SV Werder Bremen II - FC Rot-Weiß Erfurt 1:0

Mit 0:1 verloren unsere Jungs bei der Zweiten vom SV Werder Bremen. Diese waren zuvor mit drei Bundesligasspielern verstärkt worden, was aus meiner Sicht immer wieder eine Wettbewerbsverzerrung darstellt. Aber diesmal sind wir irgendwie selbst schuld, denn dieses Spiel hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen.

Aber der Reihe nach: Stefan Krämer musste die Mannschaft ganz schön umkrempeln. Er entschied sich dafür, mit Carsten Kammlott und Christopher Bieber eine Doppelspitze auflaufen zu lassen. Im Mittelfeld begannen mit Okan Aydin, Liridon Vocaj, Sebastian Tyrala und Theo Bergmann die üblichen „Verdächtigen“. In der Abwehr spielten Mikko Sumusalo, Jannis Nikolaou, Christoph Menz und - für den gesperrten Luka Odak - Pablo Pigl.

Die erste Chance hatte nach einem Tyrala-Freistoß Christopher Bieber. Doch er traf den Ball im Fallen nicht richtig, sodass die Bremer Abwehr klären konnte. Die Bremer antworteten mit einer Ecke, die Bundesliga-Profi Yatabaré aber nicht zu nutzen wusste. Wir antworteten wieder mit einer Riesencance, aber Mikko Sumusalo brachte den Ball aber alleinstehend vor dem Bremer Kasten nicht im Tor unter. Mit 0:0 ging es in die Pause - wir hätten aber durchaus schon führen können.

So kamen die Bremer etwas besser aus der Pause und hatten die erste Chance, als Eggestein aus stark abseitsverdächtiger Position gleich zweimal an Philipp Klewin scheiterte. Der nächste Versuch saß dann allerdings. Wieder kam Bundesligaspieler Yatabaré über die rechte Seite und brachte den Ball in die Mitte. Dort konnte Bergmann den Ball zunächst wegschlagen, doch er kam postwendend zurück. Unsere Jungs standen fein Spalier und waren immer (mindestens) einen Meter weg vom Gegner. So stand am Ende der Kette Eggestein und versenkte den Ball im Tor (59.). Wer nun dachte, dass wir alles nach Vorne werfen um den Ausgleich zu erzwingen sah sich getäuscht. Auch Stefan Krämers Auswechslungen sprachen diese Sprache nicht, Brückner kam für Bergmann (77.) und Uzan kam für Pigl (88.). Aber Pigl hatte vor seiner Auswechslung noch seine Möglichkeit - nach Brückners Flanke verpasste Tyrala den Ball in der Mitte, doch Pigl stand dahinter noch frei. Er zog direkt ab, doch der Ball ging eine ganze Ecke über das Tor. Genauso wie der Fernschuss von Okan Aydin nur kurze Zeit später. Einen Aufreger gab es zum Abschluss, als Carsten Kammlott im Strafraum am Fuß getroffen wurde und der Schiedsrichter natürlich nicht auf Strafstoß für uns entschied. Olaf Thon hat einmal gesagt: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ Das trifft das Spiel heute ganz gut.

Fazit: Wir haben mal wieder einen schwächelnden Gegner stark gemacht. Völlig unnötig noch dazu. Aber es gibt natürlich eine Begründung dafür: Unsere Verletzenliste ist lang. Doch das ist auch keine Ausrede für alles. Wenn ich sehe, wie fahrlässig die Bremer bei ihrem Tor spielen dürfen und keiner mal dazwischen geht, dann ist das nicht nur mit dem Ausfall vieler Spieler zu erklären.

Wir müssen die Ruhe bewahren und darauf hoffen, dass sich das Lazarett langsam lichtet. Nächste Woche stehen wir gegen Wehen-Wiesbaden schon wieder unter Druck, auch wenn wir derzeit sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz haben. Diesen Vorsprung sollten wir möglichst halten oder sogar ausbauen. Auf Tabellenplatz drei sind es im Übrigen ebenso sechs Punkte Rückstand.

 

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