FC Rot-Weiß Erfurt - FC Hansa Rostock 1:2

Alles wie immer im Steigerwaldstadion? Ja sicher doch. Dank zweier Geschenke durch Mario Erb verloren wir gegen Hansa Rostock mit 1:2. Aber ich möchte hier ausdrücklich unterstreichen, dass ich ihm deshalb keine Vorwürfe mache. Fehler passieren und gerade bei jüngeren Spielern sollte man diese auch verzeihen können. Es scheint eine Kopfsache zu sein und jeder, der schonmal Fußball gespielt hat, weiß wie schnell solche Unkonzentriertheiten passieren. Aber der Reihe nach. Stefan Krämer schickte exakt die Selbe Mannschaft von Beginn an auf den Platz, wie beim Sieg in Regensburg. Kammlott also wieder im rechten Mittelfeld und Bieber allein im Sturm.


Bereits nach fünf Minuten gingen die Hanseaten in Führung. Mario Erb wollte kurz vor dem eigenen Strafraum den Ball zurück zu Philip Klewin spielen, traf den Ball aber nicht richtig. Bülbül klaute ihm den Ball und spielte direkt in die Mitte zu Ziemer, welcher den Ball locker einschieben konnte. Die kalte Dusche also direkt zu Beginn. Danach waren wir, wie üblich, die bessere Mannschaft. Dann der erste Aufreger. Dorda spielte nach einem Tyrala-Freistoß den Ball mit der Hand, ein Elfmeter, den man geben kann. Wäre das ganze in unserem Strafraum passiert, wären die Argumente „Körperfläche vergrößert“ und  „unnätürliche Körperhaltung“ sicherlich wieder gekommen, um zu erklären, dass es ein Elfmeter war. Aber egal, wir müssen uns mit sowas abfinden, weil es einfach immer wieder vorkommen wird. Ich wünschte mit nur, dass wir einmal so ein Glück haben. Spielerisch waren wir heute zwar das bessere Team, aber keineswegs gut. Mir war das zuviel hoch und weit auf Bieber, der dann meist gedoppelt wurde und somit sehr oft sehr alt aussah. Sicherlich war das heute keine gute Leistung von ihm, aber er hat es durch diese Spielweise auch nicht leicht.

Bis zur Halbzeit erspielten wir uns einige Möglichkeiten durch Christopher Bieber (knapp verpasst), Liridon Vocaj (Schuss und Glanzparade) und Christoph Menz (Kopfball, weit drüber). Kurz nach der Pause dann der verdiente Ausgleich. Eine schöne Ballstafette über Erb, Kammlott, Nikolaou und Vocaj vollendete Okan Aydin mit einem satten Fernschuss genau in den Winkel (51.). Dann ging unsere Geschenkeverteil-Aktion weiter. Nach einer schwachen Ecke verlor Mikko Sumulaso den Ball und konnte den Rostocker nur noch per Foul stoppen. Als Belohnung erhielt er die gelbe Karte. Reichts jetzt mal? Nein, noch nicht. Einen haben wir noch: Das Ding fängt für mich schon bei Liridon Vocajs zu kurzem Kopfball an, der Mario Erb in die Bredouille bringt. Aber er hat den Ball eigentlich sicher und wenn er den Ball zu Klewin spielt oder auf die Tribüne donnert passiert da garnichts. So versucht er den Ball nach vorn zu bringen und trifft den Ball nicht richtig. Was folgt ist klar: Das völlig unverdiente 2:1 für Rostock. Doch auch dieses Tor warf unsere Jungs nicht um, sie versuchten es weiter. Gegen Ende machten wir dann vollkommen auf und versuchten den Ausgleich zu erzwingen, erst dann bekam Rostock noch zwei Konterchancen und hätte am Ende sogar noch höher gewinnen können.

Fazit: Wir schlagen uns durch die beiden Böcke selber. Chancenverwertung mangelhaft, der Gegner ist hingegen effektiv wie immer. Aber wir dürfen die Ruhe nicht verlieren. Die Mannschaft ist da und funktioniert. Individuelle Fehler können immer passieren, dafür spielen wir 3. Liga. In der Tabelle sind wir nun wieder in Schlagdistanz zu den Abstiegsplätzen - zwei Punkte trennen uns vom SV Wehen-Wiesbaden. Bereits am Freitag steigt das letzte Spiel in diesem Jahr bei der SG Sonnenhof-Großaspach.

 

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