Durchwachsener Auftritt 1:1 gegen Preußen Münster

Der Befreiungsschlag blieb aus. Jedenfalls vollumfänglich. Beim 1:1 gegen Preußen Münster gabe es Licht- aber eben auch Schatten. Christian Preußer ging wie erwartet mit einem 4-4-2-Sytem ins Spiel. Allerdings stellte er personell um. Im Vergleich zum Spiel in Dresden gleich mehrfach: Für Christoph Menz spielte Juri Judt von Beginn an. Für mich nicht wirklich nachvollziehbar, da Menz gerade im Spielaufbau die deutlich bessere Wahl ist. Für Pablo Pigl spielte erwartungsgemäß der in Dresden gesperrte Florian Bichler. Im Sturm durfte Sebastian Szimayer für Tugay Uzan ran. Grundsätzlich scheinen beide auf einem ähnlichen Niveau.


Unsere Jungs begannen das Spiel sehr engagiert, die erste Möglichkeit hatten allerdings die Adlerträger aus Münster. Nach einem Freistoß köpfte Pischorn den Ball auf das Tornetz. Sebastian Tyralas Freistoßflanke war für Münsters Torhüter Lomb kein Problem. Nach einer Ecke wurde aus dem Gewühl heraus der Ball auf Klewins Tor geköpft - auch er hatte kein Problem und hielt den Ball. Darauf folgte wieder eine Tyrala-Freistoß-Flanke, welche Münsters Kopplin fast ins eigene Tor lenkte. Dann das Tor: Nach Klewins Abschlag verlängerte Sebastian Szimayer per Kopf zu Carsten Kammlott, der zu Sascha Eichmeier passte. Der gab das Leder zu Florian Bichler weiter welcher mit großartiger Übersicht Carsten Kammlott einsetzte. Der lies sich diese Chance nicht nehmen und schob eiskalt zu Führung ein. Das war toll herausgespielt und extrem lässig vollendet. So sollte es dann eigentlich in die Pause gehen. Doch nichts wars. Eine Fehlerkette sondersgleichen führte zum Ausgleich. Fehler 1: Kara durfte über den halben Platz marschieren - Sebastian Tyrala und der Rest des Mittelfeldes störte ihn nur halbherzig. Fehler 2: Mario Erb grätscht kurz vor dem Strafraum ins Leere. Fehler 3: Philipp Klewin kommt aus dem Tor gelaufen, obwohl der Winkel für den Angreifer so spitz ist, dass da eigenlich kaum was passieren kann. Fehler 4: In der Mitte wird Torschütze Laprevotte völlig allein gelassen und braucht nur noch einzuschieben. Solche Fehlerketten dürfen einfach nicht passieren, wenn man endlich einen Dreier einfahren will.

Nach der Pause passierte erstmal nicht sehr viel. In der 52. Minute erhielt Münster einen geschenkten Freistoß knapp 25 Meter vor dem Strafraum. Philipp Klewin kratze den schön aus dem Winkel und klärte zur Ecke. Danach passierte bis zur Schlussphase eigentlich fast nichts. Jeweils eine kleine Möglichkeiten hatten beide Mannschaften. In der 82. Minute ging dann nochmal ein Ruck durch die Mannschaft: Münsters Schwarz foulte Okan Aydin und kassierte dafür zu Recht die Gelb-Rote Karte. Der Anschließende Freistoß von Sascha Eichmeier landete allerdings nur auf dem Tor. Auch der nächste Freistoß war gefährlich: Okan Aydin nahm die Mauerecke ins Visier - Lomb konnte zur Ecke klären. Die letzte Chance auf drei Punkte vergab Tugay Uzan in der Nachspielzeit, als er, nach eine Flanke von Christoph Menz, einen Flugkopfball nicht genau platzieren konnte.

Fazit: Aus dem Spiel heraus kam gerade in der zweiten Halbzeit zu wenig. Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, allerdings waren die Abstände im Mittelfeld - wie schon in Dresden - zu groß. Trotzdem sollten gerade wir Fans jetzt nicht ungeduldig werden. Bisher waren wir in keinem Spiel wirklich unterlegen. Wenn wir die Ruhe bewahren und unserem Trainer und der Mannschaft vertrauen, dann werden wir schon bald Gewinnen. Auch wenn viele die Durchhalteparolen sicherlich nicht mehr hören/lesen können. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass in dieser Mannschaft mehr steckt, als sie bisher ergebnisstechnisch holt.