Nach der 1:3-Niederlage gegen Zwickau haben unsere Jungs beim Abstiegsmitkonkurent in Paderborn mit 1:0 gewonnen. Das Tor des Tages erzielte Theodor Bergmann mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Trainer Stefan Krämer veränderte die Mannschaft gegenüber dem Spiel gegen Zwickau ordentlich. Mikko Sumusalo, Mario Erb, Jens Möckel und Christoph Menz bildeten die Viererkette. Im Mittelfeld durften Daniel Brückner, Liridon Vocaj, Jannis Nikolaou, Sebastian Tyrala und Theo Bergmann ran. Alleinige Spitze war wie so häufig Carsten Kammlott. Die Paderborner begannen sehr druckvoll und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten. In der 6. Minute verpasste Bertels einen Torschuss von Dedic. Jens Möckel nahm sich darauf hin gleich mal Mikko Sumusalo vor, der durch einen Stellungsfehler diese Möglichkeit erst möglich machte. Der Anpfiff fruchtete, von nun an hatte Sumusalo seine Seite besser im Griff. Dann die erste Schrecksekunde, als Marcus Piossek im Strafraum ganz bewusst bei Philip Klewin einfädelte. Schiedsrichter Benjamin Bläser sah die Situation zwar richtig, entschied aber falsch: Statt Freistoß und Gelb wegen Schwalbe entschied er nur auf Abstoß. Die hässliche Fratze des Fußballs kam also ungeschoren davon. Sebastian Tyrala gewann kurz darauf den Ball um ihn direkt (gegen zwei Mann) wieder zu verlieren. Besagter Schauspieler kam danach an den Ball, doch sein Schuss brach (genau wie er kurz zu vor) vor lauter Schwäche zusammen. Klewin konnte seinen Schuss locker fangen.

Nach knapp einer Viertelstunde befreiten sich unsere Jungs vom Anfangsdruck der Paderborner und kamen zur ersten Möglichkeit. Nach einem Tyrala-Freistoß aus dem Halbfeld konnte im Gewühl des Fünfmeterraumes keiner den Ball über die Linie drücken - Paderborn klärte die Situation. Die Partie verflachte nun zusehends. Paderborn kam nach einem Freistoß-Geschenk von Mario Erb an Dedic zu einer guten Chance, doch Klewin konnte den Schuss des Schauspielers (Piossek) von der Strafraumkante von der Linie kratzen. Brückner klärte dann endgültig zur Ecke. Die letzte Chance vor der Pause hatte Paderborn dann aus aussichtsreicher Position, als Kruska im Strafraum über seine eigenen Beine und den Ball fiel.

Nach der Pause waren wir dann etwas druckvoller, konnten aber keine Chancen herausspielen. In der 53. Minute die nächste Fehlentscheidung des Schiedsrichters: Nach einem bewussten Ellenbogenschlag ins Gesicht von Vocaj durfte Ziolinski tatsächlich auf dem Platz bleiben. Für mich muss es hier glatt Rot geben, da Ziolinski nur den Gegenspieler ansieht und ihm bewusst den Ellenbogen ins Gesicht rammt. Aber es gab nichtmal Gelb, denn auch das wäre ein Platzverweis gewesen, da Ziolinki bereits in der 42. Minute verwarnt wurde. Theo Bergmann und Daniel Brückner standen am Ball und Bergmann versenkte die Kugel im Tor. Paderborns Torhüter Kruse kam zwar noch an den Ball, konnte aber nicht verhindern, dass er im Tor einschlägt. Was für ein geiles Tor!

Was dieses Tor psychologisch ausgelöst hat, merkte man in den Minuten danach. Die Paderborner Spieler senkten die Köpfe, unsere Jungs hatten nun mehr Selbstvertrauen und versuchten die Paderborner so weit wie möglich vom Tor wegzuhalten. Bis auf zwei Szenen klappte das auch bestens. Als Vucinovic von der rechten Seite den Ball in die Mitte brachte, bekam Mario Erb den Ball an den Fuß und lenkte ihn in Richtung eigenes Tor. Philipp Klewin rettete mit einer Weltklasse-Fußabwehr zur Ecke. Das war eng! Kurz darauf kam Schonlau wieder über rechts, konnte sich aber nicht entscheiden, ob er den Pass spielt oder selbst aufs Tor schießt. Am Ende ging der Ball weit vorbei. Wir hatten durch Theo Bergmanns abgefälschten Schuss (69.) und Tugay Uzan freistehend (87.) auch noch zwei gute Möglichkeiten, um auf 0:2 zu erhöhen. So aber blieb es beim 1:0 für unsere Farben.

Fazit: Wir leben noch und gewinnen mit 1:0 in Paderborn. Etwas glücklich, ja, aber auch deutlich stabiler in der Abwehr als noch in der Vorwoche.

Ausblick: Am Dienstag geht es um 19 Uhr im Steigerwaldstadion gegen den Tabellensechsten aus Osnabrück und am Sonnabend zum Spitzenreiter nach Duisburg. Da sind die vier Punkte Polster auf den ersten Abstiegsplatz schonmal sehr wichtig. Prognosen kann in dieser Liga sowieso niemand seriös abgeben, in jedem verdammten Spiel ist alles möglich. Lasst uns einfach hinter der Mannschaft stehen. So wie gestern.

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