Unser Präsident

Fan1
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Beitragvon Fan1 » Mittwoch 23. März 2016, 14:35

Thomsen hat geschrieben:Einfluss nehmen, sich für gewisse Interessen einsetzen, Missstände Verantwortlichen gegenüber ansprechen... Hier wird gerade so getan als müsse das dann auch grundsätzlich immer Erfolg haben. Hat es keinen Erfolg, hat man sich nicht eingesetzt. Das ist ziemlich einfach. Alles klar.

Wenn mein Vermieter den Baum hinter dem Haus weghaut, obwohl der mir und meinen Nachbarn immer so schön Schatten spendet, dann kann ich auch nicht viel mehr tun, als ihn zu bitten, den Baum stehen zu lassen. Vielleicht hat er auch noch ein Argument wie Umstürzgefahr. Mein Nachbar kommt dann aus dem Urlaub zurück und wirft mir vor, ich hätte mich geg. dem Vermieter nicht genug eingesetzt.

Über die Art und Weise wie die Mannschaft am Sonntag in HZ 2 aufgetreten ist, kann man sich gern mal aufregen. Nun aber allen Frust ablassen indem man wieder einmal das große Ganze infrage stellt und schlecht redet? Unsinn.

Dass in einer Landeshauptstadt so wenig Rückhalt für den eigenen Verein vorzufinden ist, ärgert uns alle. Und freilich gab es in den letzten Jahren einige strittige Entscheidungen in und um den Verein, die nicht gerade für Sympathien gesorgt haben. Hauptproblem ist aber, dass wir hier zu viel Theater-Publikum haben, das unter Realitätsverlust leidet, von Rot-Weiß alles erwartet aber vergisst wer wir sind. –Neidisch auf Magdeburg sehen und selbst nicht zum eigenen Verein halten. Dafür aber hunderte von Kilometern fahren, um irgendwo mitzujubeln.

Dieses überhebliche Gepöbel ohne die Lage zu überblicken…


Was wurde denn von der Vereinsspitze in den letzten 10 Jahren getan um z.B. deinem Hauptproblem entgegen zu wirken? Oder wird vielleicht anders herum ein Schuh daraus? Stichwort Mission ...

Was wird denn zum Überblicken der Lage getan?


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Thomsen
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Beitragvon Thomsen » Mittwoch 23. März 2016, 17:37

Wie ich schrieb, wurden in und um den Verein Entscheidungen getroffen, die im Nachhinein als unglücklich bezeichnet werden können. Die Mission kam damals überraschend und ich persönlich hätte sie auch nicht angesetzt. Die Chance, sie nicht zu vollenden, wäre mir viel zu groß gewesen. In unserem Fall kam es sogar noch schlimmer – sie wurde vorzeitig abgebrochen. Mit sinkenden Ausgaben (Etat) können i. d. R. keine größeren Ziele erreicht werden. Abgesehen davon ist Erfolg im Sport ohnehin nicht plan- oder kaufbar. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Mission aber auch ins Leben gerufen als RWE vorn mitspielte.

Aber, wenn Du keine ambitionierten Ziele präsentierst, welchen potenziellen Sponsor kannst Du gewinnen? Jeder will doch immer nur wachsen, expandieren, Gewinn maximieren, aufsteigen… Und ähnlich verhält es sich doch mit den Zuschauern auch.

Ich hab ein Erfurt im Allgemeinen weniger Interesse für Fußball erlebt als in anderen Städten. Und vielen der Fußballinteressierten geht Rot-Weiß am Hintern vorbei. Da bekommt man des Öfteren mit einer dicken Portion Überheblichkeit Sprüche wie „die verlieren doch eh wieder“ vor den Latz geknallt, um im nächsten Moment gefragt zu werden auf welchem Platz die aktuell eigentlich stehen. Dritte Liga ist dem anspruchsvollen champions-league-berechtigten Hauptstädter nicht gut genug. Von denen macht sich aber keiner Gedanken, was in Erfurt vielleicht schon möglich gewesen wäre, wenn hier mal ein Schnitt von 10.000 zu Heimspielen gekommen wäre und sie es (mit) sind, die ihren Verein so klein halten. In Erfurt hört man oft Spott über RWE, wie anderswo über einen Kreisklasse-Verein.

Wer sich mit unserer Lage beschäftigt, weiß, dass das Erreichen und der Erhalt der Dritten Liga schon als Erfolg zu werten ist. Vor der Saison als es um die Quali zur Liga ging, hatten uns nicht viele auf dem Zettel. Das wird vergessen. Freilich hätte einiges besser laufen können und müssen. Als führender Verein im Land muss man schon öfter mal den TP holen und am DFB-Pokal teilnehmen. Das haben aber die jeweiligen Mannschaften versaut. Da ging ordentlich Budget weg.

Und auch die aktuelle Situation hat wohl kaum einer so vorausgesehen. Erinnert sich noch jemand an die Kaderplanungen für diese Saison? Als Namen wie Uzan oder Hergesell auftauchten, dachte vielleicht keiner an Aufstieg, aber doch zumindest an eine solide Saison. Ich erinnere mich zumindest noch daran, dass wir hier weitgehend positiv gestimmt waren bzgl. des Kaders. Immerhin stehen in unserer Tabellenregion mehrere Mannschaften mit weitaus höherem Etat und gleichen Problemen. Ich finde es verfehlt nun wieder den Verein per se in den Dreck zu ziehen. Für das lethargische Gekicke, das uns die Truppe über einen Großteil der Saison präsentiert, sind die Spieler verantwortlich und nicht RR oder Sacko oder TT oder…

Zum Überblicken der angesprochenen Kritikpunkte (Parkplatz, Stadionuhr) reicht manchmal auch nur ein wenig Verstand, Logik und Realitätssinn. Rot-Weiß ist insgesamt nicht in der Lage der Stadt, dem Sportbetrieb, den Sicherheitsbehörden oder sonst wem irgendwas zu diktieren.


Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.
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Beitragvon andi » Mittwoch 23. März 2016, 17:47

"Ich hab ein Erfurt im Allgemeinen weniger Interesse für Fußball erlebt als in anderen Städten. Und vielen der Fußballinteressierten geht Rot-Weiß am Hintern vorbei. Da bekommt man des Öfteren mit einer dicken Portion Überheblichkeit Sprüche wie „die verlieren doch eh wieder“ vor den Latz geknallt, um im nächsten Moment gefragt zu werden auf welchem Platz die aktuell eigentlich stehen. Dritte Liga ist dem anspruchsvollen champions-league-berechtigten Hauptstädter nicht gut genug. Von denen macht sich aber keiner Gedanken, was in Erfurt vielleicht schon möglich gewesen wäre, wenn hier mal ein Schnitt von 10.000 zu Heimspielen gekommen wäre und sie es (mit) sind, die ihren Verein so klein halten. In Erfurt hört man oft Spott über RWE, wie anderswo über einen Kreisklasse-Verein."
Genau das ist mir auch ein Rätzel , früher kamen 30 000 gegen den BFC und jetzt 6000 gegen den CFC , was machen die 200000 Erfurter am WE , zum angrillen waren wohl am Samstag 25000 auf dem Markt ???Haben die alle Sky , sind die nicht mehr Stolz auf ihre Stadt , Bundesland oder unseren Verein ???


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Beitragvon RWEUS » Mittwoch 23. März 2016, 18:35

Thomsen hat geschrieben:Aber, wenn Du keine ambitionierten Ziele präsentierst, welchen potenziellen Sponsor kannst Du gewinnen? Jeder will doch immer nur wachsen, expandieren, Gewinn maximieren, aufsteigen… Und ähnlich verhält es sich doch mit den Zuschauern auch.


Thomsen, das liesst sich alles sehr gut was Du schreibst und ich gehe bei dem meisten Dinge mit. Ich moechte mal eine klein wenig alternative Sichweise beitragen. (Sozusagen vom kapitalistischen Mutterland aus ;-)

Als erstes muss unser Praesident aufhoehren diese komplett unhaltbaren Ziele auszugeben und ihnen wahnwitzige Namen wie "Mission 2016" etc zu geben. Dazu gehoert auch das angepasste Saisonziel nach Abruch der Mission und auf jeden Fall diese "Garantie" das wir nicht absteigen bei der 50 Jahre Jubilaeumsfeier (frag mich ob er da zu tief ins Glas geschaut hat).

Investoren schauen in der Regel 1-2 Jahre in Vergangenheit bzw. Gegenwart und messen die Erfolgsgarantie einer Investition an seiner aktuellen Performance, bzw. seiner unmittelbar zurueckliegenden Geschichte. Nichts liebt ein Investor mehr, als etwas was messbaren Erfolg zeigt und sich konstant verhaelt. Wenn einem Investor (damit meine ich auch das zahlende Publikum) konstante Punkte geliefert werden, dann entwickelt sich Vertrauen in das Produkt selbst. Wenn das Produkt stimmt, dann braucht man auch keinen Krawattentraeger mehr der sich vor viele hinstellt und von irgendwelchen Zielen spricht. Ein Steve Jobs z.B. hatte sich zu seinen Lebzeiten auf der Jahresvollversammlung von Apple vor seinen Investoren nicht hingestellt und davon geredet das sein Produkt irgendwann mal gut sein wird, sondern er hat jahrzehnte lang hart gearbeitet das sein Produkt gut wird. Dann konnte er auch davon reden wie man es noch besser macht.

Ziele kann jeder Fan oder Besucher fuer sich selbst definieren, aber von dem vom sportlichen Betrieb ehr nicht geschulten Praesidenten staendig Ziele gesteckt zu bekommen ist in keinem Falle hilfreich. Das meine ich mit allem Respekt vor RR. Er tut sehr viel fuer den Verein, sollte sich aber auf seine eigenen Staerken beschraenken.

Ich hatte vor einigen Monate in einem anderen Thread schon einmal darauf hingewiesen, das mit konstanten Leistungen und einer paralellen regionalen Marketingstrategie mehr moeglich ist. Ich schlug z.B. vor, Jugenspiele im Stadion auszutragen. In den Halbzeitpause unserer Heimspiele koennen 10 min zwei lokale Vereine ihre D-Jugend vorspielen lassen. Das ist eine gute Werbung fuer den lokalen Verein, der gleich 200 Eltern und Familien mit ins Stadion bringt. Das ist auch gute Werbung fuer den RWE, weil er damit zeigt, das uns die Stadt und der Fussball in der Region am Herzen liegt.
Ich schlug ausserdem vor, das man Tickets intelligenter verkaufen kann. Rabatte fuer gewisse Zielgruppen, Gruppenrabatte fuer lokale Fussballvereine. Hier koennten z.B. offizielle RWE Fanbeauftragte feste Ticketkontigente an lokale Fussballvereine abgeben. Wenn der FC Dorf 05 garantieren kann das er 100 Tickets abnimmt, dann bekommt er sie fuer 50% des Stadionpreises (innerhalb eine gegebenen Frist).

Aber egal, alles nur Ideen, die eh keinen interessieren werden. Hab seit Jahren keine gescheite moderne Marketingstrategie beim RWE beobachtet. Die Wichtigkeit einer solchen Funktion scheinen auch wenige auf dem Radar zu haben.



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Beitragvon Fan1 » Mittwoch 23. März 2016, 20:24

@Thomsen Genau das ist das Problem. Schuld sind die verwöhnten Erfurter, nicht die ünglücklichen Entscheidungen der Vereinsführung. Schuld an den enomermen Schulden sind die Sponsoren und die Wirtschaft. Schuld wenn was im Moment mit dem Stadion ist, ist die Stadt. Usw.
Aber die Leute sollen den RWE lieben und ins Stadion strömen. Man müsste eigentlich merken, wenn man die Verbindung zur Basis nicht komplett verloren hat, das es so nicht geht.
Wenn die Zuschauer im neuen Stadion (nach einer kurzen Euphoriewelle) ausbleiben was kommen wird, liegt es auch wieder am Erfurter. Aber nur deshalb, weil die Leute nicht blöd sind und der Verein es nicht schafft eine emotionale Bindung aufzubauen.


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Beitragvon Christian » Mittwoch 23. März 2016, 22:32

Wie ich schrieb, wurden in und um den Verein Entscheidungen getroffen, die im Nachhinein als unglücklich bezeichnet werden können. Die Mission kam damals überraschend und ich persönlich hätte sie auch nicht angesetzt. Die Chance, sie nicht zu vollenden, wäre mir viel zu groß gewesen. In unserem Fall kam es sogar noch schlimmer – sie wurde vorzeitig abgebrochen. Mit sinkenden Ausgaben (Etat) können i. d. R. keine größeren Ziele erreicht werden. Abgesehen davon ist Erfolg im Sport ohnehin nicht plan- oder kaufbar. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Mission aber auch ins Leben gerufen als RWE vorn mitspielte.

Aber, wenn Du keine ambitionierten Ziele präsentierst, welchen potenziellen Sponsor kannst Du gewinnen? Jeder will doch immer nur wachsen, expandieren, Gewinn maximieren, aufsteigen… Und ähnlich verhält es sich doch mit den Zuschauern auch.

Ich hab ein Erfurt im Allgemeinen weniger Interesse für Fußball erlebt als in anderen Städten. Und vielen der Fußballinteressierten geht Rot-Weiß am Hintern vorbei. Da bekommt man des Öfteren mit einer dicken Portion Überheblichkeit Sprüche wie „die verlieren doch eh wieder“ vor den Latz geknallt, um im nächsten Moment gefragt zu werden auf welchem Platz die aktuell eigentlich stehen. Dritte Liga ist dem anspruchsvollen champions-league-berechtigten Hauptstädter nicht gut genug. Von denen macht sich aber keiner Gedanken, was in Erfurt vielleicht schon möglich gewesen wäre, wenn hier mal ein Schnitt von 10.000 zu Heimspielen gekommen wäre und sie es (mit) sind, die ihren Verein so klein halten. In Erfurt hört man oft Spott über RWE, wie anderswo über einen Kreisklasse-Verein.

Wer sich mit unserer Lage beschäftigt, weiß, dass das Erreichen und der Erhalt der Dritten Liga schon als Erfolg zu werten ist. Vor der Saison als es um die Quali zur Liga ging, hatten uns nicht viele auf dem Zettel. Das wird vergessen. Freilich hätte einiges besser laufen können und müssen. Als führender Verein im Land muss man schon öfter mal den TP holen und am DFB-Pokal teilnehmen. Das haben aber die jeweiligen Mannschaften versaut. Da ging ordentlich Budget weg.

Und auch die aktuelle Situation hat wohl kaum einer so vorausgesehen. Erinnert sich noch jemand an die Kaderplanungen für diese Saison? Als Namen wie Uzan oder Hergesell auftauchten, dachte vielleicht keiner an Aufstieg, aber doch zumindest an eine solide Saison. Ich erinnere mich zumindest noch daran, dass wir hier weitgehend positiv gestimmt waren bzgl. des Kaders. Immerhin stehen in unserer Tabellenregion mehrere Mannschaften mit weitaus höherem Etat und gleichen Problemen. Ich finde es verfehlt nun wieder den Verein per se in den Dreck zu ziehen. Für das lethargische Gekicke, das uns die Truppe über einen Großteil der Saison präsentiert, sind die Spieler verantwortlich und nicht RR oder Sacko oder TT oder…

Zum Überblicken der angesprochenen Kritikpunkte (Parkplatz, Stadionuhr) reicht manchmal auch nur ein wenig Verstand, Logik und Realitätssinn. Rot-Weiß ist insgesamt nicht in der Lage der Stadt, dem Sportbetrieb, den Sicherheitsbehörden oder sonst wem irgendwas zu diktieren.


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Thomsen
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Beitragvon Thomsen » Donnerstag 24. März 2016, 09:43

@RWEUS:
Du hast Recht mit Deiner Kritik am Marketing des Vereins. Doch auch da steht uns das Problem der Finanzen im Weg. Es fehlt dafür an Budget - für entsprechende Mitarbeiter, die Ideen wie Deine planen, durchführen, nachbereiten und weiterentwickeln. Wenn irgendwo bspw. mal 10.000 € frei sind, kannst Du davon keinen Fachmann engagieren und hast auch nicht genug für eine leistungsfähige Marketingstrategie. Dann geht das Geld eben doch lieber in den Spielbetrieb um den Kopf über Wasser zu halten.

Freilich bieten die USA reichlich Anschauungsbeispiele in Sachen Marketing. Wenn man sieht wie dort schon High School Teams supportet werden. Aber es ist eben ein ganz anderes System. Amerikaner sind im Allgemeinen auch viel Begeisterungsfähiger aber auch patriotischer. Das ist das, was uns hier abgeht. Vor allem in Bezug auf Sport.

@Fan1:
Genau das ist das Problem. Schuld sind die verwöhnten Erfurter, nicht die ünglücklichen Entscheidungen der Vereinsführung.
Schuld sind die verwöhnten Erfurter, die eine Erwartungshaltung gegenüber RWE haben, wie ein Bundesligist zu arbeiten, wo jede Stelle vom Präsidenten bis zum Sockenstopfer mit Vollprofis besetzt ist.

Schuld an den enomermen Schulden sind die Sponsoren und die Wirtschaft.
Die enormen Schulden sind aufgrund der schwierigen Gesamtumstände entstanden. Und dazu zählt auch die Wirtschaft. (Die Sponsoren nicht; die unterstützen den Verein schließlich.) Die Struktur der regionalen Wirtschaft hatten wir doch schon oft zum Thema. Es sind zwar große Unternehmen ansässig, aber keines hat seinen Hauptsitz in Thüringen. Viele Unternehmen unterstützen andere Vereine oder Sportarten und manche Unternehmen sind gar nicht an Sportsponsoring interessiert. Da kann man nicht direkt von Schuld sprechen. Es sind aber faktisch die Gegebenheiten. Fakt ist aber auch: Kommen zu jedem Spiel 10.000 Erfurter, bist Du als Verein auch interessanter für mehr mittelständische Erfurter Unternehmen.

Schuld wenn was im Moment mit dem Stadion ist, ist die Stadt. Usw.
Wer denn sonst? RWE hätte bestimmt auch lieber eine funktionierende Uhr im Stadion, ist RR vielleicht sogar peinlich. Aber nur weil RWE im Rathaus anruft, schickt doch Herr Bausewein nicht gleich einen Arbeitertrupp ins Stadion, um für zwei Heimspiele eine Uhr zu reparieren, die in ein paar Wochen sowieso abgerissen wird.

Aber die Leute sollen den RWE lieben und ins Stadion strömen. Man müsste eigentlich merken, wenn man die Verbindung zur Basis nicht komplett verloren hat, das es so nicht geht.
Ich glaube, die Basis hat Teilweise den Kontakt zur Basis zum Boden verloren.

Wenn die Zuschauer im neuen Stadion (nach einer kurzen Euphoriewelle) ausbleiben was kommen wird, liegt es auch wieder am Erfurter.
In gewisser Weise ja. Es entspricht seinem Naturell.

Aber nur deshalb, weil die Leute nicht blöd sind und der Verein es nicht schafft eine emotionale Bindung aufzubauen.
Als Erfurter keine Bindung zum FC Rot-Weiß Erfurt?


Vieles liegt an der allgemein meckrigen Art hierzulande. Meckern, motzen, "alles Sch..., was die da machen". Wie ich hörte, gibt es mittlerweile auch schon die ersten Pfiffe in Magdeburg, wenn es mal nicht so läuft. So schnell geht das, dann sitzen die Leute auf dem hohen Ross. Wenn dann noch Fehler hinzukommen, die jeder macht, wird es haarig.

Fan1, hast Du denn konkrete Ideen, was getan werden könnte, um den Verein in der Stadt und der Region besser zu etablieren bzw. wieder an die Basis heranzuführen?


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Beitragvon Christian » Donnerstag 24. März 2016, 10:51

Thomsen, Du hast Dir eigentlich etliche dieser Smilys verdient:

:respekt:


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Beitragvon Fan1 » Donnerstag 24. März 2016, 11:24

@Thomsen Und immer wieder der selbe Fehler. Schuld sind die anderen und die Gegebenheiten. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung und da diese nicht da ist (bei der jetzigen Führung), wird sich nichts ändern.
1. Schuld ist der Verein, der Erwartungshaltungen in allen Bereichen aufbaut, immer wieder und sie nie erfüllt.
2. Wacker NDH leistet sich einen 3. Liga Kader und baut dem nächst ohne große Unterstützung ein neues Stadion, weil 75 km weiter eine völlig andere Wirtschaftsstruktur herrscht? Wohl kaum.
3. Ein Dreizeiler zur Uhr und zum Parkplatz in der Zeitung, auf Facebook und auf der Hompage hätte gereicht. Was macht Herr Mohren eigentlich den ganzen Tag?
4. Die Basis ist der Boden. Die machen den Verein aus.
5. Es liegt eben nicht am Naturell. Es liegt am Stadion. Die Leute sehen was wo anders entstanden ist und entsteht. Nämlich Fussballstadien. Komplette für die Hälfte an Kosten.
6. Naja die Bindung ist schon da, aber sie ist eben "verschüttet" und die jetzige Vereinsführung hat sicher versucht sie freizulegen. Ist für mich aber gescheitert. Sehen wir ja aktuell. Sportlich wie wirtschaftlich sind wir ganz unten.

Ja das geht nur mit ehrlicher Arbeit. Mit einem Konzept im wirtschaftlichen und sportlichen Bereich. Und daran muss man sich messen lassen. Das dauert. Wie gesagt, man kann den handelnden Personen nicht unterstellen das sie es nicht versucht haben, aber für mich sind sie gescheitert und lange genug Zeit ist vergangen. Oder kennt jemand ein langfristiges Konzept von RWE?


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Beitragvon Christian » Donnerstag 24. März 2016, 19:35

Wie wir es auch drehen und wenden, 2.000 oder auch 4.000 Zuschauer pro Spieltag mehr und man kann auch anders wirtschaften.

6.000 Zuschauer gegen den CFC, davon 1.000 aus Chemnitz.....das ist einfach peinlich und für eine Landeshauptstadt unwürdig. Dieses Beispiel lässt sich ja beliebig verändern, selbst als wir mal oben standen, war das dünn. Also ein "die sollen erst mal was anbieten" war es auch nicht. Unabhängig davon zeigt der Satz schon die Mentalität in diesem Freistaat, wo man lieber alles verrät und für Ruhrpott...... oder Lederhosen jubelt. Und dann aber so tut, als hätte man mit der Sache nichts zu tun und "die liefern ja nix".

Bedingungslose Unterstützung heißt der Schlüssel. Aber der ist hier verbogen und passt in kein Schloss. Schuld ist dazu noch der Schlüsseldienst!

Ich schau da immer gerne neidisch nach Dresden. Klar ist die Stadt viel größer, das Umfeld besser und die zum Glück weit weg von allen Bundesligisten. Aber trotzdem....


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Beitragvon Floh » Freitag 25. März 2016, 07:56

Dresden hat es halt geschafft innerhalb der letzten zehn Jahre mit dem neuen Stadion einen Eventcharakter aufzubauen - mit Namen, Pokal und Stimmung, so dass ja selbst auswertige Fans, die nichts besseres zu tun haben, sich gern auch mal eine Karte kaufen und dort gemeinsam die Atmosphäre genießen ...
Wir haben vllt einen Namen - bei weitem nicht so publik wie Dünamo - aber es fehlen die Pokalabende, um auch mal einem Topgegner bei Flutlicht die Stirn zu bieten und alle bekommen es mit, sowie die Stimmung, wenn das ganze Rund drei vier mal das Spiel aufsteht und gemeinsam die Mannschaft nach vorne treibt und den Gegner in Grund und Boden singt ...
Hier muss mit dem neuen Stadion so vieles passieren, damit der Zuschauerschnitt steigt - das betrifft die aktiven Schreier, wie auch das Sitzplatzpublikum, welches dann auch wieder verstärkt und mehrere Male im Spiel sich beteiligen muss ... Sollten wir dann selbst endlich mal wieder von unserer eigenen Stimmung schwärmen können und paar tolle Gegner in EF begrüßen dürfen, kommen auch andere ins Stadion ... dafür muss aber halt einiges passen und viele müssen die Arschbacken zusammenkneifen und über ihren Schatten springen ...

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Beitragvon Christian » Freitag 25. März 2016, 10:53

Aber Dresden hatte auch keine echten Probleme, als sie in der Regionalliga waren und keine Highlights geboten haben. Klar, damit meine ich jetzt nicht 32.000 aber eine akzeptable Zahl ;)


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Beitragvon Fan1 » Dienstag 29. März 2016, 17:42

@Floh Da sicher vieles wahr was du in Bezug auf Dynamo schreibst. Und denkst du wir verkürzen den Abstand zu DD mit unserem halbherzigen Stadionbau?


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Beitragvon Floh » Dienstag 29. März 2016, 20:40

Ich schreibe ja - der Stadionneu-(umbau) ist in keinster Weise das Allheilmittel, weshalb noch vieles hiermit einhergehen muss bzw es auch zu einigen glücklichen Verkettungen kommen muss ... jedoch bietet er die Möglichkeit mit dritter Liga und vielleicht erster Pokalrunde auf einen kleinen Neuanfang ...
Sollte man es mal schaffen, über mehrere Spiele einige Routinen wieder hineinzubringen, welche auch mir seit einiger Zeit von Seiten der EFU sowie dem ganzen Stadion fehlen, könnte sich ein wenig Eigendynamik entwickeln, welche uns zumindest nicht mehr als allzu graue Maus im Dritt- sowie Ostfußball dastehen lässt ...

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Beitragvon Fan1 » Dienstag 29. März 2016, 22:39

Floh hat geschrieben:Ich schreibe ja - der Stadionneu-(umbau) ist in keinster Weise das Allheilmittel, weshalb noch vieles hiermit einhergehen muss bzw es auch zu einigen glücklichen Verkettungen kommen muss ... jedoch bietet er die Möglichkeit mit dritter Liga und vielleicht erster Pokalrunde auf einen kleinen Neuanfang ...
Sollte man es mal schaffen, über mehrere Spiele einige Routinen wieder hineinzubringen, welche auch mir seit einiger Zeit von Seiten der EFU sowie dem ganzen Stadion fehlen, könnte sich ein wenig Eigendynamik entwickeln, welche uns zumindest nicht mehr als allzu graue Maus im Dritt- sowie Ostfußball dastehen lässt ...

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Aber genau da hilft doch dieser Bau (3 von 4 Tribünen neu und immernoch meilenweit vom Spielfeld weg) nicht. Gerade wir hätten ein reines Fußballstadion benötigt, um die Distanz zu den anderen Ostvereinen zu verkürzen und die Leute die Christian immer wo anders hinfahren sieht, bei uns zu binden.
Aber auch das wäre natürlich keine Garantie gewesen.
Jetzt bekommen wir erstmal ein komplettes Stadion. :lachen: :lachen:


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Beitragvon Cole » Mittwoch 13. April 2016, 13:00

RR äußert sich heute in der TA zu bzw. über SK ... es bleibt spannend.
(Neben der angebrachten Wertschätzung .... sehr viele Konjunktive & Konditionale ... und ein allgemeiner Hinweis auf einige unpassende Trainerverpflichtungen, ohne Namen zu nennen ... ist ja auch gut so; die jüngste hat ja wohl noch jeder vor Augen)


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Beitragvon Guerti » Mittwoch 13. April 2016, 15:26

Ach Cole, nicht immer wieder nachtreten. Freuen wir uns doch einfach, dass RR einen guten Trainer gefunden hat.

Ansonsten muss RR sicher erstmal den Etat für die neue Saison fertig haben. Die Lizenz zu erhalten, wird sicherlich wieder sehr schwer.
SK wird sich tunlichst überlegen, ob er den Vertrag verlängern wird. Entscheidend wird sein, wie hoch der Lizenzspieleretat nächste Saison ist. Er wird sicher keine Lust haben, eine weitere Saison gegen den Abstieg zu spielen.

Wenn er geht und wir die Klasse gehalten haben, ist er hier der Held - ähnlich, wie Alo Schwartz. Wenn der Etat niedrig bleibt und er nächste Saison rausgeschmissen wird, weil wir unten drin stehen, wird er sich in den Hintern beißen.


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Beitragvon Cole » Mittwoch 13. April 2016, 16:24

Guerti hat geschrieben:Ach Cole, nicht immer wieder nachtreten. Freuen wir uns doch einfach, dass RR einen guten Trainer gefunden hat.

Ansonsten muss RR sicher erstmal den Etat für die neue Saison fertig haben. Die Lizenz zu erhalten, wird sicherlich wieder sehr schwer.
SK wird sich tunlichst überlegen, ob er den Vertrag verlängern wird. Entscheidend wird sein, wie hoch der Lizenzspieleretat nächste Saison ist. Er wird sicher keine Lust haben, eine weitere Saison gegen den Abstieg zu spielen.

Wenn er geht und wir die Klasse gehalten haben, ist er hier der Held - ähnlich, wie Alo Schwartz. Wenn der Etat niedrig bleibt und er nächste Saison rausgeschmissen wird, weil wir unten drin stehen, wird er sich in den Hintern beißen.

Du sagst genau das, was ich bzw. wir alle befürchten; dieses Mal sogar mit mehr Worten, als ich ... ;)

Wo entdeckst Du hier ein Nachtreten?
RR nennt keine Namen, und ich auch nicht ... und die zwei Trainer, die hier komplett mit der ersten Mannschaft versagt haben, die muss man nicht ständig beim Namen nennen.

Mal so als Kontrast:
Wenn hier negative Meinungen über unsere Urgesteine (Krebs, Fuchs, Nowak) propagiert werden - reagierst Du dann auch so feinnervig?
Betonst Du dann, dass wir mit denen mitunter beide Junioren- Teams in der Bundesliga hatten, dass das eine gute Leistung war, die nicht vom Himmel fiel?
Wenn eines der Teams abstieg, dass dann sofort der Wiederaufstieg gelang?
Unsere Nachwuchsarbeit als solche war wohl immer top ... und nicht nur mit einem Namen zu verknüpfen.
Alles andere ist Verklärung der Zusammenhänge ...

Ich weiß nicht, ob RR diesen Trainer (SK) fand ;) Du und ich, wir hätten ihn schon gefunden.
(Ich für meinen Teil wäre aus dem Häuschen gewesen, wenn ab dem Sommer 2015 der Pawel wieder im "Übersee" zu Gast gewesen wäre ...)


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Beitragvon Cole » Mittwoch 13. April 2016, 16:36

Guerti hat geschrieben:...
Ansonsten muss RR sicher erstmal den Etat für die neue Saison fertig haben. Die Lizenz zu erhalten, wird sicherlich wieder sehr schwer.
...

Bei stetig steigenden Schulden stimmt das unbesehen.

Haben wir ein Konzept, das zu ändern?
(ich meine nicht den Rotstift bzw. die "schwarze Null")
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Sponsorengewinnung; Vermarktung; ... (?)


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Beitragvon Papa » Mittwoch 13. April 2016, 17:01

Cole hat geschrieben: ... ist ja auch gut so; die jüngste hat ja wohl noch jeder vor Augen)

Für Dich als Gedankenstütze, weil Du scheinbar nach ein paar Minuten nicht mehr weißt, was Du geschrieben hast. Das ist Nachtreten im Sinne, was guerti meint.
Auch Deine Einlassung, was die Urgesteine angeht, istvwirklich lustig. Nur weil Leute teilweise jahrzehntelang bei Rot-Weiß waren , muss man ja nicht Geschichtsglitterung betreiben.
CP hat in den Jahren, wo er hier war, mindestens genausoviele bewegt, wie andere , die Jahrzehnte ein paar Hütchen aufgestellt haben und mit der Trillerpfeife gelangweilt rumgepfiffen habe. Einige dieser Urgesteine haben es in ihrer Zeit bei Rot-Weiß nicht geschafft auch nur einmal das Sportgymnasium von innen zu sehen bzw. mal Kontakt mit dem Sportinternat aufzunehmen, um Talenten einen Internatsplatz zu organisieren. Die sind dann eben woanders hingegangen.Wahrscheinlich waren sie zu beschäftigt mit wichtigeren Dingen wie Kaffetrinken in der Stadt. Das war bei CP alles anders.
Das hier ist ein Forum, wo jeder seine Meinung frei äußern kann aber manchmal ist es hilfreich, sich vorher mal ein bisschen zu informieren bevor man seine Schweineherde durchs Dorf treibt.
Ist einfach besser @ Cole.


Einige Menschen halten mich für arrogant. Ich frage mich, woher die das wissen wollen. Ich rede ja nicht einmal mit denen.
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