FC Rot-Weiß Erfurt - VfL Osnabrück 4:2

In einer beeindruckenden Art und Weise haben unsere Jungs heute den Tabellendritten vom VfL Osnabrück bezwungen. Unsere Jungs waren von Beginn an druckvoll und ließen keinen Zweifel daran, dass sie dieses Spiel heute gewinnen wollen. Die Startelf änderte Stefan Krämer nur auf einer Position - dabei gaben sich die Gelbgesperrten die Klinke in die Hand. Benamar (5. Gelbe) wurde durch Jannis Nikolaou ersetzt, der gerade seine Sperre abgesessen hatte. Das hieß, dass Jens Möckel wieder in der Innenverteidigung startete.

 

Doch das erste Ausrufezeichen setzte Osnabrück und ging mit der ersten Aktion direkt durch Kandziora in Führung. Jens Möckel kassierte da kurz vorher den Tunnel und Philipp Klewin war machtlos - auch wenn er noch mit dem Fuß dran war. Wir machten weiter das Spiel und probierten es durch Okan Aydin mit gleich zwei Fernschüssen. Über Links wussten vorallem Daniel Brückner und auch Luka Odak zu überzeugen. Ein ums andere Mal hatten die Osnabrücker dort das Nachsehen. So konnte es kaum verwundern, dass auch die nächste Aktion von den beiden eingeleitet wurde. Brückner überlupfte seinen Gegenspieler und Odak tankte sich bis zur Grundlinie durch - leider verpassten in der Mitte mit Kammlott und Tyrala gleich zwei unserer Spieler. Der Tabellendritte kam dann zum zweiten mal gefährlich vors Tor, aber der letzte Pass kam glücklicherweise nicht an.

So musste eben eine Standard-Situation für den Ausgleich herhalten. Okan Aydin brachten den Ball in die Mitte, wo Jens Möckel perfekt einlief und den Ball im Tor versenkte. Niemandem gönne ich ein Tor mehr, als dem verletzungsgeplagten Möckel. Mit 1:1 ging es in die Kabinen. Dort muss irgendwas passiert sein, denn die Jungs kamen aus den Katakomben und wollten Osnabrück scheinbar aus dem Stadion schießen. Und das gelang. Einen schnell ausgeführten Freistoß über Nikolaou, Brückner und Odak kam im Strafraum zu Carsten Kammlott, der den Ball perfekt mit dem Kopf auf Okan Aydin rüberlegte, welcher per Flugkopfball einnetzte. Das war zwei Minuten nach Wiederanpfiff. Nur sieben Minuten später dann das nächste Tor. Brückners Einwurf kam zu Odak, der zurück zu Brückner, der zurück zu Odak. Der spielte dann in den Rückraum auf Juri Judt, der den Ball für Sebastian Tyrala ablegte. Tyrala spazierte dann noch ein paar Meter durch den Strafraum um den Ball schlussendlich im Tor unterzubringen. Osnabrück fand bis dahin überhaupt nicht statt. Ein Fernschüsschen musste Klewin mal mit der Mütze fangen - mehr kam vom Tabellendritten (ich wiederhole mich) nicht.

Doch zum 3:2 kam es trotzdem. Nach einer Ecke konnte sich wieder Kandziora durchsetzen, diesmal per Kopf gegen Bergmann und Nikolaou. Mir persönlich wurde nun Angst und Bange. Unsere Jungs wirkten platt und es war eigentlich noch zu viel Zeit auf der Uhr. Osnabrück warf nun nochmal alles nach vorn und wir brachten mit Andre Laurito den fünten Abwehspieler. Hintenreinstellen ist eigentlich nicht so unser Ding. Und Osnabrück wurde noch zweimal richtig gefährlich, jeweils konnte Klewin retten. Kurz vor Schluss kam dann die Erlösung. Und WIE! Jannis Nikolaou gewann kurz vor dem eigenen Strafraum den Ball und machte das Spiel sofort schnell. Kammlott zog allen davon und stürmte von halblinks in Richtung Strafraum. Dort war Okan Aydin zur Stelle und Kammlott legte den Ball mustergültig zu ihm rüber. Aydin musste den Ball nur noch ins Tor einschieben. Doch das tat er nicht, er spielte den Ball lieber wieder direkt zu Kammlott, der den Ball dann einfach im Tor unterbrachte. Das Spiel war durch!

Fazit: Drei Punkte, nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn es so aussieht, als wären wir schon durch, sollten wir uns weiterhin darauf konzentrieren, zu punkten. Es ist noch NICHTS geschafft, wenn es auch ganz gut zur Zeit aussieht. Nächste Woche würde mir ein Unentschieden bei den Stuttgarter Kickers erstmal reichen. Es heißt weiterhin „Verlieren verboten!“