Brückner mit dem Nachschuss zum erlösenden 3:1 (85.).

Fazit
Wir mussten es zuletzt einigemale erleben, wie das Team unverständlicherweise in der zweiten Halbzeit einbrach. Heute gab es wieder eine solche Phase ab der 60. Minute, auch bedingt durch das dumme Gegentor. Doch diesmal bewies das Team Moral, stand wieder auf und brachte letztendlich die verdienten Punkte sicher ins Ziel. Diese widmeten sie dem verletzten Bunjaku, eine feine Geste, welche das Motto des Spielberichts noch einmal stärkt: Mit Moral zum Sieg!


Von Webtroll Alex
31. Spieltag: Energie Cottbus II vs. Rot-Weiß Erfurt 2:1 (0:1)
Tore
0:1 Brückner (21.)
1:1 Müller (57.)
2:1 Schuppan (78.)

rote Karte
Holst (90./Erufrt) Tätlichkeit

Energie Cottbus II
Männel - Bankert, Kukielka (46. Schuppan), Wachsmuth, Birk (55. Bittroff) - Franke, Hensel, Müller, Feick - Ramaj, Rangelow (46. Aloneftis)

FC Rot-Weiß Erfurt
Orlishausen - Stenzel (79. Wolf), Pohl, Holst, Heller - Hauswald, Peßolat, Cinaz, Brückner - da Silva, Bunjaku (58. Hampf)

Zuschauer
844


Selbst geschlagen

Erfurt bleibt auswärts im Jahr 2008 nach einem 1:2 in Cottbus weiterhin ohne Sieg und muss dazu auch noch einige Spiele auf Kapitän Matthias Holst wegen einer Tätlichkeit verzichten.

COTTBUS. Der FC Rot-Weiß tritt auf der Stelle. Nachdem man bereits das Hinspiel gegen den Aufsteiger aus der Lausitz verloren hatte, gab man in Cottbus sogar eine 1:0-Halbzeitführung noch aus der Hand.

Während die meisten Erfurter Spieler wortlos in die Kabine flüchteten, stellte sich Mittelfeldspieler Matthias Peßolat. Eine Erklärung für die erneut unterschiedlichen Halbzeiten fand er jedoch auch nicht. Seine Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein hatte er sich aber völlig anders vorgestellt.

"In der zweiten Halbzeit haben wir wieder unser zweites Gesicht gezeigt. Ich kann mir das nicht erklären", so der 23-Jährige. Bis zur 57. Minute beherrschte Rot-Weiß den Aufsteiger. Vor allem im ersten Durchgang kam die Bundesligareserve trotz zweier Verstärkungen von den Profis (Kukielka sowie Rangelov) nicht ins Spiel. Die Erfurter störten früh den Aufbau der Cottbuser und überzeugten auch mit schnellen Kombinationen durch das Mittelfeld.

Nachdem Hauswald per Kopf (16.) sowie Bunjaku (18.) die ersten Möglichkeiten des Spiels nicht nutzen konnten, brachte der in Halbzeit eins erneut überzeugende Brückner seine Elf in Führung. Eine Kombination über Hauswald und Cinaz verwertete er zur verdienten Führung (21.). Cinaz per Freistoß (24.) sowie Bunjaku per Kopf verpassten die Erhöhung. "Wir hatten Glück, dass es nur 0:1 zur Halbzeit stand. Solch eine schwache Halbzeit haben wir seit einem halben Jahr nicht mehr gespielt, da haben wir alles vermissen lassen", so Energie-Trainer Heiko Weber. "Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt. Cottbus hatte keine Chance und nur wenige Spielanteile", wertete Peßolat.

Zur Pause reagierte Weber und wechselte die enttäuschenden Rangelov und Kukielka aus. Das Spiel bestimmten zunächst weiter die Gäste. Eine zehnminütige Drangphase nutzen sie jedoch nicht zur Entscheidung. Zunächst scheiterte Hauswald (48.), anschließend vergab Torjäger Bunjaku beste Gelegenheiten (50./53.).

Kurz darauf musste der 16-fache Torschütze das Spielfeld verlassen. Bei einem Laufduell mit dem eingewechselten Aloneftis verletzte sich Bunjaku und wurde zunächst am Spielfeldrand behandelt. Während sich die Verletzung als Schulterauskugelung herausstellte und Bunjaku noch während des Spiels zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, gelang Energie in Überzahl der Ausgleich. Bittroff drang in den Strafraum ein, bediente Müller, der sich die Ecke aussuchen konnte (57.).

"Nach dem Ausgleich haben wir die Orientierung verloren, nachdem wir das Spiel fast 60 Minuten beherrscht haben", analysierte Trainer Karsten Baumann. Rot-Weiß verlor die Ordnung, Cottbus hingegen überzeugte vor allem über den eingewechselten Aloneftis, der Stenzel über die linke Außenbahn vor erhebliche Probleme stellte ("Fabian Stenzel musste Lehrgeld bezahlen", so Baumann).

Zunächst bediente der Zypriote Ramaj mustergültig, der scheiterte frei vor Orlishausen (62.) Zehn Minuten später überlief Aloneftis Stenzel über die linke Angriffseite, erneut scheiterte Ramaj freistehend. Für die Entscheidung sorgte schließlich der eingewechselte Schuppan. Erfurt bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, der Torschütze ließ Orlishausen von der Strafraumgrenze keine Chance (78.). Ein Aufbäumen der Erfurter war in der Schlussphase nicht zu erkennen. Für Baumann "unbegreiflich".

"Wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Wir müssen einfach früher das 2:0 machen, genug Chancen waren ja da", ärgerte sich auch Matthias Peßolat über die unnötige Niederlage gegen seine früheren Mannschaftskollegen. Bei einem Sieg wären die Erfurter an die Aufstiegsplätze herangerückt, nach der Niederlage müssen sie weiter um die Qualifikation für die dritte Liga zittern. "Wir schauen nicht nach oben. Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für die dritte Liga sammeln", gibt Peßolat auch die Richtung für die nächsten Wochen vor. Bunjaku, bei dem weder etwas gebrochen noch gerissen ist, wird gegen Hamburg II wahrscheinlich wieder auflaufen können. Dagegen muss Holst nach seiner Tätlichkeit und der folgenden Roten Karte in der Schlussminute gegen Ramaj erst einmal zuschauen.



Artikel entnommen aus der Thüringer Allgemeine vom 21.04.2008, mit freundlicher Genehmigung des Autoren, Michael Jaenicke.
30. Spieltag: FC Rot-Weiß Erfurt - Werder Bremen II 3:1 (3:0)
Torschützen:
1:0 Hauswald (3.)
2:0 daSilva (28.)
3:0 Hauswald (32.)
3:1 Hessel (50.)

Zuschauer: 5815 (10 Gäste)
Ecken: 2:3
Karten: 2:3 (Holst, daSilva)

Erfurt spielte mit:
Orlishausen - Stenzel, Pohl, Holst, Heller - Hauswald (86. Hampf), Peßolat (72. Fondja), Cinaz, Brückner - da Silva (75. Wolf), Bunjaku

Bremen:
Mielitz - Holsing, Mohr, Stallbaum (46. Gänge), Erdem - Kruse, Schmidt (33. Hessel), Artmann (74. Bargfrede), Heider - Schindler, Harnik


Grundstein 1. Halbzeit

(!com). Eine starke Halbzeit reichte dem FC Rot-Weiß Erfurt, um die Gäste aus Bremen zu bezwingen und die drei wichtigen Punkte im Kampf um die 3. Liga zu holen. Zweimal Hauswald und einmal daSilva sorgten für die klare 3:0 Führung zur Halbzeit.

Rot-Weiß lenkte dank des Patzers von Bremens A-Jugend-Torwart Mielitz sehr früh im Spiel auf die Siegerstraße ein, da der Keeper eine hohe Freistoßhereingabe von Brückner nicht festhalten konnte. Hauswald stand richtig und konnte den Ball im nun (fast) leeren Tor unterbringen (3.). Das Spiel wurde von beiden Mannschaften recht offensiv geführt, doch die größeren Fehler machten die jungen Werder-Spieler. So ließen sie dreimal Bunjaku die Chance zum Torerfolg, doch einmal scheiterte er mit einem Schuss am Keeper (12.), einmal verzog er knapp den Ball (14.) und sein Kopfballtor in der 18. wurde wegen Abseitstor nicht gegeben. So musste erst eine Standardsituation her, um das zweite Tor zu erzielen. Bei einer von Hauswald getretenen Ecke verlängerte Pohl per Kopf zum langen Pfosten auf daSilva, welcher in einer Art Fallrückzieher das Leder zum 2:0 im Netz versenkte (28.). Keine vier Minuten später, RWE wieder im Angriff über Brückner auf links. Dieser zögerte nicht lang und passte schnell quer auf den zentral mitgelaufenen Hauswald, der Bremens Keeper zum zweiten mal zum 3:0 überwinden konnte (32.). Bremen kam bis auf zwei Schüsse in der 7. und in der 30. Minute zu keinen wirklich nennenswerten Chancen. Eher hätte Erfurt noch ein oder zwei Tore mehr machen müssen! Unter anderem lief Peßolat durch einen steilen Pass gut geschickt allein auf Mielitz zu, verlor aber das Duell und vergab diese riesen Chance.

Erfurt wollte in der zweiten Halbzeit so weiter machen wie in der ersten, schaffte diese aber nicht. Denn auch Bremen nahm sich für die zweite Halbzeit noch so einiges vor, und es dauerte nicht lang, da kam Werder zu seinem Tor. Bremens Hessel sprang in einen scharf Richtung Tor getretenden Freistoß, fing so das Leder ab und lies Orlishausen so in die falsche Richtung springen, um das Leder ruhig über die Linie zu schieben (48.). Doch viel mehr passierte in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Bremen bemüht, Erfurt auf Konter lauernd. Einen davon vergab Bunjaku in der 70. Minute. Und Werder hatte nur noch in der 92. Minute die Chance zum Anschluss, aber Orlishausen konnte gerade so in einem Reflex noch den Arm hoch reißen und den Schuss von Harnik halten.

Fazit
Eine starke Halbzeit, welche Bremens Trainer Thomas Wolter aus Gästesicht als "grausame erste Halbzeit" bezeichnete, reichte Erfurt, um den "ganz klar verdienten Sieg" perfekt zu machen. Aus vier großen Chancen haben sie drei Tore gemacht, eine Erfolgsquote die beeindruckt und den Grundstein zum Sieg darstellte. Wenn die Leistung aus dieser Halbzeit auch das Bild in der restlichen Saison bestimmt, brauchen wir uns keine Sorgen mehr um den Klassenerhalt zu machen. Kann man nur hoffen, dass unsere Jungs sich darauf nicht ausruhen, denn überheblich nach Cottbus zu fahren, wäre ein großer Fehler, denn die haben aus den letzten 4 Spielen 10 Punkte geholt und schwimmen auf einer kleinen Erfolgsserie. Doch die Leistung aus Halbzeit eins sollte auch für dieses Auswärtsspiel reichen, um die nächsten wichtigen Punkte für Liga 3 zu holen.



Von Webtroll Alex
29. Spieltag: Wuppertaler SV - Rot-Weiß Erfurt 3:0 (1:0)
Torschützen:
1:0 Saglik (14.)
2:0 Saglik (68.)
3:0 Hammes (78.)

Zuschauer: 4494

Wuppertaler SV: Maly - Malura (69. Tavares), Stuckmann, Lorenzon, Lejan - Dogan (79. Neppe), Bölstler, Jerat, Hammes(84. Narewski) - Damm, Saglik

FC Rot-Weiß Erfurt: Maczkowiak - Stenzel, M. Pohl, Holst, Kohlmann (37. Heller) - Hauswald, Cinaz, Rrustemi (62. Hampf), Brückner - Rockenbach da Silva, Bunjaku
28. Spieltag: FC Rot-Weiß Erfurt - SC Rot-Weiss Essen 4:0 (2:0)
Torschützen:
1:0 Peßolat (31.)
2:0 daSilva (41.)
3:0 Hampf (75.)
4:0 Bunjaku (87.)

Zuschauer: 7192 (darunter ca. 300 Essener)
Ecken: 5:6
gelbe Karten: 2:0 (Stenzel, Peßolat(?) )
rote Karte: Andersen (Essen, 71., Notbremse)

FC RWE spielte mit:
Maczkowiak - Stenzel (Schubert, 86.), Pohl, Fondja, Kohlmann - Hauswald, Cinaz, Peßolat, Brückner - daSilva (Hampf, 72.), Bunjaku


Mit Glück Essen verspeist

(!com). Geradezu heißhungrig auf drei Punkte waren die Erfurter Kicker im heutigen Spiel gegen den Namensvetter aus Essen, denn gegen diesen direkten Konkurrenten könnten die Punkte im Kampf um Platz 10 entscheidend sein.

Diesen Heißhunger machten die Erfurter auch von Beginn deutlich, kamen über Cinaz und Bunjaku zu ersten guten Möglichkeiten (6. und 8.). Essen überstand die starke Anfangsphase und kam in der 21. Minute über Brandy, der allein vor Maczkowiak auftauchend einen Schlänzer knapp am langen Pfosten vorbeisetzte, zur ersten guten Chance. Das war es aber auch schonwieder von Essen und die Thüringer waren wieder am Zug. Brückner konnte durch einen guten Pass in Szene gesetzt allein auf Essens Masuch zulaufen. Er umkurvte ihn, ließ sich aber zu weit abdrängen und spielte noch im Fallen den Ball quer auf die mitgelaufenen Bunjaku und Peßolat. Während erstgenannter das Leder noch verfehlte, so schaffte es wenigstens Peßolat den Ball anzunehmen, unter Kontrolle zu bringen und aus Nahdistanz im Tor zu versenken (31.). Doch die Ruhrpottler steckten nicht auf, kamen über Kurth zur nächsten guten Chance, da dieser die Kugel zum Glück für Rot-Weiß nur an die Latte setzte (39.). Aber wie es manchmal so ist: vorne Top, hinten Flop. Eine hohe Flanke auf Hauswald unterlief der schwache Essener Keeper, so dass der kleine Erfurter Flügelflitzer per Kopf quer auf den mitgelaufenen daSilva legen konnte, welcher dann keine Mühe mehr hatte, den Ball im leeren Essener Tor unterzubringen (41.). Und fasst wäre es vor der Pause für Essen noch bitterer geworden, wenn sich Bunjaku bei seinem Sololauf nicht zu weit hätte abdrängen lassen, so dass sein Schuss aus spitzem Winkel noch von der Linie gekratzt werden konnte (43.).

Mit dieser eigentlich beruhigenden 2:0-Führung ging es in die zweite Halbzeit, in der eigentlich nichts anbrennen dürfte, wenn Essen nicht aus heiterem Himmel der Anschluss gelingt. Doch auf diesen drängten die Rot-Weissen, welche heute in Blau-Gelb spielten. Kurz nach Wiederanpfiff kam Güvenisik zu einer Riesenchance, doch er verlor das direkte Duell gegen André Maczkowiak (46.). Auch der obligatorische Elfmeterpfiff gegen Erfurt blieb heute nicht aus, sodass Essen nun erst Recht die Chance zum Anschluss gegeben wurde. Fondja hatte im Strafraum leicht übermotiviert sein Bein auf Kopfhöhe des Gegners herumgeschwungen und diesen wohl auch berührt, sodass Schiedsrichter Perl auf Strafstoß erkannte. Doch der starke Maczkowiak hielt diesen für Torhüter dankbar auf halber Höhe geschossenen Elfer von Guie-Mien und verhinderte somit, dass Essen zurück ins Spiel kam (63.). Auf diese Weise konnte und durfte in dieser Partie auch nichts mehr anbrennen, wofür die Rot-Weißen nun auch selbst sorgten. Zwar scheiterte Pohl mit einem Kopfball zunächst noch an der Latte (67.), aber als dann auch noch Essens Andersen nach Notbremse am durchgebrochenen daSilva mit Rot vom Platz musste (70.), waren die Räume für Konter offen. Hampf war der erste Nutznießer, als er nach einem Konter über Brückner, welcher den Ball von links Außen gut in den Straraum brachte, nach etwas gestochere den Ball im Netz versenkte (75.). Der zweite Nutznießer war kurz vor dem Ende des Spiels Albert Bunjaku selbst, der seine starke läuferische Leistung mit der Vollendung dieses Konters zum 4:0 krönte (87.).

Fazit
Es war ein perfekter Tag für Rot-Weiß. Nicht nur das schöne sonnige Wetter sorgte dafür, sondern auch die Entscheidung von Karsten Baumann, André Maczkowiak im Tor zu bringen. Er allein zog mit seinen Paraden dem Gegner aus Essen den Zahn, denn die Erfurter Hintermannschaft bot einige Lücken und Chancen für die Gäste. Man hatte mehr Glück als Verstand, dass Essen mehrmals die Chance zum Anschluss nicht nutzte. Wie es besser gemacht wird, zeigten die gut aufgelegten Erfurter Vorderleute, die ihre zahlreichen Chancen endlich mal konsequent nutzten und so den vielleicht zu hohen Sieg für Erfurt besorgten. Für Essen war es somit bitter, gegen einen direkten Konkurrenten und vor allem in der Höhe zu verlieren, sodass die Möglichkeit zum Anschluss an die Top 10 in der Tabelle nicht genutzt werden konnte. Dementsprechen satt waren auch die mitgereisten Gäste-Anhänger nach dem Spiel, welche ihren Unmut gegenüber ihren Spielern deutlich machten. Satt waren aber auch die Kicker aus Erfurt, denn sie haben heute ihren Torhunger gestillt und somit verdientermaßen den direkten Konkurrenten namens Essen regelrecht verspeist.



Von Webtroll Alex
27. Spieltag: Union Berlin - FC Rot-Weiß Erfurt 1:1 (1:1)
Tore
1:0 Gebhardt (HE, 28.)
1:1 daSilva (42.)

Zuschauer: 8269 (darunter ca. 1500 Erfurter)
Ecken: 6:1
Karten: 0:3 (Brückner, Holst, Fondja)

RWE spielte mit:
Orlishausen - Stenzel, Fondja, Holst, Kohlmann (46. Heller) - Hauswald, Cinaz, Peßolat, Brückner - Rockenbach (78. Jabiri) - Bunjaku (88. Hampf)


Sieg oder Spielabbruch

(!com). Was sonst die Fans in Folge von nicht zufriedenstellenden Schirientscheidungen rufen, wurde bei diesem Spiel beinahe bitterer Ernst - Sieg oder Spielabbruch. Der allseits beliebte Schiedsrichter Trautmann pfiff das Spiel zwischen Union Berlin und Rot-Weiß Erfurt das erste mal kurz nach der 30. Spielminute ab und schickte alle beteiligten Akteure in die Kabinen, nachdem es im Erfurter Block schwere Ausschreitungen zwischen Fans und Polizei gab und zahlreiche Gegenstände und eine bengalische Fackel auf das Spielfeld flogen.

Diesen Ausschreitungen ging eine umstrittene Entscheidung des Schirigespanns vorraus. Brückner bekam aus Nahdistanz den Ball an Körper und Arm und verhinderte so unabsichtlich eine Flanke. Der Linienrichter war sich sofort sicher und zeigte seinem Kollegen dieses Handspiel an, woraufhin Trautmann den Handelfmeter pfiff. Diesen verwandelte Gebhardt nach reichlich Spielverzögerung sicher (28.). Berlin hatte zuvor schon eine gute Chance, als Gebhardt einen 25m-Freistoß über die Mauer schlänzte und Orle mit einer Glanzparade das Leder noch aus dem Winkel kratzen musste (20.). Auch nach der Spielunterbrechung kam zunächst Union wieder zu einer Chance. Heun wurde gut bedient, scheiterte aber aus Nahdistanz am sehr gut reagierenden Orlishausen (38.). Dann kam jedoch der einzige Glanzmoment in der ersten Halbzeit bei Rot-Weiß. Eine mustergültige Flanke von Hauswald vollendete der sträflichst alleingelassene daSilva mit dem Kopf aus 12m Torentfernung zum 1:1 (42.).

Die zweite Halbzeit wurde wesentlich offensiver von beiden Teams geführt, wobei vor allem Rot-Weiß endlich zu überzeugen wusste. Erst scheiterte Bunjaku aus Nahdistanz am Keeper, nachdem er sehr gut von Hauswald bedient wurde (48.). Anschließend war es Hauswald selbst, der den Ball mit einer Freistoßflanke in den Strafraum brachte und ihn im langen Eck versenkte (50.). Aber Trautmann gab das Tor wegen einer angeblichen Abseitsstellung des in die Flanke laufenden Fondja nicht. Die nächste Chance vergab wiederum Bunjaku, als er seinen sehenswerten Sololauf über das halbe Feld leider nur mit einem ungenauen Schuss neben das Tor vollendete (64.). Das Tor für Erfurt hätte längst fallen müssen, doch sie vergaben allesamt die besten Chancen. So auch Hauswald, welcher am langen Pfosten freistehend einen verunglückten Schuss Brückners abfing, den Ball aber selbst verstolperte und die Chance vergab (65.). Man hätte also durchaus selbst die Entscheidung fällen können, aber so gab man Union die Möglichkeiten zur Entscheidung. In der 55. Minute musste Orle einen Patschinski-Kopfball von der Linie kratzen. Dann war es Bemben, der einen direkten Freistoß aus 20m kanpp über das Tor schlänzte (68.). Gefährlich war auch der Aufsetzer von Patschinski, der sich über Orle hinweg senkte und die Latte traf (71.). Und zu guterletzt musste Orle in der 87. Minute nochmal klasse einen flachen Schuss parieren und durfte so das Unentschieden festhalten, welches den Endstand darstellte.

Fazit
Es ist immer traurig, dass durch solche Ausschreitungen die Aufmerksamkeit von den wirklich wichtigen Dingen ferngehalten wird. Ganz nebenbei ging es nämlich noch um die Zukunft dieser Spielstätte des 1.FC Union, für welche vor dem Spiel beide Fanlager gemeinsam einen "Pro-AF"-Support hinlegten. Auch, dass Erfurt einen wichtigen Punkt aus der Alten Försterei entführen konnte, gerät dadurch mehr oder weniger ins Hintertreffen der Diskussion. Denn den Spruch "Sieg oder Spielabbruch" nahmen heute einige zu viele "Fans" zu wörtlich, wobei sie in der Polizei einen dankbaren Kontrahenten fanden...traurig, aber wahr!


Von Webtroll Alex
Halbfinale Thüringenpokal: FC Rot-Weiß Erfurt - SV SCHOTT Jena 5:1 (2:1)
Tore:
0:1 Petzold (1.)
1:1 Hampf (40.)
2:1 Hampf (42.)
3:1 Cinaz (69.)
4:1 Jabiri (83.)
5:1 Schakau (Eigenor, 89.)

Zuschauer: 1270 (darunter ca. 70 Gästefans)
Karten: 2:3 (daSilva, Bunjaku)

Erfurt spielte mit:
Orlishausen - Stenzel (Laumann, 51.), Fondja, Holst, Heller - Cinaz - Hauswald, Brückner - Rockenbach - Hampf (Jabiri, 46.), Bunjaku (Peßolat, 82.)


"Ich bin stocksauer auf meine Spieler"

(!com). Bei einem Endstand von 5:1 mag man meinen, dass das in der Überschrift bemühte Zitat vom Trainer der unterlegenen Mannschaft SCHOTT Jena stammt, aber weit gefehlt. Erfurts Coach Karsten Baumann äußerte die derben Worte als Fazit des Spiels, welches wegen Querelen zwischen SCHOTT und dem FC Carl Zeiss Jena nach Erfurt verlegt werden musste.

Grund für Baumanns Fazit war vor allem die erste Halbzeit, in der die Rot-Weißen sehr unkonzentriert wirkten, viele Bälle vertendelten und sich auffallend schwach in der Offensive und im Abschluss präsentierten. Manche Kritiker meinten, auch Arroganz unter den Regionalliga-Kickern ausgemacht zu haben. Aber eigentlich hätte die bereits in der ersten Minute verflogen sein müssen, denn SCHOTT begann furios und ging durch einen wunderschönen 25m-Knaller von Petzold, der sich über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Orlishausen ins Tor senkte, in Führung. Erst durch den Doppelschlag von Hampf kurz vor der Halbzeitpause kam Rot-Weiß glücklich wieder ins Spiel. Erst wurde Hampf durch Bunjaku gut in Szene gesetzt und konnte ungestört ins Tor einschieben (40.), anschließend bekam er von Hauswald eine gute Vorlage, welche er aus ca. 11m mit einem Schuss nutzte (42.).

Nach der Pause wirkten die Rot-Weißen engagierter, jedoch war die Fehlpassquote immer noch recht hoch und man tat sich schwer, gegen sich keineswegs versteckende Jenaer. Doch mit dem Druck konnten nicht alle Akteure der jungen Gästemannschaft umgehen und es schlichen sich Fehler ein, die Erfurt konsequent nutzte. Den ersten Patzer zeigte der Schott-Keeper, als er einen harten 25m-Schuss von Cinaz durch die Hosenträger rutschen lies (69.). Den zweiten Patzer verursachte Petzold, der als letzter Mann den Ball gegen Laumann vertendelte. Dieser legte daraufhin den eroberten Ball quer auf den mitgelaufenen Jabiri, der zum 4:1 einschob (83.). Den Schlusspunkt setzte Jena mit einem Eigentor. Nach einer Ecke von Hauswald unterlief Jabiri den Ball. Damit rechnete Schakau nicht und lenkte den Ball ins eigene Netz (89.).

Fazit
Erfurt hat erwartungsgemäß das Finale erreicht. Das ist das Positive an der ganzen Sache. Jedoch täuscht die Höhe des Sieges ein wenig über die gezeigte Leistung hinweg. Bunjaku, Hampf, Jabiri, Laumann und daSilva überzeugten gegen den Landesligisten keineswegs. Das Zusammenspiel lies zu wünschen übrig und im Abschluss fehlte die Zielstrebigkeit. Dies kann Rot-Weiß besser und das haben sie im Laufe der Saison schon vielfach bewiesen, nur noch nicht in diesem Jahr. Man kann davon ausgehen, dass gerade auch deshalb Coach Baumann solche harten Worte als Fazit wählte. Er wird dies wohl ausreichend unter der Woche mit den angegriffenen Spielern auswerten, damit die Jungs in Berlin endlich wieder punkten, am Besten dreifach!


Alex
25. Spieltag: FC Rot-Weiß Erfurt - SV Babelsberg 03 1:1 (0:0)
Tore:
1:0 Hauswald (50.)
1:1 Ben-Hatira (87.)

Zuschauer: 6225 (darunter ca. 200 Gäste)
Ecken: 2:1
Karten: 1:5 (auf Erfurter Seite: Stenzel)

Erfurt spielte mit:
Orlishausen - Stenzel, Rrustemi, Pohl, Kohlmann - Hauswald, Cinaz, da Silva (66. Peßolat), Brückner - Hampf (70. Jabiri), Laumann (78. Beck)

Babelsberg:
Roggentien - Prochnow (78. Ben-Hatira), Laars, Jonelat, Benchenaa - Lukac, Civa (64. Mutschler), Hartwig (64. Moritz) - Stiefel, Rudolph - Frahn


Auf der Suche nach den Schuldigen

(!com). Nach dem die Regionalliga-Partie zwischen Erfurt und Babelsberg zu Ende war, fragten sich viele Anwesenden, worüber man sich mehr aufregen sollte?! Über den Schiedsrichter? Über den Torwart? Über die Kommentare der Babelsberger gegenüber der Presse? Oder doch über die auffällig schwache Offensivleistung der Rot-Weißen? Diese Fragen gehen letztendlich auch damit einher, wem man am Liebsten die Schuld für diese gefühlte Niederlage in die Schuhe schieben möchte. Klar ist, ohne Orlishausens Patzer kurz vor Ultimo wäre Erfurt zu Null geblieben und hätte den Sieg, wenn auch denkbar knapp, eingefahren. Klar sein dürfte auch, dass ein fähiges Schiedsrichtergespann die Babelsberger zu Recht dezimiert hätte, nachdem deren Torhüter Roggentin den Ball 30m vor dem Tor klar mit der Hand spielte, und so den Brandenburgern lange vor Spielende den "Zahn" gezogen hätte. Aber klar ist letztendlich auch, dass wenigstens ein Regionalligatauglicher Stürmer gestern das Spiel hätte frühzeitig zu Gunsten Erfurts entscheiden können.

Das Spiel begann mit einem Novum in dieser Saison. Erfurt verlor die Seitenwahl und spielte gleich in der ersten Halbzeit in Richtung eigener Fankurve. Vielleicht lag es an dieser Tatsache, dass die Leistung der Rot-Weißen zu wünschen übrig ließ. Bis auf einen gefährlichen Schuss Brückners (als Kapitän aufgelaufen) in der 17. Minute, den Roggentin mit einer Glanzparade entschärfen musste, erarbeiteten sich beide Teams nichts nennenswertes. Vielleicht wäre mehr Nennenswertes rausgekommen, wenn beispielsweise Kevin Hampf dem Ball nachgegangen wäre, anstatt gegen den herausgelaufenen und bereits geschlagenen Roggentin ein Foul zu simulieren (41.).

Die zweite Halbzeit war um Längen interessanter. Dies wurde auch durch den schnellen Führungstreffer unterstützt. Endlich gelang es mal, Brückner über den linken Flügel zu schicken. Dieser flankte scharf und fand in Hauswald einen Abnehmer, der mit einem sehenswerten Flugkopfball das Leder in die Maschen hämmerte (50.). Rot-Weiß bekam dadurch Aufwind, der Druck wurde deutlich erhöht, doch man verpasste es, den Sack zuzumachen. Zum einen war man selbst Schuld. In der 63. setzte Cinaz einen Kopfball knapp neben das Gehäuse und in der 77. konnte Brückner eine Kontersituation nicht nutzen und lupfte über das Tor. Zum anderen war das schwache Schirigespann Schuld, die nicht nur 3 Tore wegen Abseits nicht anerkannten (u.a. in der 58., als Pohl nach Freistoß einköpfte), sondern auch Babelsbergs Torhüter Roggentin nach bereits erwähnter Situation in der 52. Minute auf dem Platz ließen.

So lud man mehr oder weniger Babelsberg noch ein, den knappen Vorsprung aufzuholen. In der 64. Minute war es Orlishausens schneller Reaktion zu verdanken, der Gedankenschnell ein paar Schritte aus seinem Kasten kam und so einen Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Aber wie es manchmal so ist, wird man schnell vom gefeierten Held zum Arsch der Nation. Diese Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum in der 87. Spielminute wird unserem Keeper noch so einige Alpträume bereiten. Orle kam aus dem Kasten, aber zu spät. Festhalten war nicht mehr und so entschied er sich zum wegfausten, genau vor die Füße vom freistehenden Ben-Hatira, der ins leere Tor zum 1:1 einschob. Dies war auch gleichzeitig der Endstand.

Fazit
Es bleibt, wie zu Beginn geschrieben, die Frage, woran man nun die Schuld für dieses Unentschieden festmachen will? Wenn einer der genannten Faktoren weggefallen wäre, also demnach Bunjaku gespielt hätte, der Schiri konsequent gepfiffen hätte oder Orle die Konzentration bis zum Schluss gehalten hätte, dann wäre vermutlich eine solche Diskussion nicht nötig. Tja, hätte wenn aber wäre. Es lässt sich nicht mehr ändern und so bleibt nur die Chance, für das nächste Spiel die Fehlerquellen zu beseitigen. Und da ist Neutrainer Baumann in der Pflicht! Punkt 1 ist, dass Orlishausen wieder auf die Bank gehört. Er hat nun in zwei Spielen in Folge gepatzt und der Mannschaft mindestens 3 Punkte gekostet. Punkt 2 ist, dass Laumann und Hampf absolut keine Alternative im Sturm darstellen. Ersterem würde ich sogar jegliche Regionalligakompetenz absprechen. Punkt 3 ist, dass unser Spielmacher und Brasilianer weiterhin hinter seinen Erwartungen zurückbleibt und das schnelle Offensivspiel eher lähmt, als beflügelt. Diese Punkte muss auch ein Herr Baumann erkennen und reagieren. Sonst stehen wir nach dem Union-Spiel wieder da, auf der Suche nach den Schuldigen.


Von Webtroll Alex
24. Spieltag: Eintracht Braunschweig - Rot-Weiß Erfurt 3:2 (2:1)
Tore:
1:0 B. Fuchs (6.)
1:1 Bunjaku (12.)
2:1 Nastase (40., HE)
2:2 Bunjaku (60., FE)
3:2 L. Fuchs (78.)

Zuschauer: 16.000 (ca. 800 Erfurter)
gelbe Karten: 2:3 (Cinaz, Bunjaku, Peßolat)
Gelb-Rot: Holst (80., erst wegen Handspiel, dann wegen Foul an Kumbela)
Ecken: 1:4 (--> die eine Ecke für Braunschweig erst in der 90. Spielminute)

RWE spielte mit:
Orlishausen - Kohlmann, Pohl, Holst, Stenzel - Brückner, Cinaz, Peßolat, Hauswald - Bunjaku, Laumann


Vom Winde verweht

(!com). Es ist durchaus richtig, dass bei irregulären Wetterbedingungen ein Fußballspiel dennoch möglich ist, weil beide Mannschaften die gleichen Verhältnisse auf dem Platz haben. Aber Rot-Weiß hätte im Nachhinein bei einer Spielabsage wohl eher einen Vorteil gehabt, da der Gegner Eintracht Braunschweig vom stürmischen Wind profitierte und Rot-Weiß im Gegenteil nichtmal Ansatzweise versuchte, diese Bedingungen zu "mißbrauchen". Ohne Wind wären das erste und das dritte Tor von Braunschweig niemals gefallen. Und ohne Wind hätte Erfurt seine spielerische Klasse auf nassem Geläuf besser ausnutzen können.

Eigentlich begann alles sehr verheißungsvoll. Erfurt gewann die Seitenwahl und spielte zuerst mit Wind im Rücken. Doch dummerweise profitierten die Braunschweiger davon. Einen Freistoß von Lenz landete in der Mauer. Der Abpraller wurde auf rechts Außen zu B- Fuchs gespielt, der einen Schuss oder eine Flanke Richtung Erfurter Gehäuse schlug. Der Ball war viel zu hoch und normalerweise hätte er nichtmal das berühmte Scheunentor getroffen, doch von einer Gegenwind-Böe gepackt sackte das Leder wie ein Stein vom Himmel und senkte sich hinter Orlishausen ins lange Eck (6.).
Erfurt wirkte unbeeindruckt und schlug zurück. Kurze Zeit später konnte Bunjaku durch einen guten Pass geschickt allein auf Eintracht-Keeper Horn zulaufen und verwandelte eiskalt flach zum 1:1 (12.). Das Spiel ging in der Folge hin und her. Auf beiden Seiten wenige, aber auch gute Chancen. In der 27. Minute hielt Orle einen Eintracht-Schuss, fünf Minuten später scheiterte Bunjaku durch eine gute Flanke Brückners bedient mit dem Kopf nur knapp (32.) und in der 34. scheiterte Lenze für Braunschweig mit einem guten Schuss aus zentraler Position ebenfalls nur knapp. Für die erneute Führung der Eintracht musste erst das Schiri-Gespann eingreifen. Holst spielte im Strafraum mit der Hand den Ball. Die Situation war schwierig zu erkennen und es war fraglich, ob Absicht dahinter stand. Der schlechte Linien-Assi (übersah unter anderem auch klare Abseitsstellungen) zeigte das Handspiel seinem Kollegen sofort an und dieser pfiff Elfer. Nastase ließ sich die Chance nicht nehmen und hämmerte das Leder links hoch ins Tor zum 2:1 (40.).

Erfurt behielt auch gegen den Wind spielend in der zweiten Halbzeit die Linie bei, alles spielerisch zu lösen und nicht auf Zufallsprodukte mit Hilfe des Windes zu setzen. Ein solch guter Spielzug brachte auch Hauswald in der 60. Minute in gute Position und sein Gegenspieler wusste sich nurnoch mit einem Foul zu helfen. Nur dumm, dass dies im Strafraum war und so gab es Elfmeter für Erfurt. Bunjaku trat an und lies sich auch nicht durch die Provokationen von Horn beeinflussen. Er verwandelte rechts unten zum 2:2 und jubelte ausgiebig provozierend vor Horn. Dafür sah Bunjaku die gelbe Karte, der Torwart sah zuvor nichts. Wieder mit zweierlei Maß vom Schiri gemessen.

Die Chance zur Führung hatte dann noch Laumann auf dem Fuß. Irgendwie kam er an den Ball und hatte freien Weg zum gegnerischen Tor. Doch anstatt allein abzuschließen, versuchte er auf den mitgelaufenen Brückner zu legen...Abseits, Chance vergeben (65.). Hätte er mal lieber das Tor gemacht, dann wäre die folgende, spielentscheidende Situation nicht so tragisch gewesen. Einen Freistoß von Rechts-Außen zog L.Fuchs mit dem Wind Richtung Tor. Der Ball nahm soviel Fahrt und Schnitt auf, das Orlishausen beim Versuch, den Ball festzuhalten, völlig daneben griff und mit dem Ball ins Tor fiel (78.). Dieses 3:2 muss man ihm auf die Kappe schreiben, denn bei solchen Windbedingungen muss man die Murmel einfach nur wegfausten, koste es was es wolle. Nachdem Holst auch noch Gelb-Rot sah (80.) war das Spiel gelaufen.

Fazit
Grundsätzlich war es nicht verkehrt, dass Erfurt bei diesen Windverhältnissen das ganze spielerisch lösen wollte und nicht wie Braunschweig auf Zufallsprodukte setzte. Jedoch gab es da ein Problem im Erfurter Angriff: Fremdkörper Laumann! Wie ein Antifußballer verstolperte er nahezu alle Bälle, verlangsamte Angriffe, verlor fast alle seine Kopfballduelle und Zweikämpfe. Diese unsagbare schlechte Leistung sorgte dafür, dass diese "spielerische" Lösung selten funktionierte, da die meisten Angriffe über Laumann von den Braunschweigern gestoppt werden konnten und/oder zu Ballverlusten fügrte. Es ist dazu sehr unverständlich, warum unser Neutrainer Baumann dann auch noch Brückner auswechselte, anstatt Laumann rauszunehmen. Fast schon eine Frechheit war es dann, sich hinterher hinzustellen und als Trainer zu erklären, Laumann sei gut gewesen. Das ist ein Schlag ins Gesicht derer, die gestern wirklich gut waren, so wie Pohl(!!!), Bunjaku oder Hauswald. Leider hat es dennoch nicht gereicht für einen Punkt und für mich sind Baumanns Sympathie-Punkte vom Wolfsburg-Spiel genauso verweht wie das gestrige Spiel vom Winde...

von Webtroll Alex
23. Spieltag: Rot-Weiß vs. VfL Wolfsburg II 5:0 (1:0)
Tore:
1:0 Bunjaku (17.)
2:0 daSilva (47.)
3:0 Bunjaku (59.)
4:0 Brückner (81.)
5:0 Hampf (88.)

Zuschauer: 5812
Ecken: 4:3
Karten: Fehlanzeige ?!

Erfurt spielte mit:
Orlishausen - Stenzel, Rrustemi, Holst, Kohlmann (62. Hampf) - Wolf (56. Hauswald), Cinaz, daSilva (70. Peßolat), Brückner - Jabiri, Bunjaku

Erfolgreicher Einstand

(!com). Erstes Spiel, erster Sieg, und der vor allem in der zweiten Halbzeit sehr überzeugend herausgespielt. Was will man da als Trainer mehr?! Alles richtig gemacht, zufriedene Spieler sowie zufriedene Fans hinterlassen und das wichtigste: 3 wichtige Punkte in der Liga gut gemacht. Für Karsten Baumann, der neue Coach an der Seitenlinie bei Rot-Weiß Erfurt, muss das gestern ein perfekter Tag gewesen sein. Die Erwartungshaltung war groß und es gab nicht wenig Kritiker, die dem Neuen ohne große Trainererfahrung nicht viel zutrauten. Viele davon dürften durch diesen 5:0 Erfolg nun erstmal ruhig gestellt sein.

Baumann veränderte die Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf mehreren Positionen, brachte den wieder genesenen Wolf auf rechts, veränderte die Viererkette, in dem er Stenzel und Kohlmann auf die Außen setzte. Dafür blieben Hampf, Pohl und Peßolat draußen. Im Angriff setzte er neben Bunjaku auf Jabiri. Bei der Torwartfrage beließ es der neue Coach bei Orlishausen und lag gestern mit dieser Entscheidung richtig.

Die Anfangsphase war durch Abtasten beider Teams geprägt. Die erste Chance besaß Rot-Weiß. Nach einer daSilva-Ecke senkte sich der Cinaz Kopfball gefährlich ins lange Eck. Wolfsburgs Keeper Deumeland musste sich lang machen, um den rauszukratzen (7.). Aber auch Wolfsburg versteckte sich nicht und kam durch Brechler zu einer guten Chance, der Ball verfehlte nur knapp das Erfurter Tor (13.). Doch dann ging es zur Sache. Wolfsburg verlor in eigener Hälfte nach einem Einwurf den Ball an Jabiri. Dieser spielte Gedankenschnell die Kuller zum losflitzenden Bunjaku, der sich die Chance nicht nehmen lies und cool an Deumeland vorbei schob zum 1:0 (17.).
Erfurt war nun richtig aufgedreht. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf die jungen Wölfe zu. Unter anderem scheiterte Bunjaku ganz knapp, nachdem er mustergültig vom auf der linken Seite entlaufenen Brückner bedient wurde. Kurze Zeit später war es Bunjaku, der Brückner bediente, doch auch er scheiterte aus spitzem Winkel mit seinem Schuss (20. und 21.). Die Rot-Weißen verpassten es in dieser Phase, sowas wie eine Vorentscheidung zu erzwingen. Die Wölfe waren sichtlich überfordert, aber das zweite Tor wollte nicht fallen. Im Gegenteil, man lies die Grünen wieder ins Spiel kommen. Negativhöhepunkt dabei war, dass Brechler von Stenzel im Erfurter Strafraum von den Beinen geholt wurde und der Schiri Elfmeter für Wolfsburg pfiff. Ob dies nun ein Elfer war, war schwierig zu erkennen. Kreuels trat an und schoss flach ins linke untere Eck. Doch Keeper Orlishausen ahnte die Ecke und war schneller unten: Gehalten! (36.) "Orle, Orle, Orle"-Sprechchöre hallten durch das weite Rund. Er dürfte seine Aufstellung damit gerechtfertigt haben. Mit diesem Aufreger ging es dann in die Kabinen zur Halbzeitpause.

Man kann nicht sagen, welche Worte NeuCoach Baumann in der Pause gewählt hat, man kann nur sagen, dass es die richtigen waren. Denn kaum war das Spiel wieder angepfiffen, stand es 2:0 für Erfurt! Bunjaku bekam den Ball durch einen langen Pass, nahm ihn an, aber sein Schuss ging quer durch den Sechzehner, wo aber daSilva goldrichtig stand und aus Nahdistanz einschieben konnte (47.). Mit dem Vorsprung im Rücken spielte Erfurt nun ruhiger, kontrollierter, lies die Wölfe laufen und suchte die Lücken. Eine davon fand Cinaz und probierte es mit einem Schuss, aber Deumeland hielt sicher (58.). Jedoch war er eine Minute später machtlos. Brückner überlief zum wiederholten male die gegnerische Abwehr und schob im richtigen Moment zu Bunjaku, der nurnoch ins leere Tor einschieben brauchte (59.). Nun waren eigentlich alle Messen gelesen, aber der VfL gab sich nicht auf, kam noch zu mehreren Chancen. Nach einer Ecke stand ein Wolfsburger am langen Pfosten, setzte die Kugel aber vorbei (65.). In der 78. Minute wurde Wemmer über rechts gut angespielt, er scheiterte jedoch aus zentraler Position am gut haltenden Orlishausen (78.), der eine Minute später erneut gegen Wemmer halten musste.

Alles Aufbäumen half den Wolfsburgern aber nichts, denn Erfurt kontrollierte trotzdem weiter die Szenerie und kam zu weiteren Chancen und Toren. Das nächste fiel durch die gute Vorarbeit von Hauswald, welcher nach seinem Flankenlauf über rechts in die Mitte passte. Brückner bekam den Ball, umkurvte Deumeland und schob das Leder über die Linie zum 4:0 (81.). Das Spiel war sehr ansehnlich, was auch die folgende Szene zeigt: Mit einem guten Schuss aus der zweiten Reihe zwang der eingewechselte Peßolat den VfL-Keeper Deumeland zu einer Glanzparade. Die anschließende Ecke wurde abgewehrt und führte zum Konter des VfL. Diesen klärte Orlishausen stark gegen den heranstürmenden Brechler (85.). Den krönenden Schlusspunkt setzte Neuzugang Kevin Hampf mit seinem Freistoßtor, welches er nach dem Spiel mit den Worten "Kopf ausschalten und druff das Ding" kommentierte. Er zimmerte aus 18m Torentfernung mit brachialer Gewalt das Leder an der Mauer vorbei in die Maschen zum 5:0 (88.).


Der Spruch "neue Besen kehren gut" hatte sich mal wieder bewahrheitet. Karsten Baumann konnte einen sehr erfolgreichen Einstand mit seiner Mannschaft und den Fans feiern. Jedoch ist es schwer einzuschätzen, was dieser Sieg Wert ist, wenn man das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft einschätzen will, denn es war "nur" der Tabellenletzte, der vor heimischer Kulisse abgefertigt wurde. Zudem täuscht das Ergebnis ein kleinwenig über den Spielverlauf hinweg. Wolfsburg hätte durchaus ein oder zwei Tore verdient gehabt. Man wird es wohl nächste Woche beim Auswärtsspiel in Braunschweig sehen, was Baumann bewirkt hat, denn die Eintracht hat sich im Gegensatz zu den Wolfsburgern noch nicht aufgegeben, was die Qualifikation für die neue 3. Liga betrifft.


von Webtroll Alex
22. Spieltag: Kickers Emden vs. Rot-Weiß 1:0 (1:0)
Rot-Weiß mit: Orlishausen - M. Pohl, Rrustemi, Holst (39. Fondja) , Hampf (72. Laumann) - Cinaz - Stenzel (72. Jabiri) , Peßolat, Brückner - Rockenbach da Silva, Bunjaku

Zuschauer: 3.600
Gelbe Karten: 2:2 (RWE: Cinaz, Rrustemi)
Gelb-Rot: Saphic (85.)
Rote Karte: Fondja (80., grobes Foulspiel)

Tor:
1:0 Vujanovic (9.)

Erfurt begann mit Startschwierigkeiten in den Punktspielauftakt 2008. Der frühen Führung durch Vujanovic liefen die Rot-Weißen praktisch im gesamten Spiel hinterher. Große Chancen blieben Mangelware. Emden verteidigte in der Endphase geschickt das 1:0.


Von Webtroll Christian
21. Spieltag: Rot-Weiß vs. Borussia Dortmund II 0:0
Tore:
keine

Zuschauer: 6.211 (darunter ca. 130 Gäste)
Karten: 1:2 (RWE: Stenzel, BvB: Ricken und Tyrala mit gelb-rot)

Erfurt spielte mit: Orlishausen - Schnetzler, Heller, Holst, Kohlmann (46. Wolf) - Hauswald, Peßolat, da Silva (74. Stenzel), Brückner - Bunjaku, Kumbela (76. Jabiri)

RWE überwintert auf einem Aufstiegsplatz

Vor dem heutigen Spiel, dem letzten vor der Winterpause ging es noch mal um alles. Es hieß alle Kräfte noch einmal bündeln und im Spiel gegen die zweite Mannschaft der Borussen aus Dortmund zu entladen. Herbstmeisterschaft hieß das Ziel, jedoch sollte es sehr schwierig werden. Erinnert man sich an das Hinspiel in Dortmund. Man hatte mit viel Glück 1-1 gespielt, jedoch auch nur durch ein Eigentor von Hünemeier. Aber das ist Schnee von gestern, wichtig war heute das Ergebnis.

Die Partie begann munter mit Chancen auf beiden Seiten. Bereits in der 4. Minute wurde der RWE gefährlich durch einen Freistoss aus 30 Metern von Holst, der Ball jedoch ging knapp am Tor vorbei. In der gleichen Minute bekamen die RWE Anhänger es mit dem Schrecken zu tun, als Hille durch eine schöne Flanke den Ball per Kopf an die Latte lenkte. In der 14. Minute wurde der BVB wieder per Kopf sehr gefährlich vorm Tor der Thüringer. Jedoch war Orlishausen zur Stelle, dieser ein sehr gutes Spiel ablieferte. Im anderen Strafraum hatte wieder Höttecke etwas zu tun, als nach Hereingabe Brückners, Bunjaku zum Schuss kam, jedoch kein Problem für den Dortmunder Schlussmann.

Lange passierte nix, bis in der 34. Minute Hauswald durch eine Reingabe von Rockenbach wieder einmal am Schlussmann vom BVB scheiterte. Das war dann die erste Halbzeit, vielleicht noch nennenswert der Freistoss von Ricken, den aber Orlishausen sicher hatte.

Zur Halbzeitpause wechselten die Rot Weissen Wolf für Kohlmann. Frisch motiviert kamen die Erfurter Spieler wieder auf den Platz und wollten das Führungstor. Doch es sollte schwierig werden. Dortmund stand die komplette zweite Halbzeit in der eigenen Hälfte, es war kein Durchkommen möglich. Erfurt drückte, aber war zeitweise ideenlos. Brückner versuchte zu zaubern, Kumbela war diesmal ein Totalausfall, hatte eine Großchance in der 10. und 50. Minute, aber traf den Ball nicht richtig. Man konnte feststellen, dass der Sturm schlechter war als die Abwehr, was in dieser Saison nicht allzu oft vorgekommen ist.Das Highlight in diesem Spiel jedoch war der Platzverweis von Tyrala, dieser erst in der 81. Minute eingewechselt wurde. In der 84. Minute sah Tyrala die gelbe Karte durch ein Frustfoul. Nur fünf Minuten später sah er die Gelb Rote Karte durch ein grobes Foul an Stenzel. Weiter war in diesem Spiel nicht passiert. Erfurt überwintert auf einem Aufstiegsplatz. Es folgt das Auswärtsspiel in Emden.


Von Webtroll Igel
20. Spieltag: Rot-Weiß Ahlen vs. Rot-Weiß 1:2 (0:1)
Tore:
0:1 M. Pohl (19.)
1:1 Toborg (47.)
1:2 Bunjaku (80.)

Zuschauer: 2.138 (darunter ca. 180 Rot-Weiße)
Karten: 2:5 (RWE: Holst, Peßolat, Cinaz, Bunjaku, Schnetzler )

FC Rot-Weiß Erfurt:
Maczkowiak - Schnetzler, M. Pohl, Holst, Heller - D. Wolf (60. Jabiri), Peßolat, Cinaz, Brückner (90. Kohlmann) - Bunjaku (88. Beck), Kumbela

Mit glücklichem Sieg zum Spitzenreiter

!com. Mit einem eher glücklichen 2:1 bei RW Ahlen spielten sich unsere Rot-Weißen aus Erfurt an die Tabellenspitze. Die Ahlener waren im ersten Druchgang die spielbestimmende Mannschaft, nutzte jedoch die Chancen nicht. Pohl traf dafür für die Erfurter nach Torwartfehler per Kopf zum 0:1. Ebenso ein Torwartfehler brachte den Ahlenern den Ausgleich. Bunjaku war es nach toller Kombination vorenthalten, die Serie von 2 Niederlagen am Stück zu beenden und die Erfurter auf Platz 1 in der Liga zu schießen.


Von Webtroll Christian
19. Spieltag: Fortuna Düsseldorf vs. Rot-Weiß 2:0 (1:0)
Tore:
1:0 Christ (16.)
2:0 Hergesell (57.)

Zuschauer: 9.659 (darunter ca. 1200 bis 1500 Rot-Weiße)
Ecken: 1:9
Karten: 2:4 (Pohl, daSilva, Kumbela, Hauswald)

FC Rot-Weiß Erfurt:
Maczkowiak - Schnetzler, Pohl, Holst, Kohlmann (67.Hauswald)- Wolf (67.Jabiri), Cinaz, Rockenbach da Silva (86.Cornelius), Brückner- Bunjaku, Kumbela


Insgesamt blass geblieben

!com. Es war ein grauer Herbsttag und auch die bunten Sitzgelegenheiten in der Düsseldorfer LTU-Arena vermochten diesem blassen grau des Tages keine Heiterkeit verleihen, erst Recht nicht, als die 90 Minuten des Spieles durch den Schiri Florian Meyer beendet wurden.

Diesem blassen Eindruck des Tages konnte sich auch der FC Rot-Weiß nicht entziehen und konnte bei seinem Gastspiel bei den Fortunen in Düseldorf nicht überzeugen. Alle Mannschaftsteile kamen gegen ebenfalls nicht vollends überzeugende Rheinstädter nicht an ihre eigentliche volle Leistungsstärke heran. Sowohl die Abwehr, die wieder die momentanen üblichen Schwächen und Unzulänglichkeiten vorwies (da konnte auch die Umstellung der Viererkette nichts daran ändern), sowie das Mittelfeld, welches selten gute Ideen im Offensivspiel hatte (vor allem Kritik am schwachen daSilva), als auch der Sturm, der gegen die stärkste Abwehr der Liga nahezu verhungerte, sie alle blieben blass.

Dabei hätte alles so gut anfangen können. In der dritten Minute spielte Cinaz einen astreinen Steilpass auf Kumbela, der allein auf Düsseldorfs Keeper Melka zulief. Doch er blieb - ihr ahnt es vielleicht schon - blass. Kumbela versagten in Angesicht des sich groß aufbauenden Melka die Nerven und er schoss den Keeper an, anstatt ihn mit seiner Schnelligkeit auszuspielen und locker den Ball einzuschieben.

Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn Erfurt sich hätte hinten reinstellen können und über die schnellen Offensivkräfte einen Konter nach dem anderen fahren können. Diese Chance bekam leider Düsseldorf, denn sie konnten nach 16 Minuten durch einen Freistoß in Führung gehen. Pohl hatte 22m vor dem Tor übermotiviert und eigentlich auch sinnloserweise seinen Gegenspieler von hinten in die Beine getreten und zu Fall gebracht. Den Freistoß zirkelte Christ über die Mauer unhaltbar ins untere Toreck. Dass der Ball überhaupt diese Flugbahn nehmen konnte, das haben wir Cinaz zu verdanken, der als einziger in der Mauer nicht hochsprang und das Leder scharf über seinen Scheitel gezogen werden konnte. Es wird wohl Cinaz sein Geheimnis bleiben, warum ausgerechnet er nicht hochsprang und ausgerechnet der Torschütze diese Lücke vorfand.

Erfurt war zwar den Rest der ersten Halbzeit optisch ein bisschen überlegen, aber bis auf einen Bunjaku-Schuss (30.) kam nichts nennenswertes bei raus. Genauso blass blieben die Rot-Weißen bei Standards. Sage und schreibe 8:0 Ecken erarbeiteten sie sich in Halbzeit 1, doch sage und schreibe Null davon waren wirklich gefährlich. Die erste Ecke der Fortunen hingegen, und damit sind wir in Halbzeit zwei, war saugefährlich. Maczkowiak unterlief den Ball und am langen Pfosten hätte Langeneke ins leere Tor einschießen könnten, verfehlte das Leder aber nur um Zentimeter (53.). Zuvor hatte Fortuna noch zwei gute Chancen. Erst verzog Lawaree einen Schuss knapp (47.), dann köpfte Kastrati nur haarscharf am Erfurter Gehäuse vorbei. Fortuna war in dieser Phase klar besser und krönte zum Leid aller Erfurter die Druckphase mit dem 2:0. Auf der linken Seite konnten sie sich beliebig den Ball zuschieben und spielten mit einem gekonnten Pass in den Rücken der Abwehr Hergesell frei. Der eigentliche Abwehrspieler konnte sich die Ecke aussuchen und traf mit einem druckvollen Schuss ins lange Eck (57.).

Die Partie war damit gelaufen, denn man hatte nicht das Gefühl, dass irgendein Rot-Weißer (die übrigens in schwarz spielten) seine Leistung noch erheblich steigern konnte. Bis auf einen Cinaz-Schuss, der neben das Tor ging (87.) sprang nix zählbares mehr raus. Mit Meyers Schlusspfiff war die blasse Leistung des FC Rot-Weiß an diesem Tag besiegelt. Nun gilt es, das erlebte auf- und auszuwerten, denn mit dieser Leistung/Taktik holt man auch in Ahlen keine Punkte.

Zu hinterfragen ist die Dotchev'sche Wechselpolitik. Weder daSilva noch Wolf konnten auf ihren Positionen überzeugen, doch nur Wolf wurde gegen Hauswald rechtzeitig getauscht. Der Wechsel in der Innenverteidigung mit Pohl brachte auch kein wirkliches Ergebnis. Zudem macht es keinen guten Eindruck, wenn man einen Spieler eine Woche zuvor in die Landesliga verbannt und dieser mit einem male der Retter der Abwehr sein soll. Zuguterletzt muss man die Standards kritisieren. 9 Ecken, aber keine brachte Gefahr. Sowas kann und darf es nicht sein. Wenn es schon den Spielern nicht auffällt, dass ein großer Melka bei den Fortunen im Kasten steht, der sämtliche hohe Bälle runterpflückt, dann muss es einem Dotchev an der Seite auffallen, der dann die entsprechenden Instruktionen gibt. Bei flachen Schüssen war Melka immer unsicher.

Es ist schade, den blassen Tag hätten die Fortunen haben können, doch sie nutzten ihre Chance konsequent.


Von Webtroll Alex
18. Spieltag: Rot-Weiß vs. Rot-Weiß Oberhausen 1:2 (1:1)
Tore:
1:0 Cinaz (12.)
1:1 Terranova (23.)
1:2 Lüttmann (58.)

Zuschauer: 5.325 (darunter ca. 100 Gäste)
Ecken: 8:4
Karten: 2:1 (Heller, Hauswald)

Erfurt spielte mit: Maczkowiak - Schnetzler, Heller, Holst, Kohlmann (73.Jabiri) - Wolf (46. Hauswald), Cinaz, Stenzel (61. Rockenbach da Silva), Brückner - Bunjaku, Kumbela


Chance vertan...

(!com). Selten ist die Chance einfacher, die Tabellenspitze zu übernehmen, da der Tabellenführer Kickers Emden spielfrei hatte. Die Ausgangslage war also gut für Rot-Weiß Erfurt. Ein Unentschieden gegen den Tabellensechsten Rot-Weiß Oberhausen hätte schon gereicht, um an den Platz an der Sonne in der Regionalliga Nord zu klettern.

Das Spiel begann auch vielversprechend, denn Erfurt machte von Beginn an Druck. Vor allem Domi Kumbela prüfte Oberhausens Torwart Semmler. Erst setzte er einen Drehschuss aus 16m knapp neben das Tor und bei der anschließenden Ecke köpfte Kumbela knapp über das Gehäuse (4. + 5.). Kurze Zeit später hatte Bunjaku die Chance auf dem Fuß, als er von Kumbela geschickt allein an Semmler scheiterte. Den Abpraller konnte Wolf freistehend nicht verwerten. Doch der Druck zahlte sich aus. Die anschließende Ecke, hoch hinein getreten von Schnetzler, unterlief der schwache Semmler und Cinaz stand goldrichtig und köpfte zujm 1:0 ein (12.).

Was nun geschah, kann man sich nur schwer erklären. Das alte Kopfproblem im Team trat wieder auf, ganz nach dem Motto "es wird schon irgendwie werden"...Oberhausen war bis dato nur durch eine Schusschance in der 7. Minute aufgefallen, aber durch das Gegentor aufgewacht nutzten sie die Erfurter Nachlässigkeiten. Kohlmann spielte unbedrängt den Ball zu einem Oberhausener, welcher sofort Terranova schickte, der sich für das Geschenk bedankte und seinen Sololauf auf Maczkowiak begann. Diesen schloss er mit dem 1:1 ab (23.). Der Rest der ersten Halbzeit war eher grausig anzusehen mit vielen Fehlabspielen und mangelndem Offensivspiel.

Aus der Kabine kamen die Erfurter wieder mit mehr Elan, kamen schnell zur ersten Chance. Brückner (?) und Hauswald scheiterten im gegnerischen Strafraum durch abgeblockte Schüsse (47.). Doch sämtlicher Offensivdruck macht keinen Sinn, wenn die Abwehr nicht dicht hält. Eine flache und schwache Hereingabe lies Holst vor sich her trudeln als wenn er garnicht zum Spiel gehören würde. Am langen Pfosten bedankte sich Lüttmann, der freistehend zum 1:2 einschieben konnte (58.).

Die Thüringer machten zwar dann weiterhin das Spiel und versuchten den Ausgleich zu erzielen, aber man merkte, dass die Jungs gehemmt waren waren. Es fiel ihnen offensichtlich nicht leicht, vor allem im Kopf wieder umzuschalten und die Leichtigkeit in das Spiel zurückzubringen, mit welcher sie diese Saison schon so erfolgreich waren. Sie wollten, aber konnten irgendwie nicht wie gewollt...So erkämpften sie sich nurnoch eine Chance durch Bunjaku (71.) und vergaben diese Chance, die Tabellenführung zu erreichen. Vor allem Emden wird es gefreut haben...


Von Webtroll Alex
17. Spieltag: VfB Lübeck vs. Rot-Weiß 0:3 (0:3)
Tore:
0:1 Bunjaku (16., FE)
0:2 D. Wolf (21.)
0:3 Brückner (31.)

Zuschauer: 2.900, davon 100 Rot-Weiße
Gelbe Karten: 3:3 (RWE: Maczkowiak, Schnetzler, Cinaz )

Aufstellung: Maczkowiak - Schnetzler, J. Nowak, Holst, Kohlmann (81. Heller) - D. Wolf (70. Hauswald ), Peßolat (84. Stenzel), Cinaz, Brückner - Bunjaku, Kumbela

Ein müheloser Erfolg der Rot-Weißen bei völlig verunsicherten Lübeckern. Krasse Abwehrfehler führten zu einer frühen Entscheidung. In der 2. Hälfte hätte Erfurt gegen den Gastgeber, der nur eine Torchance im gesamten Spiel besaß, nachlegen können. Erfurt damit auf einem Aufstiegsplatz!


Von Webtroll Christian
16. Spieltag: Rot-Weiß vs. 1.FC Magdeburg 4:1 (1:1)
Spitzenzweiter

In einem abwechslungsreichen Spiel gewinnt der FC Rot-Weiß Erfurt gegen den 1. FC Magdeburg mit 4:1 und erobert damit den Zweiten Tabellenplatz.

RWE: Maczkowiak – Hauswald, Nowak, Holst (K), Kohlmann – Wolf (79. Schubert), Cinaz, Stenzel (82. Peßolat), Brückner – Bunjaku, Jabiri (88. Ivanov)

Tore:
0:1 Grundmann (27.),
1:1 Cinaz (45.)
2:1 & 3:1 Wolf (61. & 72.)
,4:1 Bunjaku (75. / Foulelfmeter)

Ecken: 3:11
Gelb: Brückner
Zuschauer: 8.108 darunter etwa 900 Gästefans

Das Motto der Erfurter Spieler lautete heute: Erst den Gegner stark machen und dann zerstören. In der Ersten halben Stunde überließen die Blumenstädter ihren Gästen größtenteils den Platz und präsentierten sich teilweise wie im Kampf-, Krampfspiel in der Vorwoche in Verl. Dabei hatte einzig Albert Bunjaku in den ersten zehn Minuten drei halbwegs vernünftige Chancen. In der zweiten Minute schoss er aus zirka 16 deutlich vorbei, drei Minuten später ging sein Kopfball zwei Meter links daneben und in der achten wurde er im Strafraum im letzten Moment gestört. Die Gäste kamen vornehmlich nach Eckbällen zu ihren gefährlichsten Chancen. Und da nun mal „aller Guten Dinge“ drei sind, saß diese dann nicht unverdient in der siebenundzwanzigsten Minute. Grundmanns Kopfball landete unter der Latte und der Erfurter Torsteher hatte keine Möglichkeit dies zu verhindern. Damit war Teil eins des Mottos „Den Gegner stark machen“ bis hierhin erfüllt. Nach einigen Kleinchancen hüben wie drüben, unter anderem Holst per Freistoß in der neunundzwanzigsten knapp drüber, gelang dann kurz vor dem Halbzeitpfiff, einem psychologisch wertvollen Zeitpunkt, doch noch der nicht mehr für Möglich gehaltene Ausgleich. Nach tollem Zuspiel Brückners schießt Cinaz den Ball durch drei Abwehrspieler der Gäste ins Tor. Auch hier war der Torwart machtlos, da er den Ball erst späht sehen konnte. Mit diesem für die Heimelf eher schmeichelhaften Unentschieden ging es in die Pause. Aus dieser kamen die Rot-Weißen wie verwandelt zurück auf den Rasen und schickten sich nun an „den Gegner zu zerstören“. Und wie zu Beginn war Bunjaku der Mann mit den ersten Chancen. In der fünfundfünfzigsten Minute landete der Ball nach Brückners Flanke bei ihm aber die FCM Abwehr konnte klären. Zwei Minuten später parierte der Gästetorwart seinen Schuss im nachfassen. In der neunundfünfzigsten hieß es dann kurz tief durchatmen nach dem Holst den Schuss vom Gegner, aus zehn Metern, mit dem Knie über das Tor klärte. Und dann war es endlich soweit, Erfurt drehte den anfänglichen Rückstand in der einundsechzigsten Minute nun ganz und ging durch Denis Wolf viel umjubelt mit Zwei zu Eins in Führung. Nachdem die Gästeabwehr den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich bekam und er angeschossen wurde nutzte er die Möglichkeit und stocherte den Ball aus zehn Metern über die Linie. Diese Führung war der Genickbruch für die Anhaltinischen Gäste. Der dritte Treffer der Erfurter in der einundsiebzigsten Minute dann wie im Training. Brückner mit dem Querpass von der Eckfahne auf die andere Seite des Strafraums, Bunjaku mit einem Tänzchen und anschließender Ablage auf den Kopf von Jabiri. Dieser leitet den Ball weiter auf den Kopf von Wolf, welcher unbedrängt an der staunenden und nur zusehenden Hintermannschaft zum Tor einnicken konnte. Nur vier Minuten später dann das endgültige K.O. für die Gäste. Bunjaku läuft mit dem Ball fast ungehindert durch die gegnerische Abwehr und wird wie im letzten Auswärtsspiel im Strafraum zu Fall gebracht. Und erneut tritt der gefoulte selbst an und verwandelt abgeklärt und sicher in der fünfundsiebzigsten Minute zum Vier zu Eins Endstand, welcher auf Grund der immensen Steigerung in Halbzeit zwei auch völlig verdient war.

Fazit:
Erfurt zeigte in diesem Spiel wieder einmal seine zwei Gesichter. Während in der Ersten Halbzeit nicht viel zusammenlief, man wie verkrampft wirkte und man dadurch den Gegner ins Spiel kommen ließ spielte man nach dem Rückstand und vor allem in Hälfte Zwei druckvoll, zielsicher, kombinationssicher und abgeklärt wie ein Aufstiegsaspirant auf, drehte das Spiel am Ende noch verdient und sicherte sich Drei sehr wichtige Punkte auf dem Weg in Liga 3 bzw. 2.

Am kommenden Samstag heißt der Gegner dann VFB Lübeck. Mit der leicht breiten Brust welche nach diesem Spiel bei den Spielern vorhanden sein dürfte, und der Hoffnung das man jetzt nicht Abhebt, sowie dem bisherigen Saisonverlauf bei den Marzipanstädtern dürften auch hier weitere drei Punkte im Gepäck nach Hause gebracht werden.


Von Webtroll Kay
15. Spieltag: SC Verl vs. Rot-Weiß 0:1 (0:0)
Gelb: Schnetzler, Jabiri
Gelb-Rot: Hop (90.)
Rot: Saur (50., Notbremse)
Zuschauer: 1.800, davon 400 aus Erfurt

Tor:
0:1 Bunjaku (50. FE)

Aufstellung: Maczkowiak - Schnetzler, Holst, J. Nowak, Heller - Hauswald (83. Wolf), Cinaz, Stenzel (88. Jabiri), Brückner (81. Kohlmann) - Bunjaku, Kumbela

Ein trotz Überzahl eher glücklicher Auswärtserfolg der Erfurter gegen die bisher zu Hause noch sieglosen Verler.


Von Webtroll Christian
14. Spieltag: Rot-Weiß vs. Dynamo Dresden 2:2 (0:1)
Tore:
0:1 Ulich (36./Foulelfmeter)
1:1 Kumbela (54.)
2:1 Brückner (70.)
2:2 Hauser (72.)

Zuschauer: 12.717 (darunter ca. 3000 Dynamos)
Ecken: 6:4
Karten: 2:2 (Holst, daSilva)

RWE spielte mit:
Maczkowiak - Schnetzler, Nowak, Holst, Heller - Hauswald (78. Wolf), Cinac, daSilva (86. Peßolat), Brückner - Bunjaku (78. Jabiri), Kumbela


Trautmann "verhilft" Erfurt zum Punkt

(!com). Es war der gleiche Ärger wie immer, wenn ein gewisser Trautmann Spiele des FC Rot-Weiß pfeift. Komische Gesten, lächerliches Gehabe, bizarre Vorteilsauslegungen und fragwürdige Entscheidungen. Als RWE-Fan, zugebenermaßen ein wenig mit rot-weißer Brille bestückt, kommt man sich schon immer verarscht vor, wenn dieser Mann in seine Pfeife bläst. Jedes mal hofft man, dass er sich für seine schändliche Leistung von 2003 gegen Unterhaching oder 2007 gegen den BVB II rehabilitiert, aber er ändert sich nicht und wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Bleibt nur zu hoffen, dass wir diese Pfeife nie wieder "zugelost" bekommen.

Eine seiner fragwürdigen Entscheidungen fällte er in der 35. Minute. Dresdens Bröker umklammerte im Erfurter Strafraum Mathias Holst, drehte sich in Holsts Arm und fiel. Für Trautmann war die Entscheidung klar - Elfmeter! Unverständnis im weiten Rund, nur Gelb-Schwarz jubelte. In noch mehr Jubel brachen die 3000 Dresdner Fans aus, als Ulich den Strafstoß halbhoch links verwandelte. Maczkowiak hatte keine Chance. Bis dahin war nicht viel im Spiel geschehen. Beide Mannschaften tasteten sich ab. Der Spielverlauf war durch Taktik und Fehler beider Teams geprägt. Nach dem Gegentor wagte Erfurt mehr, kam durch Bunjaku (Schuss, 41.) und Nowak (Kopfball an die Latte, 43.) zu sehr guten Chancen.

Auch in der zweiten Hälfte war Rot-Weiß das Spielbestimmende Team. Logische Konsequenz war der Ausgleich in der 55. Minute. Mit einem guten Pass wurde Bunjaku über rechts geschickt. Auf Höhe der 5m-Linie schoss er den Ball hart in die Strafraummitte, wo der mitgelaufene Kumbela druckvoll das Leder versenken konnte.Erfurt lies nicht nach, drückte weiter. Ein Hauswald-Schuss (Herber hielt mit Glanzparade, 59.) und ein Abseitstor Bunjakus (69.) waren das Ergebnis bis zur 70. Minute. In dieser bekam Erfurt eine Ecke zugesprochen, welche daSilva trat. Der Ball landete abgewehrt am langen Pfosten, von wo aus Brückner aus vollem Lauf abzog und die Kuller unter die Latte drosch. Der Führungstreffer wurde nicht nur sehr bejubelt, sondern war auch sehr sehenswert!

Doch der Torschütze war es, der den erneuten Ausgleich eine Minute später mit zu verantworten hatte. Dynamo schnürte für kurze Zeit die Rot-Weißen hinten ein. Brückner hätte klären können, schlug den Ball aber nicht weg. Sein Ballverlust landete beim rechten Dresdner Flügelspieler, welcher nicht durch Brückner am Flanken gehindert wurde. Hauser bekam diese Flanke alleinstehend und drückte den Ball abgefälscht durch Holst aus 12m ins Erfurter Tor. Anschließend hätte Brückner (Schuss mit Direktabnahme über Tor, 80.) genauso wie Dresden (Kopfball aus Nahdistanz an den Pfosten, 88.) noch den Siegtreffer erzielen können. Doch es blieb beim 2:2, mit welchem man in Angesicht des Schiedsrichters und des daraus resultierenden Spielverlaufs wohl zufrieden sein muss! Trautmann und Sieg Erfurt, das passt nunmal nicht zusammen.

Insgesamt war es vor allem in Halbzeit zwei ein offenes, emotionsgeladenes und spannendes Spiel.


Von Webtroll Alex
13. Spieltag: Hamburger SV II vs. Rot-Weiß 2:1 (0:1)
Kein Glück in Schwarz

Ecken: 0:8
Gelb: 0:2 Bunjaku, Cinaz

Tore:
0:1 Hauswald (27.)
1:1 Schnetzler (ET, 55.)
2:1 Zimmermann (66)

Aufstellung: Maczkowiak – Schnetzler, Holst, Nowak, Heller (79. Wolf) – Hauswald, Cinaz, Peßolat (69. Rockenbach da Silva), Brückner – Bunjaku, Kumbela (75. Jabiri)

Auch sein Zweites Auswärtsspiel in den schwarzen Trikots konnte der FC Rot-Weiß Erfurt nicht gewinnen. Unnötig und unglücklich verloren die Mannen von Pavel Dotchev mit 1:2 gegen die Youngster vom Hamburger Sportverein.

Die Erfurter wollten sich gleich von Beginn an für die Niederlage der letzten Woche rehabilitieren und besaßen bereits in der ersten Minute die Chance zur Führung. Allerdings scheiterte Kumbela aus dem Gewühl heraus und dann traf Cinaz per Abstauber allerdings Abseitsstehend, weshalb der Treffer beim Schiedsrichter aus Bremen keine Anerkennung fand. Auch Albert Bunjaku klebt weiterhin das Pech an den Sohlen, denn in der dritten Minute ging sein Schuss nur knapp über des Gegners Tor. Auch danach hatten die Erfurter gute Chancen zur Führung, jedoch vergaben Bunjaku (Zwanzigste) und Kumbela nach einer Ecke (Sechsundzwanzigste). Doch kurz darauf war es dann soweit. Hauswald erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, passte zu Heller welcher sich schön über die linke Seite durchsetzte. Dessen Flanke in die Mitte vollendete wiederum Hauswald aus zwölf Metern zur verdienten 1:0 Führung (Siebenundzwanzigste) für die Thüringer. Acht Minuten später kam dann Bunjaku zu einer weiteren Chance, doch seinen Schuss konnte der Heimtorsteher gerade noch mit der Fußspitze klären. Die Erfurter verpassten es in der ersten Hälfte den Sack zu zumachen. Die Abwehr stand recht sicher und lies in den Ersten fünfundvierzig Minuten keine einzige echte Torchance der Heimelf zu. Die Elf von Karsten „Air“ Bäron kam nach der Pause besser aus der Kabine und in der fünfundfünfzigsten Minute zum Überraschenden und Glücklichen Ausgleich. Tunay Torun zog von halb rechts ab und Alex Schnetzler Köpfte den Ball ins eigene Tor. Nach dem aus Hamburger Sicht glücklichen Ausgleich kamen die Platzherren besser ins Spiel, auch weil die Gäste etwas geschockt wirkten und den Faden verloren. Vor allem die in der ersten Hälfte noch sattelfeste Abwehr hatte in der Folge Probleme den immer besser werdenden Amerikaner Preston Zimmermann in den Griff zu bekommen. Und so kam es wie es kommen musste, Nowak verliert den Ball im Laufduell mit dem Ami und dieser trifft unhaltbar zur 2:1 Führung für die Norddeutschen (Sechsundsechzigste). Danach bemühten sich die Rot-Weißen zwar wenigstens einen Punkt aus der Hansestadt mitzunehmen, doch die Chancen von Kumbela, aus sechs Metern (Siebzigste) und Bunjaku (sechsundsiebzigste und einundachtzigste) wurden vergeben.

So blieb es bei dem glücklichen Sieg der Hamburger, vor allem weil den Erfurter Goalgettern seit dem letzten Spieltag das sprichwörtliche „Aa“ an den Schlappen zu kleben scheint.

Aufgrund der ersten Halbzeit in der man verdient in Führung ging und den Gegner völlig unter Kontrolle hatte war diese Niederlage völlig unnötig. Die mangelnde Chancenverwertung hat sich wie schon so oft im Fußball gerächt. Das man den Gegner mit einem Eigentor stark macht war schon recht unglücklich.

Bleibt zu hoffen, dass man die Länderspielpause nutzt um die Köpfe wieder frei zu bekommen, denn am 20. Oktober gastieren die nach dem Trainerwechsel wieder erstarkten Fahrradbeleuchtungsstromerzeuger aus dem sächsischen Dreschden im Steigerwaldstadion wo sich zeigen wird wohin der Weg des FC Rot-Weiß fortan gehen wird und ob die dritte Niederlage in Folge erfolgt oder ob man die kleine Negativserie beenden kann.


Von Webtroll Kay
12. Spieltag: Rot-Weiß vs. FC Energie Cottbus II 0:1 (0:0)
Tore:
0:1 Zemlin (62.)

Zuschauer: 4712 (handgezählte 15 Gästefans)
Ecken: 7:3
Gelbe Karten: 3:1 Heller, Cinaz, Schnetzler – Marrak
Gelb-Rot: Zemlin (90.)
Rote Karte: Schuppan (90.)

Aufstellungen:
Erfurt: Maczkowiak – Schnetzler, Nowak, Holst, Heller (79. Beck) – Hauswald (60. Wolf), Cinaz, Rockenbach da Silva, Brückner – Bunjaku, Jabiri (60. Neumann)

Trainer: Pavel Dotchev

Energie: Männel – Feick, Bankert, Wachsmuth – Schuppan, Käthner (72. Riedeberger), Hochscheidt, Thielemann, Brandrowski (90. Kanik) – Zemlin, Krieger (51. Marrak)
Trainer: Heiko Weber


Erste Heimniederlage für den RWE!

(!com). Erfurt musste, den im Spiel unter der Woche in Bremen gesperrten Kumbela ersetzen, hierfür ernannte Dotchev Jabiri. Ansonsten durfte die siegreiche Mannschaft aus Bremen unverändert auflaufen. Heiko Weber veränderte die Elf aus dem Spiel gegen Babelsberg auf 2 Positionen.

Unter bedecktem Himmel und einem frischen Windchen konnte das Spiel punkt 14 Uhr im Steigerwaldstadion angepfiffen werden. Beide Mannschaften starteten verhalten und ließen die jeweilige ballführende Mannschaft spielen. Nach 5min hin- und hergeschobe der Murmel im Mittelfeld, gab es die erste nennenswerte Chance für den RWE. Ein Freistoß, getreten von Schnetzler, wurde im Strafraum abgewehrt. Dann Nachschuss von Jabiri, den er nicht genau traf, versuchte Bunjaku noch im Tor unterzubrigen, aber er konnte den Ball nicht mehr erreichen. Nach einer kleinen Verschnaufpause konnte da Silva nach 10.min mal zeigen, ob er zielen kann, leider auch hier ohne Erfolg. Er setzte den Ball, nach langem Pass von Hauswald aus 16m links unten am Kasten vorbei. Zu seiner Entschädigung ist dabei zu erwähnen, dass er unter Bedrängnis, das Leder abfeuerte. Wenig später durfte auch Energie das erste Mal einen Schuss (eig. Schüsschen) abgeben, nach einem Freistoss aus gut 25m hielt Maczkowiak sicher. In der 17.min konnte man für Erfurt die erste Ecke notieren, die der aufgerückte Heller leider drüber köpfte. Gleich darauf, die nächste Möglichkeit für Bunjaku, der heute das Pech am Stiefel kleben haben sollte. Er wird von Hauswald geschickt und läuft unter Bedrängnis eines Gegenspielers Richtung Männel, leider war der Schuss nicht platziert genug und konnte vom Torwart gut pariert werden. Später hatte Schnetzler die Gelegenheit zum Jubeln, aber sein Fernschuss schoss leider knapp am linken Pfosten vorbei. Nun folgten über 20min Leerlauf von beiden Teams, aber von Cottbus war eh nix zu sehen. Kurz vor dem Pausentee, gab es eine kleine Freistoss-Serie für den RWE, die aber nix einbrachte. Dann schoss Brückner über links, zog Richtung Tor und spielt auf Bunjaku, der den Ball aber leider nicht erreichen kann…tja hätteste mal selber gemacht, du Nase! Sekunden später wurde wieder Bunjaku auf die Reise geschickt, kam über links und zog Richtung Tor. Lies einen gucken und Männel kratzte noch mit den Fingerspitzen am Leder, sodass der Ball leider nicht im Eck einschlug. Halbzeit! Es war das erwartete schwere Spiel, hoffen wir auf die 2. Hälfte und natürlich Tore!
Kurz nach dem Wiederanpfiff, den der gute Schiri Joerend schrillen ließ (3. Spiel seiner Karriere), flitzte Hauswald über rechts und schlug eine flache Flanke in den Strafraum, Bunjaku ließ für Brückner durch, doch dessen Schuss fand wieder nicht den Weg ins Tor. Kurz darauf konnte auch Energie mal wieder einen Torschuss verzeichnen. Nach Ballverlust von RWE setzte sich ein Spieler von Energie im Strafraum durch und prüfte Maczkowiak mit einem guten Schuss. Den Abpraller versenkte Marrak zwar im Tor, aber zurecht Pfiff der Schiri auf Stürmerfoul. Wieder bot sich eine Mini-Chance für den RWE, nach Hauswald Flanke köpfte Brückner am Kasten vorbei. Nun kam, was nicht erwartet war, das 1:0 für kleinen Cottbusser. Einen Freistoss aus gut 18m versenkte Zemlin direkt im linken oberen Eck und ließ Maczkowiak somit keine Abwehrchance! Tja, das war jetz aber doof…RWE mit vielen guten Möglichkeiten und nun das! Cottbus bestimmte nun das Spiel im weiten Rund und ließ die Erfurter laufen. Aber auch bei Erfurt klappte nun nur noch wenig, Stockfehler, Fehlpässe, leichtsinnige Ballverluste, führten schließlich zur Überlegenheit von Energie. Erst in der 72.min hatte Erfurt wieder eine Chance und zwar was für eine! Der für Hauswald gekommene Wolf wurde von da Silva geschickt und flitzte über rechts, sah den in der Mitte gut postierten Bunjaku, schob ihm auch die Kuller zu, doch er versemmelte aus nicht mal 4m, man oh man…heut ist der Wurm drin. Das wärs gewesen! Wieder zeigte sich Wolf, der sich von rechts in die Mitte durchtankte und aus 16m allerdings rechts unten verzog. Erfurt machte nun Druck auf den Ausgleich, wollte unbedingt den Fans eine Heimpleite ersparen, doch sie wirkten einfach nicht konzentriert genug. Nach einer abgewehrten Ecke schießt Brückner aufs Tor, den Ball erreicht keiner und somit trudelt dieser leider rechts am Tor vorbei. Die Zeit lief ihnen davon, von Cottbus war nix mehr zu sehen, sie stellten sich hinten rein und rührten Beton an. Die nächste Möglichkeit hat nun Neumann, der zuvor für den enttäuschenden Jabiri eingewechselt wurde. Er wurde von da Silva mit einer schönen Flanke bedient, köpfte allerdings zu schwach aufs Tor.
JAAAA TOOOOR!…oh, doch nicht! Der Typ an der Seite im Neongelben Trikot hat die Fahne oben. Abseits… Da Silva passte vor dem Tor quer und Bunjaku lochte ein, tja aber der Linienrichter sah ihn im Abseits! Hmm…man hätte auch gleiche Höhe sagen können. In der hektischen Schlußphase ließ sich Cottbus noch zu 2 Platzverweisen hinreißen (Schiribeleidigung: Rot und Meckern: Gelb-Rot) aber das half alles nix mehr, denn kurz darauf war Feierabend…

Die Fans gaben dem Schiri die Schuld, wegen dem Abseitstor, aber ganz allein die Mannschaft hat heute unterirdisch gespielt. Ein Unentschieden, wäre das gerechte Resultat gewesen, aber dies klappte nicht, da Cottbus das Tor traf und Erfurt nicht.
Wie Bunjaku später im Interview sagte: „Hätten wir in der 1. Halbzeit eine der 3,4 Torchancen genutzt, wäre das Spiel anders verlaufen“. Es sollte wohl heute einfach nicht sein. Naja, man kann ja nicht immer schönen kominationssicheren Zauberfussball spielen, dass sah man heute. Vielleicht lag es auch an der anstrengenden englischen Woche, aber das sollte eigentlich nicht die Ausrede sein. Heut war der Wurm drin und wenig klappte…solche Spiele hat man auch mal in der Saison. Somit heisst es im nächsten Spiel bei den HSV-Bubis wieder 3 Punkte einzufahren um dann gestärkt ins, mit Spannung erwartete Ostderby, gegen Dynamo Dresden zu gehen.
Für Energie Cottbus war dies der erste Sieg in dieser Saison. Und das ausgerechnet gegen uns!


Quelle: Webtroll Hans
11. Spieltag: Werder Bremen II vs. Rot-Weiß 1:2 (1:1)
Tore:
0:1 Bunjaku (26.)
1:1 Artmann (27.)
1:2 Brückner (59.)


Bes. Ereignis: Gelb-Rote Kumbela (54./RWE/wdh. Foulspiel)


Aufstellungen:
SV Werder Bremen II: Pellatz - Holsing, Mohr, Stallbaum, Erdem - Schmidt (68. Hessel), Artmann, Kruse, Löning (84. Ronneburg) - Schindler, Harnik (62. Heider)

FC Rot-Weiß Erfurt: Maczkowiak - Schnetzler, Nowak, Holst, Heller - Hauswald, Cinaz, da Silva (76. Stenzel), Brückner (85. Kohlmann) - Bunjaku (80. Jabiri), Kumbela


Zuschauer: 300


Von Webtroll Christian
10. Spieltag: Rot-Weiß vs. Wuppertaler SV 5:1 (3:0)
Tore:
1:0 Rockenbach da Silva (19.)
2:0 Rockenbach da Silva (39.)
3:0 Bunjaku (41.)
4:0 Hauswald (49.)
4:1 Lintjens (53.)
5:1 Brückner (64.)

Zuschauer: 7.012 (ca. 400 Gästefans)
Ecken: 5:6
Karten: 2:2 Bunjaku, Holst – Saglik, Lintjens

Aufstellungen:
Erfurt: Maczkowiak – Schnetzler (86. Schubert), Holst, Nowak, Heller – Hauswald, Cinaz, Rockenbach da Silva (72. Stenzel), Brückner (83. Neumann) – Kumbela, Bunjaku

Wuppertal: Maly – Neppe, Voigt, M. Stuckmann, Lejan – Jerat, Lintjens, H. Dogan, Bölstler – Saglik, Damm


Schießbude: Wuppertal!

(!com). Spitzen Fussballwetter, super Spiel, tolle Tore! Erfurt besiegt den Tabellenführer hochverdient mit 5:1 Toren nach 90min im leider nicht sehr gut besuchtem Steigwaldstadion!

Dotchev veränderte die Elf in Essen auf zwei Position und liest Hauswald für Wolf und Heller für Kohlmann auflaufen. Was sich, als spitzen Entscheidung herausstellen sollte!

Anpfiff! Punkt 14:00 Uhr gab der Bundesligaschiri Manuel Gräfe die Partie mit Torgarantie frei. Und der RWE lies sich auch nicht lange bitten und begann sehr sicher zu kombinieren und hatte die Elf von Trainer Wolfgang Jerat schnell im Griff. Bereits nach 3 gespielten Minuten drücke Kumbela auf den Schuss-Button und schoss mal Richtung Wuppertaler-Kasten, dieser ging allerdings 1-2m links am Tor vorbei. Erfurt spielte weiter schnell und kombinierte sehr gut durch die eigenen Reihen. Sie spielten sehr oft über die starken Flügelflitzer Brückner und Hauswald.

Die nächste Chance hatte Bunjaku, er wurde von Brückner geschickt und traf…tja leider hatte der Linienrichter was dagegen, der der Meinung war, dass der Pass für den im Abseits stehenden Kumbela gedacht war. Dieser zeigte zwar keine Reaktion und war sich dessen bewusst und lies auch schön für Bunjaku durch, der Linienmeister hatte aber die Fahne schon gehoben – „du Blinder!

Schon in der 9.min ging es weiter, diesmal war es da Silva, der über rechts aufs Tor stürmte und mit einem schönen Schuss über Maly ins Tor treffen wollte…KLATSCH, leider hatte die Latte was dagegen! Und weiter gings im 3min Takt, allerdings nun mal für die Gastgeber, die immer mit schnellen hohen Pässen versuchten die Erfurter-Abwehr zu überlisten. Der Fernschuss landete allerdings auf dem Tornetz. In der 15.min dachte alle es gibt Elfmeter für den WSV…aber Manuel Gräfe sah es genau richtig, denn Saglik wollte den Elfer mit einer Schwalbe provozieren, aber Nowak grätschte ihm ganz stark den Ball vom Fuß, somit Geld für den Wuppertaler Stürmer.

Nun gab es Jubelschreie im Stadion! Als Bunjaku über links flitzte und fast allein Richtung Tor lief, dachten alle: mist, daraus wird nix, keiner mitgelaufen. Tja, aber Bunjaku sah da jemanden mitlaufen, es war da Silva. Er spielte ihn mit einer schönen hohen Flanke in den Lauf und „Rocke“ hielt nur noch den Schlappen hin und der Ball kullerte mehr oder weniger ins Netz -> 1:0!

Der WSV zeigte sich nicht geschockt und versuchte in der 23.min den Ausgleich zu erzielen. Damm wurde schön vor dem Strafraum freigespielt und stand plötzlich allein vor Maczkowiak, der allerdings ganz stark parierte! Nun ließ das Spiel etwas nach, es gab zwar mehrere schöne Ballstafetten zu sehen, aber Richtung Tor ging erst mal nix…bis zur 39.min. Da flitzte unser „weißer Brasilianer“ über seine linke Seite und fast wie in der Kopie des 1:0 legte er wiederum für da Silva auf und dieser traf, mit einem schönen Schuss ins Rechte obere Eck zum 2:0 für den RWE.

Nun waren die Wuppertaler nicht mehr auf der Höhe, denn keine 2min später klingelte es schon wieder im Kasten von Maly. Sie verloren den Ball in der Vorwärtsbewegung und Cinaz spielte den frei vor dem Tor, aber nicht im Abseits stehenden Bunjaku an, er machte noch 2 Schritte gucke mal kurz, wo Platz war zum einlochen und traf! Nun war die Stimmung auf dem Höhepunkt! 3:0 gegen den Tabellenführer der Nord-Staffel…unglaublich, aber wahr! Jetzt durfte der RWE aber nicht noch den Anschlusstreffer vor der Pause zulassen, denn als wiederum ein Wuppertaler Stürmer frei vor dem Tor stand, musste dies Maczkowiak zum 2.mal im 1:1 verhindern. Ganz stark!

Tüüüüt…Pause! Die Fans verabschiedeten die Mannschaft mit einem mega Applaus in die Kabinen zum durchschnaufen, nur das Schirigespann bekam Pfiffe, wegen der vielen unerklärlichen Abseitsentscheidungen gegen den RWE.

Als dann alle Akteure wieder auf dem Platz standen konnte es weitergehen. Man dachte, dass Wuppertal gleich einen Sturmlauf beginnen würde, aber nix da! Der RWE machte weiter, wo sie in der 43.min unterbrochen hatten, nämlich mit Tore schießen! Wieder kommt der RWE über links und wieder ist es der starke Brückner, der den freien Hauswald mit einen herrlichen Flanke bedient. Dieser hält seine Stiefel hin und freut sich über seinen 1. Treffer für seinen neuen Arbeitgeber. 4:0, man das ist ja der Wahnsinn! Aber nur nicht ausruhen, denn Wuppertal verfügt ja über den stärksten Sturm! Nach einem zweifelhaften Foul an Lintjens, 18m vor dem Tor linke Position, gab Gräfe Freistoß. Dieser legte sich die Murmel zurecht und lies sich nicht von der hüpfenden Mauer beirren. Er knalle den Freistoß an den rechten Innenpfosten und schon wars passiert, das 1:4 war gefallen. Der Schuss glich einem Strich und für Maczkowiak blieb da keine Chance. Folgend gab es ein leichtes Übergewicht der Wuppertaler, die in der 63min wieder einen Freistoß zugesprochen bekamen. Diesmal konnte aber Saglik den Ball nicht unterbringen und schoss weit übers Gehäuse. Mit dem Gegenzug besiegelte der RWE den Sieg nun endgültig. Der Beste Mann auf dem Platz krönte seine super-mega-hammergeile Leistung – Brückner heißt er! Er wird bei einem Konter schön freigespielt läuft allein aufs Tor und bringt die Kugel im 2.Versuch im Tor unter. Einfach nur Wahnsinn diese Mannschaft, geil, geil und noch mal geil! Auch weiterhin hatte der RWE gute Möglichkeiten, das halbe Dutzend voll zu machen, aber 3x Kumbela, dem es heut vergönnt war ein Tor zu erzielen und auch Schnetzler scheiterten mit ihren Chancen.

Die Stimmung fand keine Grenzen, alle sangen bis zum Schlusspfiff und feierten, als dieser ertönte, die Mannschaft und den Trainer Pavel Dotchev! Für den vor einem Jahr hier fast schon alles vorbei war, denn nach einem 0:0 gegen Wuppertal, stand der RWE im Tabellenkeller und startete aber danach eine famose Sieges-Serie.

Fazit:
Ein geiles Spiel der Blumenstädter und eine grausige Leistung der Wuppertaler, die eigentlich als Tabellenführer hier hätten mehr reißen müssen! Aber sie bekamen das schnelle und direkte Flügelspiel des RWE nie in den Griff. Sie selber versuchten es ständig durch die Mitte, aber dort standen Kapitän Holst und Nowak sehr gut und ließen Damm und Saglik keine Chance! Schnetzler und der starke Heller hatten einen ruhigen Nachmittag auf ihren Außenpositionen. Das starke Mittelfeld um Spielmacher da Silva machte auch alles richtig und setzte Bunjkau und Kumbela immer schön in Szene.

Nun gilt es für den RWE bei den Werder-Schlümpfen die nächsten Punkte zu holen. Dort sehen Brückner und da Silva ihren alten Kollegen wieder, ob das ein Vor- oder Nachteil wird, wird sich am kommenden Mittwoch um 17 Uhr zeigen! Und schon am Samstag darauf haben sie wieder Heimrecht gegen die Cottbusser Schlümpfe! Also man kann gespannt sein, wie sie sich gegen die vermeintlich „Kleineren“ schlagen.

Für Wuppertal geht es am Mittwoch zur Alten Försterei und am Samstag daheim gegen Essen…also für sie gilt, Mund abputzen und weiter geht’s! Danke für geile 3 Punkte!


Von Webtroll Hans
9. Spieltag: Rot-Weiß Essen vs. Rot-Weiß 3:2 (3:0)
Tore:
1:0 Guié-Mien (15., Foulelfmeter)
2:0 Guié-Mien (36.)
3:0 Guié-Mien (40.)
3:1 Kumbela (74.)
3:2 Kumbela (79.)

Zuschauer: 8.217 (darunter ca. 700 Rot-Weiße)
Karten: 3:5 (Holst, Schnetzler, J. Nowak, Hauswald, Kohlmann )

RWE spielte mit: Maczkowiak - Schnetzler, J. Nowak, Holst, Kohlmann (85. Beck) - D. Wolf (55. Hauswald), Peßolat, Brückner (67. Cornelius) , Rockenbach da Silva - Bunjaku, Kumbela

Kurzbericht

(!com). Erfurt verlor das Duell der Rot-Weißen gegen Essen. Nach einer schwachen 1. Hälfte der Thüringer lag man 0:3 zurück. Holst mit einigen Patzern, dazu ein fragwürdiger Elfmeter brachten die Erfurter scheinbar aussichtslos in Rückstand. Doch in der 2. Hälfte drehte Erfurt auf und kam durch Kumbela auf 2:3 heran. Die letzte Chance zum 3:3 vergab Beck. Zuvor wurde Kumbela im Strafraum ohne Elfmeterpfiff zu Fall gebracht. Dotchev musste zudem auf die Tribüne.


Von Webtroll Christian
8. Spieltag: Rot-Weiß vs. 1. FC Union Berlin 2:0 (0:0)
Tore:
1:0 Kumbela (60.)
2:0 Bunjaku (77.)

Zuschauer: 10.243 (ca. 1.800 Gästefans)
Ecken: 2:7
Karten: 2:2 Bunjaku, Hauswald – Ruprecht, Gebhardt

Aufstellungen:
Erfurt: Maczkowiak – Schnetzler, Nowak, Holst, Kohlmann (76. Heller) – Peßolat (82. Cinaz) – Wolf (64. Hauswald), Rockenbach da Silva, Brückner – Bunjaku, Kumbela

Union: Glinker – Bemben, Schulz, Ruprecht, Gebhardt – Spork – Mattuschka, Younga-Mouhani, Zschiesche – Benyamina, Patschinski


Erfurter Sturmduo trifft und hält Erfurt auf Kurs!

(!com). Durch Bunjaku und dem nach Rot-Sperre zurückgekehrtem Kumbela, ist Erfurt weiter auf Kurs der 3.Liga oder vielleicht sogar 2.?

Wie die Aufstellung verraten lies, spielten beide Mannschaften mit einem 4-1-3-2-System.
Pavel Dotchev nahm eine Veränderung gegenüber der Elf aus Babelsberg vor. Der von der Rot-Sperre zurückgegehrte Kumbela sollte heute seine Chance bekommen, um seine damals dumme Aktion im Spiel in Dortmund vergessen zu machen. Uwe Neuhaus dagegen lies seine Elf, gegenüber dem letzten Spiel unter der Woche, unverändert auflaufen.

Erfurt feierte heute vor heimischem Publikum seinen 4.Sieg im 7.Spiel. Union gelang es nicht hier und heute Punkte mit nach Hause zu nehmen. Somit bleibt Erfurt unbesiegt und lässt seine Fans nicht nur vom erreichen der 3.Liga träumen…

Der Schiedsrichter Babaka Rafati pfiff das Spiel pünktlich um 14 Uhr im Steigerwaldstadion, bei leichtem Nieselregen an. Beide Teams begannen die ersten Minuten verhalten und versuchten Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen. Wobei dies dem RWE am Besten gelang. Nach 4 Minütchen wurde der Unioner Schlussmann Glinker mit einem Fernschuss zum ersten Mal geprüft, da Silva war der Absender. Erfurt spiele weiterhin sicher und kombinierte schön durch die eigenen Reihen. Dann die erste große Aufregung im Stadion. Nach 10min wurde da Silva mit einem schönen hohen Laufpass auf die Reise geschickt, sein Gegenspieler, dessen Name mir leider nich bekannt ist, versuchte ihm am Schuss zu hindern. Es kam zu einem normalen Zweikampf, wobei da Silva versuchte einen Elfer herauszuholen, statt einfach mal auf die Bude zu kloppen… hätte er versucht, sich durchzusetzen, hätten wir hier vielleicht schon das 1:0 bejubeln können.

Erfurt war nun spielerisch ganz klar überlegen und Union fand nur in der Abwehr statt, weil sie damit beschäftigt waren die Erfurter am Torerfolg zu hindern. Es fehlte immer der letzte Pass oder der Abschluss konnte einfach nicht gefunden werden. Folgerichtig wechselte Neuhaus, den ganz schwachen Younga-Mouhani aus, an dem das Spiel komplett vorbei lief. Ihn ersetzte Bönig (33.). Danach kam Erfurt zu einer weiteren Möglichkeit als Bunjaku mit einer flachen Flanke im Strafraum gefunden wurde. Jedoch konnte er diese nicht mit einem Direktschuss im Tor unterbringen.

Als das Spiel sich langsam Richtung Halbzeit bewegte kam plötzlich Union angestürmt. Erfurt war gerade im Angriff, als der Ball verloren ging. Union schaltete schnell um und konterte. Sie spielten sich schön vor den Erfurter Strafraum und mit einem geschickten Pass auf rechts stand plötzlich ein Unioner frei vor Maczkowiak. Er konnte aber durchschnaufen, weil der Unioner die Kugel ganz klar links am Tor vorbei schoss. Was war denn nun auf einmal los? Union wollte wohl mit einer Führung den Pausentee genießen. Wieder spielten sie schnell nach vorn und ein Unioner lief von rechts auf Maczkowiak zu, dieser sprintete aus seinem Gehäuse um den Unioner am Schuss zu hindern. Allerdings sah der Stürmer dies und lupfte den Ball schön über den Torwart. Für eine Sekunde war Totenstille im Stadion… Zum Glück für Erfurt und zum Pech für Union landete der Ball auf dem Tornetz. Dies hätte das 1:0 sein müssen, aber es wäre total unverdient gewesen, wenn man den Spielverlauf der 1.HZ betrachtet.

Nun gab es für alle 22 Akteure und vielleicht auch für die 3 Schiris einen leckeren Pausentee. Nachdem alle ausgetrunken hatten, war man bereit für die 2.HZ. Wie die erste endete, so fing auch die zweite wieder an: Union im Vorwärtsgang! Jetzt waren sie überlegen und spielten mutig nach vorne, kamen aber (zum glück) nicht zu zwingenden Torchancen. Erfurt nutzte diese Angriffsbemühungen der Unioner, fast mit einem Konter aus. Kumbela sprintete über den rechten Flügel, bis zur Grundlinie und lief in den Strafraum rein, bediente dann mit einem schönen Pass den freien da Silva. Dieser nahm den Pass direkt und schoss die Pille in den 2. Stock und das gute 9m vor dem Tor. Der Schuss hätte sitzen müssen!

Nun drehte Erfurt wieder auf, es schien wohl so, als hätte die Wirkung des Pausentees eine spätere Wirkung zu haben, als diese der Unioner. Sie spielten schön über links, Brückner setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, kommt zu flanken, diese wird dann zwar leicht abgefälscht aber das macht nix, denn die Flanke landet auf der Glatze von Kumbela der frei vor dem Tor keine Probleme hat diesen Ball zu versenken. YES… 1:0! Nach mittlerweile schon 60 gespielten Minuten. Und Erfurt macht gleich weiter, denn wer will sich schon mit einem Tor begnügen. Diesmal ist es Bunjaku, der sich durchsetzt, aber leider knapp links vorbeizieht. Und gleich noch eine Chance hinterher. Kumbela kommt wieder über rechts und lupft den Ball in den Strafraum, dort nimmt ihn Wolf wunderbar runter und zieht ab, leider hatte das der Torwart Glinker was dagegen und parierte ganz stark. Mit der Aktion war dann aber auch Schluß, für den unter der Woche erkrankten Wolf, er wurde mit dem neuverpflichteten Martin Hauswald ersetzt. Der sich dann auch prombt seinen 2. gelben Karton im 2. Spiel abholte.

Nun ging es aber wieder auf die andere Seite. Maczkowiak ist in Erwartung eines Freistoßes von Union. Er unterläuft diesen Ball und hat doppelt Glück, da 1. der Kopfball des Unioners auf dem Tornetz landet und 2. der Schiri ein Foul gesehen haben will. Allerdings stand auch die Sonne, die sich mal kurz, zwischen dem Nieselregen zeigte, tief und blendete ihn.

Nun schwenken wir wieder um, auf die andere Hälfte des Platzes, denn Bunjaku wird mit einem weiten Pass geschickt, die Abwehr und auch der, in dieser Situation, nicht gut aussehende Glinker können Bunjaku nicht daran hindern, sich den Ball herunter zupflücken, den Torwart zu umkurven und locker einzuschieben! Somit war in der 77. Minute die Entscheidung gefallen -> 2:0! Bunjaku war so außer sich vor Freude, dass er sich das Trikot vom Leide riss und Gelb kassierte…na ja, wenn die Eltern mal da sind, dann muss man schon mal die Sau rauslassen. Und das dachten sich auch die Fans im Stadion, sie feierten und sangen bis zum Schluß.

Union versuchte noch etwas Ergebniskosmetik, aber mehr als einen Freistoß knapp über den Erfurter Kasten kam nicht mehr dabei heraus. Kurz vor Feierabend, kam dann Erfurt noch zur ersten Ecke (!), als da Silva mal einen gucken ließ und Glinker den Ball übers Gehäuse pariert. Es folgte zwar noch die 2. Ecke aber auch die brachte nix mehr ein. Somit entschied der Schiri Babaka Rafati: Schluß für heut!

Erfurt bleibt auch weiterhin ungeschlagen, dank dem zurückgekehrten Kumbela, der heute zeigte, dass er enorm wichtig ist, für die Mannschaft. Auch Bunjaku, der nun sein 5. Tor im 5.Spiel erzielt ist herauszuheben. Auch unser weißer Brasilianer war heut wieder in guter Form und machte ein starkes Spiel über seine linke Außenbahn. Auch sein gegenüber Denis Wolf machte eine gute Partie, allerdings reichte seine Kraft nur bis zur 64.min, da er ja bekanntlich unter der Woche erkrankt war. Und „Rocke“ war heut überall zu finden, aber leider gelang ihm nicht alles, allerdings ist er ein wichtiger Spielgestalter und Ballverteiler im Mittelfeld. Unsere Abwehr machte heut zusammen einen starken Auftritt, sie hatten zwar 2-3 kleine Schlafphasen, aber insgesamt war ihre Leitung heute gut. Dann ließ es sich die Mannschaft inkl. Trainer nicht nehmen, mit den Fans einen gelungenen Heimerfolg zu feiern, der außer 2 Unioner Großchancen recht verdient war.

Union war in den ersten 40 Minuten viel zu passiv, nix ging nach vorne. Und nach den jeweiligen beiden Toren, klappte es auch nicht so recht in der Offensivabteilung. Sie bedankten sich dann höflich, bei ihren gut 1.800 mitgereisten Fans für einen starken Support.

Für Erfurt geht es nun nach Essen, wo Maczkowiak auf seinen Ex-Verein treffen wird. Es wird ein schweres Spiel werden, obwohl Essen bisher nicht so recht in die Gänge kam, trotz des heutigen 3:1 in Babelsberg. Vielleicht kann Erfurt dies ausnutzen und Punkte aus dem Essener Georg-Melches-Stadion entführen.

Union kann sich erst mal einen Spieltag ausruhen, denn sie haben Spielfrei und treffen dann die Woche darauf ebenfalls auf Essen. Für sie steht allerdings noch genug Arbeit bevor, wenn sie sicher in die 3.Liga wollen. Das war heute über weite Strecken unerwartet schwach.


Von Webtroll Hans
6. Spieltag: SV Babelsberg 03 vs. Rot-Weiß 1:1 (0:0)
Tore:
1:0 Felsenberg (47.)
1:1 Bunjaku (77.)

Zuschauer: 3.496 (darunter ca. 800 Rot-Weiße)
Ecken: 2:8
Karten: 3:2 (Nowak, Hauswald)

RWE spielte mit: Maczkowiak - Schnetzler, Nowak, Holst, Kohlmann - Wolf, Peßolat, Stenzel, Brückner - daSilva, Bunjaku


Durch viel Einsatz und Kampf weiterhin ungeschlagen

(!com). Es gibt neben den Minimalisten aus Düsseldorf nur noch ein weiteres Team in der Regionalliga Nord, welches auch weiterhin ungeschlagen ist, den FC Rot-Weiß Erfurt. Auch der Aufsteiger aus Babelsberg vermochte es trotz einer besseren ersten Halbzeit nicht, die Rot-Weißen in die Knie zu zwingen.

Gleich zu Beginn prüfte Biran mit einem Schuss aufs kurze Eck Maczkowiak, welcher den harten Knaller aber hielt (6.). Erfurt war relativ verunsichert, spielte nicht sehr überzeugend. Das Offensivspiel, welches auf ein schnelles Kombinationsspiel und eine Flügelzange setzt (wie gegen Ahlen und Emden) funktionierte nicht wie gewünscht. Viele Fehlpässe sorgten für ständige Ballverluste, die wiederum zu zahlreichen schnellen Gegenzügen führten. Unserer Abwehr war es zu verdanken, dass viele von diesen Angriffen abgefangen wurden. Irgend ein Bein Schnetzlers, Holst, Kohlmanns oder Nowaks war immer dazwischen. Schlimmeres konnte so zumindest in Halbzeit eins verhindert werden. Die beste Rot-Weiß-Chance besaß daSilva kurz vor dem Pausentee. Nach einer Ecke pflückte er sich den Ball mit der Brust runter und zog ab, aber Babelsbergs Keeper Roggentin war zur Stelle und parierte stark (43.).

Aber zu Beginn der zweiten Halbzeit halfen die vielen rot-weißen Abwehrbeine nichts mehr. Ben-Hatiras Flanke konnte nicht geklärt werden und Felsenberg stocherte das Leder über die Linie (47.). Durch das Gegentor wachte Erfurt auf, erhöhte den Druck und endlich kamen auch mal wieder einige der gut anzusehenden und gefährlichen Spielzüge zustande. Einen solchen Spielzug wurde durch einen Laufpass auf Bunjaku initiiert, welcher Roggentin überwand aber zu weit abgedrängt wurde. Seine Flanke kam nicht an, weil daSilva beim Annahmeversuch von hinten weggerammt wurde. Den Abpraller versuchte Schnetzler einzunetzen, aber seinen Schuss parierte der mittlerweile zurückgeeilte Roggentin (52.).

Nun spielte nur noch Erfurt. Sie besaßen Chancen durch Bunjaku (Schussversuch sowie Kopfball, 54. und 64.), Schnetzler mit zwei Schüssen, die aber Roggentin hielt (69. und 74.) und Peßolat, der ebenfalls mit seinem Schuss scheiterte (75.). Das Eckenverhältnis betrug zu diesem Zeitpunkt 7:2 für Erfurt. Die achte Ecke führte dann endlich zum ersehnten Torerfolg. Bunjaku köpfte die Schnetzler-Ecke ein (77.). Babelsberg war trotz der Druckphase der Rot-Weißen immer gefährlich durch Konter und blieb es nach dem Ausgleich auch weiter, was das gesamte Spiel spannend hielt. Aber keine der beiden Teams brachte bis zum Schlusspfiff noch etwas 100%iges zu Stande, womit es auf Grund der unterschiedlichen Halbzeiten von den Spielanteilen her beim gerechten Remis blieb.

Fazit
Erfurt ist somit weiterhin ungeschlagen, aber man sollte bedenken, dass 3 Unentschieden in 6 Spielen auch nicht das gelbe vom Ei sind. Vor allem, wenn diese Unentschieden gegen eigentlich schlagbare Gegner herauskamen. Das erste Unentschieden bei Dortmund II, welche momentan im Keller hausen, dann Braunschweig, ebenfalls ganz unten und bis zum Auftritt bei uns die Schießbude der Liga und nun ein Remis bei einem Aufsteiger. Auch wenn das alles eigentlich spielstarke Mannschaften waren, kann man schon ein bisschen um die vergebenen Punkte traurig sein.

So ist in den letzten 3 Spielen auch eine Tendenz erkennbar. Dieses wirklich schöne Offensivspiel, mit welchem Emden und Ahlen an die Wand gespielt wurden, das vermisst man schlichtweg. Es läuft nicht mehr wie gewünscht im Angriffspiel der Rot-Weißen. Die Gegner haben sich mittlerweile auf die Spieler und die Taktik Dotchevs eingestellt und können das Passspiel frühzeitig unterbinden. Man sollte nun ein paar neue Varianten aus der Trickkiste holen, um wieder auf die Siegspur zurückzufinden, denn man wird nicht in jedem Spiel durch Standards (wie gegen Braunschweig und Babelsberg) zurück ins Spiel kommen.


Von Webtroll Alex
5. Spieltag: Rot-Weiß vs. Eintracht Braunschweig 2:2 (0:1)
Tore:
0:1 Danneberg (40.)
1:1 Bunjaku (48.)
1:2 Fuchs (67.)
2:2 da Silva (83.)

Zuschauer: 9.755 (darunter ca. 400 Gäste)
Ecken: 6:6
Karten: 4:3 (Cinaz, Nowak, Schnetzler, daSilva)

RWE spielte mit:
Maczkowiak - Schnetzler, Nowak, Holst, Kohlmann - Wolf, Peßolat (80. Stenzel), Cinaz (72. Ivanov), Rockenbach da Silva (87. Heller), Bunjaku - Beck


RWE weiterhin ungeschlagen

!com. Das Positive zu erst: Der FC Rot-Weiß Erfurt ist in der Regionalliga durch das Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig weiterhin ungeschlagen. Jedoch ist dies auch das Einzige, was an diesem Tag positiv zu erwähnen ist.

Schon zu Beginn des Spiels merkte man, dass das heute keine einfache Sache wird und irgendwie der Wurm im gesamten Erfurter Spiel steckt. Nach einem Ballverlust konnte Cinaz seinen Gegenspieler nurnoch unfair im eigenen Strafraum stoppen. Die logische Konsequenz war ein Elfmeter, den Maczkowiak gegen Lenze hielt (5.). Doch dies rüttelte die Rot-Weißen nicht wirklich wach. Mehr Spielanteile und die besseren Chancen besaß die Eintracht. Doch sie scheiterten immer und immerwieder an Maczkowiak, so auch in der 12. Minute als Danneberg köpfte und in der 18. Minute, als Ristic es auch mit dem Kopf probierte. Auch Lenze scheiterte kurze Zeit später mit einem Schuss (19.). Das Tor für Braunschweig lag in der Luft, doch die Gäste brauchten noch bis zur 40. Minute, eh nach einer erneuten Flanke Maczkowiak gegen Dannebergs Flugkopfball aus Nahdistanz chancenlos war.

Das RWE-Spiel war grausam anzusehen in Halbzeit eins. Es war offensichtlich, dass drei Ausfälle im Offensivsystem nicht verkraftet werden konnten. Die Beweglichkeit, die Kombinationen und die Gefährlichkeit fehlte. Die Abwehrspieler fanden keine Anspielstationen, schoben sich das Leder nur planlos zu. Abspielfehler waren die Folge, welche es viel zu viele zu bestaunen gab.

Die zweite Halbzeit begann aber sehr positiv. Durch einen Standard kam Erfurt zurück. Schnetzler trat einen Freistoß von rechts halbhoch in den gegnerischen Strafraum und Bunjaku hielt seinen Fuß in die Flugbahn. Der Ball landete im langen Eck (47.). Durch dieses Tor hatte Erfurt einen Auftrieb, schnürte Braunschweig in die eigene Hälfte ein und kam durch Peßolat mit einem strammen Schuss, der zur Ecke geklärt wurde (55.) und Wolf, der eine Cinaz-Hereingabe knapp neben das Tor setzte (56.), zu sehr guten Chancen. Doch durch einen individuellen Fehler, daSilva verstolperte den Ball im Mittelfeld, brachte man sich selbst um die Druckphase, denn aus diesem Konter entstand das 2:1 für Braunschweig. Der mitgelaufene Fuchs konnte den Konter vollenden und unbedrängt einschieben (66.).

Erfurt stand nun wieder vor dem eigenen Trümmerhaufen. Nach vorne ging fast garnichts außer hohe und lange Bälle. Gut herausgearbeitete Spielzüge waren Mangelware im Gegensatz zu haarsträubenden Fehlpässen, die zu oft vorkamen. Wiedermal einem Standard war es zu verdanken, dass der heutige Abend nicht punktlos für Rot-Weiß endete. Schnetzler trat wieder den Freistoß von halbrechts. Seine Flanke wurde verlängert und fand am langen Pfosten daSilvas Kopf, der zum Endstand von 2:2 einnetzte (83.).

Dieser Endstand schmeichelt meines Erachtens etwas dem Spielverlauf. Aus dem Spiel heraus hätte Rot-Weiß heute kein Tor erzielt. Die Offensive war schlichtweg schwach. Braunschweig hingegen stand geschickt und gut in der Abwehr und zeigte, dass sie nicht dahin gehören, wo sie momentan stehen. Über eine Niederlage hätte sich Erfurt heute nicht beschweren dürfen, was umso peinlicher ist, wenn man die Ausgangssituation bedenkt. Schließlich hatte Braunschweig unter der Woche ein Spiel mehr zu bestreiten als Rot-Weiß und hätte ab der 70. Minute von Erfurt an die Wand gespielt werden müssen!


Von Webtroll Alex