Endlich. Endlich. Endlich. Endlich ist diese Serie beendet. Beim 2:2 bei Fortuna Köln überzeugten die Jungs - allerdings nur 30 Minuten lang. Hinten standen sie einigermaßen sicher, nach vorn ging immer mal wieder die Post ab. Das kann durchaus auch am System gelegen haben, denn Christian Preußer stellte auf 4-2-3-1 um. Vor Philipp Klewin begannen Rafael Czichos, André Laurito, Stefan Kleineheismann und Luka Odak. Im linken Mittelfeld kam Okan Aydin, rechts Florian Bichler zum Einsatz. Zentral stiefelten Kevin Möhwald und Juri Judt durch die Kante - Sebastian Tyrala etwas davor. Tyrala und Möhwald tauschten immer wieder - sodass sich die Kölner immer wieder umstellen mussten. Ganz vorn drin stand der angeschlagene (Probleme mit der Netzhaut) Carsten Kammlott.

Wie schon angedeutet starteten unsere Jungs gut. In der 6. Minute kam der aufgerückte Stefan Kleineheismann nach einem Freistoß von Sebastian Tyrala plötzlich frei zum Abschluss - er wurde vom Kölner Abwehrspieler behindert - Kullerball. Kurz darauf verlor Carsten Kammlott im Vorwärtsgang die Kugel und die Kölner konterten. Mit zwei schönen Pässen stand plötzlich Kialka ganz allein vor Klewin. Der wackelte kurz und klärte dann die Kugel stark. In Minute 16 dann eine klasse Aktion: Juri Judt eroberte im Mittelfeld den Ball, legte kurz rüber zu Sebastian Tyrala und der passte Carsten Kammlott (der nicht im Abseits stand) den Ball perfekt in den Lauf. Carsten Kammlott schloss (scheinbar) das kaputte Auge und schob den Ball souverän ein. Danach kehrte erstmal ein wenig Ruhe ins Spiel. Um dann wieder mit einem Knall Fahrt aufzunehmen. Florian Bichler verlor den Ball an den Kölner Abwehrspieler - oder auch nicht. Er setzte stark nach und passte in den Strafraum zu Okan Aydin. Der verzögerte kurz und nahm den Kopf hoch. Sein Pass in die Mitte erreichte Kevin Möhwald in Schussposition. Der traf den Ball allerdings nicht richtig und so holperte er in Richtung Kölner Tor. Dort befand sich Carsten Kammlott mit seinem Gegenspieler im Zweikampf. Einer der Beiden berührte den Ball noch - wer genau ist selbst in der Super-Super-Zeitlupe nicht zu erkennen. Der DFB hat das Tor mittlerweile für Kevin Möhwald gewertet, allerdings ging der Ball nur dank der Berührung ins Tor. Kurz nach dem Tor wechselte Kölns Trainer Koschinat gleich zweimal - das gab dem Spiel die Wende.

Die Kölner waren jetzt druckvoller und kamen durch eine Ecke per Kopfball wieder ran. Wir stellten nun in den „Ergebnis-halten“-Modus um. Aber es kommt wie immer wenn wir das tun - wir kassieren ein Gegentor. Direkt vor der Pause gab es auf der linken Seite einen Freistoß für die Kölner. Der segelte, wie schon der Eckball zuvor, ganz einfach durch den Strafraum - und schlug am Ende ein. Unbegreiflich, wie das zweimal nacheinander passieren kann. Auch nach der Pause nahm die Fortuna das Heft in die Hand - und hatte dann Glück, als Luka Odak mit Gelb-Rot vom Platz musste. Sören Storks aus Velen bestrafte Odak für einen, aus meiner Sicht, regulären Einsatz, viel zu hart. Für mich war das nichtmal ein Foulspiel, da Odak ganz normal um den Ball kämpfte und den Gegner kaum berührte. Alles Diskussionen halfen nichts, wir mussten nun 41 Minuten in Unterzahl spielen. Wer jetzt einen Sturmlauf der Fortuna erwartete, wurde glücklicherweise enttäuscht. Klewin musste zweimal gegen Hamdi Dahmani klären - sehr viel mehr brachte das Kölner Team nicht auf die Reihe. Jedenfalls bis zur letzten Minute. Da stürmte plötzlich Dschingis Khan, äh, sorry, Ercan Aydogmus, auf unser Tor zu. Philipp Klewin musste hier all sein Können aufbieten, und selbst das hätte fast nicht gereicht. Nach seiner großartigen Parade klatschte der Ball an die Latte. Da hatten wir nochmal ziemliches Glück. Direkt danach war dann Schluss.

Als Fazit kann man stehen lassen, dass wir etwas glücklich einen Punkt mit nehmen und die Horror-Serie von neun Niederlagen am Stück verhindern konnten. Aber wen juckt das schon - Punkt ist Punkt!

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