FC Rot-Weiß Erfurt - VfR Aalen 2:0

Beginnen möchte ich diesen Beitrag mit den besten Wünschen für Juri Judt. Er wurde während des Spiels vom Aalener Morys mit Fuß im Gesicht getroffen und musste in Krankenhaus eingeliefert werden. Ich drücke ihm die Daumen, dass er nochmal für uns auf dem Feld stehen kann. Das Morys in dieser Szene mit Gelb davon kommt, kann nur als schlechter Scherz verstanden werden.

Zum Sportlichen: Es war ein sehr zähes Spiel mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Aalen war sehr aggressiv und versuchte es auf die dreckige Art und Weise. Besonders Morys fiel da sehr unangenehm auf. So kam kaum Spielfluss zu Stande und Strafraumszenen blieben Mangelware. Philipp Klewin musste in der 1. Halbzeit nur einmal eingreifen, als er einen Fernschuss abwehren musste. Wir waren durch Jannis Nikolaou und Carsten Kammlott gefährlich, der die Eingabe des Griechen nicht im Tor unterbrachte. Beim Freistoß von Okan Aydin aus 22 Metern musste der Aalener Torhüter alles aufbieten, was er kann. An den Abpraller kam Jens Möckel leider nicht ganz ran. Die zweite Halbzeit wurde dann besser von uns. Tyralas Schuss kurz nach der Pause verfehlte sein Ziel noch. Doch als wenige Minuten später der Mann der Stunde den ruhenden Ball positionierte, bekam man schon das Gefühl, dass hier gleich was passieren könnte. Er hämmerte die Kugel, wie schon in Stuttgart, direkt aufs Tor, doch Jens „die Wand“ Möckel hielt den Nüschel (sagt man hier so) in den Schuss und der Aalener Schlussmann war chancenlos. Damit war der Bann gebrochen. Aalen musste nun was tun und wir konnten kontern. Eigentlich hätten wir den Sack schon viel eher zu machen müssen, bspw. als Carsten Kammlott die gesamte Aalener Hintermannschaft wie einen Mädchenchor aussehen ließ und an allen locker vorbeiging. Leider kam er nurnoch im Fallen zum Abschluss und bekam den Ball nicht im Tor unter. Den Abpraller hätte er dann aber fast wieder per Traumtor genutzt: Sein spektakulärer Seinfallzieher donnerte ans Außennetz.

Den Deckel auf das Spiel machte dann Okan Aydin mit einem Tor, welches dem 4:2 gegen Osnabrück vor zwei Wochen ähnelte, als wären es eineiige Zwillinge. Dem Ballgewinn in der eigenen Hälfte folgte eine Symphonie des Passspiels. Am Ende der Passstafettenkette (das Wort wollte ich schon immer mal in die Tasten hämmern!) stand Okan Aydin, der den Ball nur noch einschieben brauchte. Traumwandlerisch sicher spielten sich Christoph Menz, Luka Odak, Theodor Bergmann, Daniel Brückner, wieder Bergmann, Carsten Kammlott und wieder Bergmann die Bälle zu. Es sah aus, als gleite ein warmes Messer durch Butter. Ach was. Durch Wasser. Die Aalener hatten nie wirklich die Möglichkeit, diesen Ball zu erkämpfen. SO SIEHT FUßBALL AUS, Freunde der Sonne!

Am Ende des Spieltages ist der Klassenerhalt sicher. Mehr als das. Wir stehen auf Platz 7 - drei Punkte hinter den gehypten Magdeburgern. Platz 4 wäre (theoretisch) sogar noch möglich. Ab jetzt gilt aber VOLLE Konzentration auf den Thüringenpokalsieg. Nicht mehr und nicht weniger!