Nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen Lotte sind unsere Jungs zurück in der Spur. Durch ein toll herausgespieltes Tor von Carsten Kammlott gewannen wir mit 1:0 bei Fortuna Köln. Stefan Krämer begann das Spiel im 4-4-2-System, brachte für den gesperrten Liridon Vocaj mit Okan Aydin eine eher offensive Kraft. Das System war äußerst felxibel - Uzan rückte bei gegnerischem Ballbesitz immer mit nach hinten.

Das Spiel begann für uns wie das letzte aufhörte - Köln hatte in der dritten Minuten gleich eine Riesenchance. Wir können uns letztlich bei Philipp Klewin bedanken, dass wir nicht direkt zurück lagen. Eine Kölner Ecke segelte quer durch unseren Strafraum und landete vor den Füßen eines Kölners, welcher den Ball aber nicht am sensationell reagierenden Klewin vorbeibrachte. Wahrscheinlich war es aber der richtige Schuss vor den Bug, denn ab sofort stand die Abwehr richtig sicher und ließ in der ersten Halbzeit nichts mehr zu. Stattdessen beschäftigten wir die Kölner Abwehr und kamen auch immer wieder zu Möglichkeiten - wie z.B. Bergmann in Minute dreizehn, der freistehend nicht ganz an den Ball herankam. Nur drei Minuten später fiel das 0:1 nach einer schönen Kombination über Christoph Menz, Okan Aydin, Ioannis Nikolaou, der mit einem langen Pass Luka Odak auf der linken Seite bediente. Er tanzte mit einer Körpertäuschung seinen Gegenspieler aus und flankte den Ball mit Links in die Mitte. Dort lief Carsten Kammlott perfekt zum ersten Pfosten hin ein, und versenkte den Ball im Tor.

Die Mannschaft spielte nun etwas freier auf und kam zu weiteren Chancen. Wieder leitetet Ioannis Nikolaou eine Großchance durch Okan Aydin ein, doch der traf den Ball freistehend nicht richtig. Kölns Torhüter konnte zur Ecke klären. Das muss eigentlich das 2:0 für uns sein. Wir schafften es weiterhin, die Kölner in ihrer eigenen Hälfte zu binden - bis zur Halbzeit gab es aber nur noch eine echte Torchance durch einen Fernschuss von Theodor Bergmann - drüber.

Köln kam dann sehr viel druckvoller aus der Kabine und ging direkt auf den Ausgleich. Außer einem Fernschuss, den Klewin locker hielt, wurde es allerdings nie gefährlich. Nach vorn ging es dann wieder auf der anderen Seite, als Jens „the Wall“ Möckel nach einer Ecke völlig freistehend nicht ganz an den Ball herankam. Kölns Torhüter lag da schon am Boden und es wäre eigentlich das sichere 0:2 gewesen. So ging es beim Stand von 0:1 weiter und Köln wurde nochmal gefährlich. Nach einem Konter reagierte Philipp Klewin wieder großartig, als ein Kölner völlig allein vor ihm auftauchte. Dass der Nachschuss dann am Tor vorbei ging, kann man unter „Glück des Tüchtigen“ verbuchen. Unser Manko wurde dann aber wieder überdeutlich, als wir es nicht schafften, Reihenweise Chancen zu verwerten. Das fing bei Christopher Biebers Kopfball (neben das Tor) an, führte über den schlampig ausgespielten Konter über Bieber (immerhin Ecke) und endete mit einem katastrophalen Abschluss von Samir Benamar, der völlig allein den Ball nicht an Kölns Torhüter vorbeibrachte.

Fazit: Bis auf die beiden Szenen für Köln haben unsere Jungs hinten eigentlich nichts zugelassen. In unserer Situation ist das sicher keine Selbstverständlichkeit. Vorne hilft dann ein Carsten Kammlott, der in gewohnter Manier sein Tor macht. Seine Verletzung ist wohl nicht so schlimm, so dass er nächste Woche wieder spielen kann.

Ausblick: Mit dieser Stabilität in der Abwehr sollte uns der Klassenerhalt gelingen. Allerdings müssen wir dafür unsere Kontersituationen deutlich besser verwerten! Wir dürfen jetzt keinesfalls nachlassen - die Aussagen von Stefan Krämer nach dem Spiel machen mir allerdings sehr viel Mut, dass es am Ende klappen wird. Doch dafür müssen wir im nächsten Spiel gegen Zwickau (Jetzt Tickets sichern!) unbedingt gewinnen.

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