Bei der 1:3-Niederlage in Osnabrück probierte es Walter Kogler erstmals von Beginn an mit einer Dreierabwehrkette. Weil Luca Odak immer noch verletzt fehlt, und Juri Judt gesperrt war, blieb ihm kein gelernter Rechtsverteidiger. So begannen Stefan Kleineheismann, Jens Möckel und Rafael Czichos als Innenverteidiger. Davor waren mit Stefan Menz, Sebastian Tyrala und Kevin Möhwald gleich drei Sechser zur Absicherung eingeteilt. Dies funktionierte eigentlich über die ganze Spielzeit nicht, da entweder die Außen entblößt waren, oder das zentrale Mittelfeld nicht nachrückte.

Das Spiel begann mit stürmischen Gastgebern, die von Beginn an mit Tempo auf unsere Abwehr gingen. Die erste brenzliche Szene musste Philipp Klewin bereits nach wenigen Sekunden Meistern - er konnte zur Ecke klären. Als Menga in der 20. Minute auf ihn zustürmte, konnte er nur per Foulspiel klären - dieser Elfmeter war berechtigt. Fehldhahn verwandelte den Elfmeter sicher. Rot-Weiß danach mit guten Offensiv-Szenen, allerdings konnten wir nur selten echte Gefahr erzeugen. So dauerte es bis zur 51. Minute, ehe Simon Brandstetter brachial zuschlug. Christoph Menz flankte auf den „Hooligan“, der nahm den Ball perfekt mit und jagte ihn per Dropkick in die Maschen. Danach spielte Rot-Weiß mehrnach vorn, ließ sich allerdings eiskalt auskontern. Dabei sah die Dreierkette wieder nicht gut aus - Osnabrück ging durch Hohnstedt in Führung. Nur sieben Minuten später nutzen die Lila-Weißen einen Standard, da stimmte die Zuordnung offenbar gar nicht. Am Ende steht eine vermeidbare - aber verdiente - Niederlage.

Video-Spielbericht: