3:1-Niederlage in Dresden

Eine bittere 1:3-Niederlage kassierten unsere Jungs gestern Abend in Dresden. Das Spiel begann gut. Wir standen defensiv sehr gut, und hatten auch die erste Chance des Spiels, als Sebastian Tyralas Freistoß von Andre Laurito nur knapp das Tor verfehlte. Dresden kam in der ersten halben Stunde zu kaum nennenswerten Aktionen, da unsere Jungs extrem hoch verteidigten und die Abwehrspieler früh unter Druck setzten. In Halbzeit eins hatten die Dresdner zwei Chancen - die waren allerdings hochkarätig: Tekerci traf per Fernschuss die Latte, Hartmann den Außenpfosten. Das einzige was ich unseren Jungs vorwerfen kann, ist, dass sie Lambertz und Aosman nicht konsequent zugestellt haben. Zuoft standen beide frei uns konnten so das Spiel ankurbeln.

Schlechter als die zweite Halbzeit begann, geht es dann kaum. 150 Sekunden nach Wiederanpfiff erzielte Testroet das 1:0 für Dynamo. Wieder stand Lambertz ziemlich frei und bediente Testroet. Andre Laurito kam nicht hinterher, so das Testroet locker flockig flach rechts einschieben konnte. Keine Chance für Philipp Klewin an diesen Ball heranzukommen. Dynamo schaffte es nun immer besser, unsere Abwehr in Bedrängnis zu bringen, da sie immer wieder kluge Pässe in die Schnittstellen spielten. Außer zweier Chancen von Testroet und Stefaniak - Klewin hielt jeweils klasse - kam nichts dabei raus. Nun kamen wir wieder etwas besser ins Spiel. Ab der 60. Minuten gab es eine Drangphase, aus der erstmal nur zwei Ecken entstanden. Aber ich bekam das Gefühl, dass  die Jungs das Tor nun endlich verdaut hatten.

Nur wenige Minuten später dann das Tor des Jahres. Eine Flanke von Luka Odak versenkte Carsten Kammlott im Flug mit der Hacke. Ich habe kurz recherchiert und heutzutage nennt man das wohl „Skorpion-Kick“. Da es so schwer zu beschreiben ist, empfehle ich einfach das Video. Krasses Ding und klar ein Kandidat zum Tor des Jahres. Krass ging es dann weiter, leider krass unsportlich. Hefele foulte Carsten Kammlott im Mitteldfeld, wo er unter Schmerzen liegen blieb. Die Dresdner sahen sich kurz an, um dann trotzdem normal weiterzuspielen. Dresden kam zu einer guten Möglichkeit, die erst Andre Laurito und dann Philipp Klewin nur mit Mühe klären konnten. Danach gab es bis auf eine Dynamo-Chance, als Andre Laurito Philipp Klewin behinderte und Testroet zu doof war, den Ball ins leere Tor zu schieben, auf beiden Seiten keine nennenswerten Aktionen. Jedenfalls bis zum (irregulären) 2:1 in der 87. Minute. Beim Schuss von Aosman stand Eilers auf jeden Fall klar im Blickfeld von Philipp Klewin und somit im aktiven Abseits.



Die Reaktion unserer Jungs fand ich dann wieder bemerkenswert. Sie warfen nun alles nach vorn und versuchten die Kuller irgendwie über die Linie zu bekommen. Die größte Möglichkeit gab es dafür in der 89. Minute. Aus dem Gewühl heraus waren sich die Dresdner in die Schüsse von Sascha Eichmeier, Andre Laurito und Pablo Pigl, ehe der Ball wieder zu Sascha Eichmeier sprang. Dessen abgefälschter Linksschuss landete am Innenpfosten und sprang (nartürlich!) wieder heraus. Warum sollte bei uns so ein Ball auch einfach mal reingehen? Dresden verlegte sich jetzt logischerweise auf Konter und hatte nochmal zwei Möglichkeiten durch Eilers. Als Mario Erb in der 92. Minute unsere letzte Chance vergab, war eigentlich klar, dass wir dort nichts mehr holen können. Das 3:1 durch Eilers per Konter ist also geschenkt.

Nach einem Punkt aus drei Spielen darf man nun von einem Fehlstart sprechen. Auch wenn die Jungs sowohl in Magdeburg als auch gestern nah an einem Punkt waren, bleibt festzuhalten, dass wir zu schnell und oft Fehlpässe spielen und die Durchschlagskraft im Angriff sehr viel besser werden muss. Auch wenn Carsten Kammlott gestern ein Traumtor erzielt hat, muss gerade von ihm mehr kommen. Nächste Woche Sonnabend gegen Münster muss dringen dreifach gepunktet werden - wie spielt keine Rolle.

Spielbericht:


Das Traumtor von Carsten Kammlott: