12 chemnitz

Am 12. Spieltag der Saison holten unsere Jungs einen Punkt in Chemnitz. Irgendwie glücklich, weil spielerisch nichts zusammenlief. Irgendwie verdient, weil Chemnitz auch besser war, und zudem einen Elfmeter geschenkt bekam. Aber der Reihe nach: Eine Überraschung gabe bereits vor dem Anpfiff, denn Christian Preußer stellte die Mannschaft ordentlich um. Innenverteidiger Mario Erb spielte Rechtverteidiger, Ioannis Nikolaou wurde dafür aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung versetzt. Dafür spielte Christoph Menz im zentralen Mittelfeld. Vorne begann Tugay Uzan für Sebastian Szimayer.

 

Das Spiel begann dann mit druckvollen Chemnitzern. Sie erarbeiteten sich einige Mini-Chancen, bis auf zwei Fernschüsse war aber nichts gefährliches dabei. Einmal musste Erik Domaschke im Tor sein ganzes Können aufbieten und lenkte eine Bogenlampe zur Ecke. Der erste Aufreger dann in der 35. Minute. Carsten Kammlott wird im Strafraum eindeutig gefoult, der schwache Thorsten „The Schieber“ Schriever lies aber weiterspielen. Fehlentscheidung. Grundsätzlich war auffällig, wie die Chemnitzer die Zweikämpfe bestritten haben. Immer wurde der Körperkontakt gesucht, um dann schnellstmöglich die waagerechte Position auf der Grünfläche einzunehmen. Die gesamte Chemnitzer Bank sprang bei nahezu jedem Zweikampf geschlossen auf, und versuchte „The Schieber“ zu beeinflussen. Ich bin es eigentlich leid, mich über die Schiedsrichter zu beschweren, leider geben sie in dieser Saison aber allzuoft Anlass dazu, es eben doch zu tun.

Aber wieder zum Spiel: Not gegen Elend trifft als Beschreibung der 1. Halbzeit noch am ehesten zu. Glücklicherweise wurde es in Halbzeit zwei besser. Wir waren nun ballsicherer und spielten mehr nach vorn. Nach einem Foul an Okan Aydin brachte Marc Höcher den Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum. Der Chemnitzer Torhüter konnte den Ball nicht halten und er ging vom Innenpfosten ins Tor. Nach dem Tor machte Chemnitz kurz mal Druck und bekam in der 65. Minuten den Elfmeter. Wieder suchte Fink den Kontakt um dann schnellstmöglich zusammenzubrechen. Wieder fiel „The Schieber“ darauf rein. Es gib Leute, die wollen mir erzählen, man könne den geben. Ich sage NEIN. Denn erstens muss man dann unseren Elfmeter auch geben. Und zweitens WILL Fink nichts anderes. Er will den Elfmeter rausholen. Damit ist es für mich eine Schwalbe und nichts anderes. Aber genug davon, dieses Mädchengepfeiffe geht mir nur noch auf die Nerven. Also Ausgleich. Danach Chemnitz weiterhin druckvoll, aber ohne echte Chancen.

Fazit: Nach einer grottenschlechten 1. Halbzeit holen wir am Ende einen Punkt. Glücklich, weil Chemnitz etwas besser war. Verdient, weil es auch ein Sieg hätte sein können, wenn die Pfeiffe stumm geblieben wäre. Aus meiner Sicht sind wir derzeit punktemäßig im Soll: 14 Punkte aus 12 Spielen. Kaum auszudenken, wenn die Mannschaft jetzt mal konstant die Fehlpassquote senken würde. Nächstes Wochenende spielen die Jungs in Leinefelde. Thüringenpokal. Sieg ist Pflicht.

Einzelkritik:

Domaschke: zweimal stark gehalten, 70% der Abschläge/Abstöße landeten im Aus oder beim Gegner.
Nikolaou: Stark in Zweikampf und Ballverteilung.
Laurito: Stark im Zweikampf, mangelnde Spieleröffnung.
Erb: Trotz ungewohnter Position ein gutes Spiel.
Hergesell: Defensiv okay, im Umkehrspiel zu langsam.
Tyrala: Viel zu viele Fehlpässe.
Pigl: Durchschnittliches Spiel, ab und an blitzt sein Potential auf.
Menz: Zu viele einfache Fehlpässe.
Höcher: Omnipräsent, laufstark, ballsicher. Gutes Spiel.
Kammlott: Hoher Einsatz und hohe Laufbereitschaft, zweikampfschwach, glücklos.
Uzan: Hoher Einsatz und hohe Laufbereitschaft, glücklos.

Einwechslungen:
Szimayer: Sofort präsent, Bälle verteilt und auch gewonnen, aber keine Torgefahr.
Aydin: Ebenfalls sofort präsent, zu wenig Spielübersicht.
Burdenski: Ohne Wertung.