FSV Mainz 05 - FC Rot-Weiß Erfurt 1:1

Am 10. Spieltag spielten wir nur 1:1 beim Tabellenletzten Mainz 05 II. Kurz vor dem Spiel gab Sebastian Tyrala bekannt, dass er von seinem Kapitänsamt zurücktritt. Neuer Kapitän ist somit Innenverteidiger Mario Erb. Ich finde, diese Entscheidung kann Sebastian nur mit sich ausmachen. Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass ihm das ganze Genöle und die teils unsachliche Kritik an die Nieren geht und er sich erstmal aus dem Fokus nehmen will. Gut so, für mich ist dieses Amt sowieso nur noch ein Relikt früherer Tage. Entweder ein Spieler ist ein Anführer und reißt andere mit, oder eben nicht. Aber eine Binde braucht dafür niemand!

Aber zum Spiel: Unsere Jungs begannen ganz in Ordnung und hatten das Spiel aus meiner Sicht im Griff, allerdings erspielten sie sich kaum Chancen. Für die Führung sorgte Jannis Nikolaou in der 13. Minute per Kopfball. Den Freistoß von der rechten Seite hatte Sebastian Tyrala in die Mitte gebracht. Aus meiner Sicht war das dann aber auch der Bruch in unserem Spiel oder der Wachmacher für die Mainzer, je aus welcher Perspektive man es betrachten möchte. Denn bei uns ging nun nicht mehr viel, dafür glichen die Mainzer nur sieben Minuten nach unserer Führung aus. Nach einem Eckball reagierte in der Mitte niemand um den Mainzer am Torerfolg zu hindern, als Sahnehäubchen kassierte Philipp Klewin noch den Tunnel. Insgesamt war das Spiel sehr ausgeglichen, so dass das Ergebnis am Ende auch in Ordnung geht - trotzdem ist es aus meiner Sicht zu wenig, da wir ab der 70. Minute in Überzahl spieten - Mainz sag glatt Rot.

Aber eins möchte ich trotzdem noch loswerden: Wenn ich hier und da so einige Kommentare lese oder höre, dann möchte ich wirklich nicht wissen, was eigentlich in einigen Köpfen vorgeht. Da wird von „Versagern“ und „Flaschen“ gesprochen, weil mal ein paar Bälle nicht beim Gegner ankommen. Alles wird schlecht geredet, nur weil es gerade mal nicht so läuft. Volle Kanne auf Bild-Niveau also. Natürlich ist jeder, der das nicht so sieht gleich auch automatisch ein Schönredner. Das sind dann meist die Leute, die nach dem Sieg in Zwickau vom Aufstieg palavert haben. Tja, so scheint die Zeit heute zu sein: Es gibt nur noch schwarz oder weiß, gut oder schlecht, heiß oder kalt. Was die Leute dabei aber vergessen: Wir schaffen das nur ZUSAMMEN. Was haben diese Menschen davon, einen Spieler pauschal runterzumachen? Ja, dem eigenen Ego geht's dann sicherlich besser, schließlich hat man einem dieser „Versager“ mal so richtig die Meinung gegeigt. Aber bringt der Spieler deshalb das nächste mal bessere Leistungen? Ich glaube nicht. Ich glaube, wenn sich alle gegenseitig unterstützen und auch mal Fehler verzeihen, nur dann können wir das zusammen schaffen. Wenn wir uns selbst zerfleischen, dürfte es ziemlich schwer werden.

Links zum Thema:
Im Forum mitdiskutieren
Ergebnisse & Tabelle
Spielerstatistik
Zuschauerstatistik
Torstatistik
Fieberkurve
Nächstes Spiel