Am Freitag verloren unsere Jungs gegen den SSV Jahn Regensburg deutlich mit 1:4. Ja, Regensburg spielt um den Aufstieg, wir kämpfen um den Klassenerhalt. Aber um es direkt vorweg zu nehmen: Wir haben uns selbst geschlagen.

Die Aufstellung änderte Stefan Krämer auf einer Position. Ioannis Nikolaou hatte in Chemnitz seine Sperre abgesessen und kam für Liridon Vocaj. Carsten Kammlott saß erneut nur auf der Bank. In der Anfangsphase plätscherte das Spiel nur so dahin, es gab keine nennenswerten Strafraumaktionen. Nach 10 Minuten traf Grüttner mit der ersten Aktion zum 1:0, als die ganze Mannschaft auf Abseits spielte. Jens Möckel hob es auf und die komplette Abwehrreihe blieb stehen. Grüttner brachte den Ball zum 1:0 in der langen Ecke unter. Das war ein Nackenschlag für die Mannschaft, sie wirkte von nun an fahrig und ungenau, Fehlpässe und Stockfehler waren an der Tagesordnung. In der 26. Minute erzielte Sebastian Tyrala dann aus dem Nichts den Ausgleich. Nach einer Flanke von Okan Aydin lief er sich im Strafraum frei und nahm er den Ball mit der Brust an um ihn direkt im Tor zu versenken. Ein Ruck ging durchs Stadion, das war deutlich zu spüren. Leider erreichte er die Mannschaft nicht, denn auf dem Platz blieb alles beim Alten. Regensburg brauchte ganze vier Minuten, um wieder in Führung zu gehen. Wieder nahmen sie ein Geschenk unserer Mannschaft dankend an. Jens Möckel rutschte weg und schoss dabei George an, der daraufhin völlig freistehend nur noch Klewin umspielte und zum 1:2 einschoss. Von uns kam offensiv weiterhin garnichts und Regensburg wartete eigentlich nur darauf, dass wir Fehler machen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts am Bild. Wir brachten offensiv nichts zu Stande und Regensburg wartete auf Fehler. In der 75. Minute dann die Entscheidung: Sebastian Tyrala führte kurz hinter der Mittellinie einen Freistoß aus. Dabei schoss er Grüttner an der dann im Sprintduell mit dem herauseilenden Klewin den Ball in die Mitte spielte wo George völlig allein den Ball ins leere Tor schob. Bei der Ausführung stand Grüttner allerdings keine 9 Meter vom Ball weg, weshalb das Tor natürlich regelwidrig ist. Allerdings muss sich Tyrala da auch cleverer anstellen. Entweder er wartet, bis der Schiedsrichter die Mauer stellt oder er muss den Ball über die Ein-Mann-Mauer bringen. Außerdem stellt sich die Frage, warum es hier keine Absicherung gab. In diesem Stil ging es weiter, denn auch beim 1:4 kann ich Sebastian Tyrala nicht von einer Mitschuld befreien. Bei der Hereingabe nimmt er schon die Arme hoch und schaltet ab, als ginge der Ball ins Aus. Grüttner sah das anders und brachte den Ball zum Endstand im Tor unter. Ich stelle mir aber auch hier die Frage, warum Sebastian Tyrala dem Regensburger Stürmer zugeordnet ist. Dafür sollte normalerweise einer der Innenverteidiger zuständig sein.

Fazit: Es war einer dieser Tage, an dem gar nichts zusammenlief. Hinten desolat, vorne harmlos. Gerade von den gestandenen Spielern wie Daniel Brückner und Sebastian Tyrala erwarte ich in diesen Momenten mehr als von den Jüngeren. Dieses Spiel sollte so schnell wie möglich aus den Köpfen der Spieler, denn das war garnichts!

Ausblick: Nächste Woche geht es für uns nach Rostock. Dort muss die Mannschaft anders auftreten, ansonsten dürften unsere Hoffnungen auf den Klassenerhalt weiter sinken. Hauptkonkurrent Bremen II spielt beim feststehenden Absteiger FSV Frankfurt und der SC Paderborn spielt zu Hause gegen Münster. Wir haben es weiter selbst in der Hand, liegen derzeit mit zwei Punkten Vorsprung (und einer besseren Tordifferenz) vor dem ersten Abstiegsplatz. Aber um den auch zu schaffen, darf die Mannschaft nach vorn nicht so fahrig und hinten nicht so offen sein. Aber grundsätzlich kann ich ihr nicht absprechen, alles gegeben zu haben. Allein das Wollen reicht aber nunmal nicht.

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